Sumiya in Shimabara: Kyotos letztes Bankett-Haus, zwischen Geiko und Verschwörern
In Shimabara, dem Vergnügungsviertel von Kyoto, überlebt Sumiya (1641): das einzige Ageya Japans, mit den Schwerthieben der Shinsengumi.
Foto: Shinji Enoki / CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons)
Wenn von Geishas und Vergnügungsvierteln in Kyoto die Rede ist, denken alle an Gion, mit seinen gepflasterten Straßen und den Fotografen, die an jeder Ecke lauern. Nur wenige wissen, dass das historische Unterhaltungsviertel Kyotos in Wirklichkeit ein anderes ist und südwestlich des Bahnhofs liegt, im Bereich Nishishinyashiki (Shimogyo-ku), westlich des großen Tempels Nishi Honganji. Es heißt Shimabara. 1641 als offiziell zugelassenes Vergnügungsviertel gegründet, ist es heute ein ruhiges Wohnviertel: niedrige Häuser, ein paar Läden, keine Schaufenster für Touristen. Und doch überlebt genau hier ein Gebäude, das es in Gion nirgendwo mehr gibt.
Das letzte Ageya
Sumiya (角屋) ist das einzige verbliebene Ageya in ganz Japan. Ein Ageya war kein Geishahaus, sondern ein Bankettsaal: der Ort, an dem die Kunden die Geiko (die Geishas von Kyoto) und die Tayu höchsten Ranges rufen ließen, damit sie sangen, tanzten und die Gäste unterhielten. Praktisch ein raffinierter Restaurant-Salon der Unterhaltungskultur der Edo-Zeit. 1641 erbaut, ist Sumiya die größte Machiya (Fachwerkhaus aus Holz) Kyotos und eines der sehr seltenen städtischen Gebäude, weder religiös noch adlig, die aus der Edo-Zeit überliefert sind. Deshalb wurde es zum Wichtigen Kulturgut auf nationaler Ebene erklärt.
Geschichte und Verschwörer
Was es wirklich besonders macht, ist die Geschichte der letzten Jahre des Tokugawa-Shogunats um 1860. Sumiya war ein Salon, den Männer aus Politik, Kunst und Literatur besuchten, darunter die anti-Tokugawa-Reformer: der berühmte Sakamoto Ryoma, Saigo Takamori, Kusaka Genzui. Aber auch ihre Gegner trafen sich hier, die Shinsengumi, die pro-shogunale Miliz. An den Hölzern und Pfeilern des Gebäudes sind noch heute die Spuren zu sehen, die die Klingen der Schwerter hinterlassen haben: konkrete Zeugnisse jener hitzigen Treffen, keine bloß erzählte Legende.
Der Besuch
Heute ist Sumiya als Museum der Gastkultur (Sumiya Motenashi) geöffnet. Man betritt es durch die alte Küche mit den originalen Tonherden und den Utensilien der Epoche, dann zieht man die Schuhe aus, um die Ausstellungsräume zu besuchen: Keramik, Sake-Krüge, Dokumente und Lacke aus der Edo-Zeit. Der schönste Moment ist für viele die Engawa (die schmale Holzveranda), die um den Garten läuft: geharkter Kies, eine ausladende Pinie und ein spät blühender Kirschbaum. Das Erdgeschoss besucht man ohne Reservierung während der Öffnungszeiten (Ticket etwa 1.000 Yen); der erste Stock mit den prachtvollsten Sälen erfordert eine Reservierung und einen separaten Tarif. Die Erklärungen der Freiwilligen sind auf Japanisch, aber es sind gedruckte Broschüren auf Englisch verfügbar. Wenn du nur einen Blick werfen möchtest, ohne einzutreten, ist das historische Tor Omon, das antike Eingangstor des Viertels, von der Straße aus kostenlos sichtbar.
Praktische Informationen
Einige praktische Angaben. Das Museum ist von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet, montags geschlossen, mit zwei langen saisonalen Schließungen (etwa 19. Juli–14. September und 16. Dezember–14. März), die zum Schutz des Gebäudes beschlossen wurden: Es lohnt sich, vor der Abreise auf der offiziellen Website (sumiyaho.sakura.ne.jp) oder telefonisch zu überprüfen. Die Adresse lautet 32 Ageya-cho, Shimogyo-ku. Zur Anreise: Vom Bahnhof JR Tambaguchi (eine Station von Kyoto auf der Sagano/San-in-Linie) geht man etwa zehn Minuten südlich entlang der Senbon-dori; alternativ ist es ein Spaziergang vom Bahnhof Kyoto. Wenige Schritte weiter befindet sich die Wachigaiya, eine weitere historische Okiya, normalerweise geschlossen, aber von außen interessant zu sehen, um zu verstehen, wie das Viertel einmal aussah.
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Anreise
Sumiya befindet sich im alten Viertel Shimabara, im Südwesten des Zentrums von Kyoto. Der nächstgelegene Bahnhof ist JR Tanbaguchi an der San'in-Linie, nur eine Station vom Hauptbahnhof Kyoto entfernt, von wo aus man mit einem kurzen Spaziergang ankommt; alternativ kann man ihn zu Fuß von Norden erreichen, am Tempel Nishi Honganji vorbei und durch das alte Tor von Shimabara. Die Referenzflughäfen sind die von Osaka, Kansai (KIX) und Itami (ITM), mit Zug oder Bus mit Kyoto verbunden. Das Haus ist als Museum besichtigbar, mit Tagen und Zeiten, die vor dem Besuch zu überprüfen sind.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Sumiya in Shimabara?
Il periodo consigliato è März, April, Mai, Oktober e November, quando è meno affollata.
Sumiya in Shimabara è affollata?
Sumiya in Shimabara è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Sumiya in Shimabara?
Sumiya in Shimabara si trova in Shimabara, Kyoto, Japan.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: 梅小路京都西 ~0 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: 大阪国際空港 ITM ~36 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.