Gio-ji, das versteckte Mooskloster nördlich von Arashiyama (Kyoto)
Gio-ji in Sagano (Kyoto): ein winziges Kloster mit einem Moosteppich unter Ahornbäumen, verbunden mit der Tänzerin Gio. Zwanzig Minuten von Arashiyama entfernt.
Nördlich des Bambushains von Arashiyama, in der Gegend von Sagano (Bezirk Ukyo-ku), führt eine ansteigende Straße zu einem Holztor. Hinter dem Tor liegt Gio-ji: ein winziges Kloster, kaum mehr als eine strohgedeckte Hütte inmitten eines Gartens. Die Entfernung von den Hauptattraktionen Arashiyamas – etwa zwanzig Minuten zu Fuß – genügt, um die meisten Gruppen fernzuhalten, und tatsächlich trifft man hier fast immer nur wenige Menschen.
Der Moosgarten
Das Herz des Ortes ist der Moosgarten. Ein Weg folgt einem kleinen Bach mit Steinlaternen und einem Bambusbrunnen; über dem Kopf bilden Ahornbäume ein Blätterdach, das das Licht filtert. Das Moos gibt es in verschiedenen Sorten, einige davon werden entlang des Wegs in Schalen ausgestellt. Es wechselt mit den Jahreszeiten die Farbe: grün im Frühling und Sommer, rot und orange im Herbst. Es ist ein Garten, der bei Feuchtigkeit sein Bestes gibt – nach dem Regen oder im Nebel leuchtet das Moos auf und die Farben werden tiefer. Deshalb sind graue Tage, die anderswo entmutigen, hier die besten.
Die Geschichte von Gio
Die Geschichte von Gio-ji ist traurig, und man sollte sie vor dem Betreten kennen. Sie stammt aus dem Heike monogatari (Der Roman der Heike). Gio war eine Shirabyoshi, eine Hoftänzerin, Lieblingstänzerin des mächtigen Fürsten Taira no Kiyomori. Als Kiyomori sie zugunsten einer jüngeren Tänzerin, Hotoke Gozen, verstieß, zog sich Gio mit ihrer Schwester Ginyo und ihrer Mutter Toji ins Klosterleben zurück. Später verließ auch Hotoke Gozen, von Schuldgefühlen geplagt, Kiyomori und schloss sich den drei Frauen an. Die vier verbrachten hier den Rest ihres Lebens als Nonnen.
Das einzige Gebäude, das man besichtigen kann, ist die strohgedeckte Hütte mit zwei Tatami-Räumen. Im ersten stehen die Holzfiguren der vier mit dem Tempel verbundenen Frauen, in der Mitte die Kultfigur des Dainichi Nyorai; eine Statue Kiyomoris selbst steht abseits, aus dem Blickfeld gerückt. Der zweite Raum hat ein großes rundes Gitterfenster, das fast die ganze Wand einnimmt. Räumlich ist es wenig, aber es passt zum Ton des Ortes: nichts Monumentales, alles in sich gekehrt.
Anreise
Anfahrt: Von der JR-Station Saga-Arashiyama (Sagano-Linie) oder der Station Arashiyama der Randen/Keifuku-Linie sind es etwa zwanzig Minuten zu Fuß, durch Sagano hinauf ins Weiler Okusaga. Der Weg selbst ist angenehm, zwischen niedrigen Häusern und kleineren Tempeln. Es lohnt sich, den Besuch mit anderen Stationen in der gleichen Hügellage zu verbinden, um den Weg zu nutzen.
Praktische Hinweise
Praktische Infos: Der Eintritt kostet 300 Yen (100 für Grundschulkinder). Die Öffnungszeiten liegen in der Regel bei 9:00–17:00 Uhr, letzter Einlass gegen 16:30 Uhr; am 1. Januar geschlossen. Da es sich um einen Freiluftgarten handelt, sind bequeme Schuhe zu empfehlen; ein Besuch am frühen Morgen oder späten Nachmittag hilft, ihn in Ruhe zu genießen. Wenn ihr in Kyoto einen Regentag erwischt und schon überlegt hinzuwerfen, ist Gio-ji genau der Ort, an den man trotzdem gehen sollte.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Gio-ji?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, Oktober e November, quando è meno affollata.
Gio-ji è affollata?
Gio-ji è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Gio-ji?
Gio-ji si trova in Okusaga (Sagano), Kyoto, Japan.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: トロッコ嵐山 ~1 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: 大阪国際空港 ITM ~34 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.