Kagurazaka, Tokio, Japan

Kagurazaka, das alte Geisha-Viertel hinter Shinjuku

Kagurazaka in Tokio: gepflasterte Gassen des ehemaligen Geisha-Viertels, der Bishamonten-Tempel, französische Cafés und Treppen hinter dem Hügel.

Foto di Kagurazaka, Tokio, Japan — Kagurazaka, das alte Geisha-Viertel hinter Shinjuku

Foto: PHGCOM (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons

Kagurazaka steigt einen Hügel im Bezirk Shinjuku hinauf, nur wenige Minuten von den Wolkenkratzern des Bahnhofs und dem Verkehr von Iidabashi entfernt. Die Hauptstraße, Kagurazaka-dori, ist ansteigend und tagsüber recht gewöhnlich: Geschäfte, eine Konditorei, ein paar Schilder auf Französisch. Der Grund, warum der Aufstieg lohnt, ist nicht die Hauptstraße, sondern das, was sich seitlich davon öffnet — schmale, gepflasterte Gassen, in denen sich der Grundriss aus der Zeit erhalten hat, als hier die Geishas arbeiteten.

Die Geschichte

Die Geschichte erklärt vieles. 1792 zog der Tempel Zenkokuji an seine heutige Stelle am Berghang, und um einen bedeutenden Tempel entsteht stets eine monzenmachi, eine „Stadt vor dem Tempel", bestehend aus Teehäusern und Lokalen. Während der Meiji-Zeit (1868-1912) wurde Kagurazaka zu einer der bedeutendsten hanamachi Tokios, mit ryotei (traditionellen Restaurants), Rendezvous-Häusern und den Wohnstätten der Geishas, dicht gedrängt in den Gassen hinter dem Anstieg. Auf dem Höhepunkt waren hier etwa 700 Geishas registriert. Heute sind es etwa dreißig, neben einer ungewöhnlichen Konzentration französischer Köche: daher der Beiname „kleines Paris". Zu den erkennbarsten Gassen zählen Kakurenbo Yokocho und Hyogo Yokocho mit ihrem Kopfsteinpflaster und schwarz lackierten Holzwänden. Die Kopfsteine sind kein Zierrat: Sie wurden auch verlegt, damit die Geishas im Kimono an Regentagen nicht schlammig wurden — und da das Viertel vom großen Kanto-Erdbeben 1923 verschont blieb, hat es sein Straßengefüge bewahrt.

Der Tempel und die Umgebung

Das Herz des Viertels ist der Bishamonten-Zenkokuji-Tempel, erkennbar am roten Portal an der Hauptstraße. 1595 gegründet und der buddhistischen Nichiren-Schule verbunden, ist er Bishamonten geweiht, der Gottheit des Glücks und dem Beschützer; die heutige Haupthalle wurde 1971 wiederaufgebaut, die Bishamonten-Statue ist ein von der Stadt Shinjuku ausgewiesenes Kulturgut. Es ist ein aktiver Tempel, kein Museum, und funktioniert gut als Ausgangspunkt für den Spaziergang. Etwas höher lohnt ein Abstecher zum Schrein Akagi-jinja, vom Architekten Kengo Kuma mit Glas und Naturmaterialien wiederaufgebaut: eine zeitgenössische Version eines Shinto-Schreins, mit einem italienischen Café im Inneren. Am Fuß des Anstiegs, in der Nähe des Bahnhofs, öffnet das Canal Café seine Terrasse auf einen Kanal, der einst zum Wassergraben der Tokugawa-Burg gehörte.

Die Gassen

Der praktische Rat ist einfach: Bleib nicht auf der Hauptstraße stehen. Nimm die Steintreppen und Seitengassen hinter dem Hügel, wo der Rhythmus deutlich sinkt und man auf Holztüren, kleine Restaurants und Werkstätten trifft, die von der Hauptstraße aus nicht zu sehen sind. Hier ist der Charakter des ehemaligen Geisha-Viertels noch in der Stadtstruktur ablesbar, nicht in einer Rekonstruktion für Touristen. Zur Orientierung empfiehlt es sich, sich absichtlich zu verlaufen: Das Viertel ist kompakt, und man findet stets zurück zur Steigung.

Wie man hinkommt

Wie man hinkommt: Der bequemste Bahnhof für die Gassen ist Kagurazaka, an der Tokyo-Metro-Linie Tozai (Ausgang 2). Für den Tempel ist oft Iidabashi direkter, bedient von der JR Sobu und drei U-Bahn-Linien (Tozai, Yurakucho, Namboku): Vom Westausgang beginnt der Anstieg und in wenigen Minuten steht man vor dem Zenkokuji. Eine dritte Möglichkeit ist Ushigome-Kagurazaka an der Toei-Oedo-Linie. Das Viertel wird zu Fuß erkundet; am besten tagsüber oder am frühen Abend, wenn die Restaurants ihre Schilder anschalten, die Gassen aber ruhig bleiben. Im Sommer findet rund um den Tempel das Kagurazaka Matsuri statt, mit dem Markt der Hozuki-Laternen und den Awa-Odori-Tänzen entlang der Hauptstraße.

Verwandte Reiseführer: Ungewöhnliches Japan: Reiseziele und Routen abseits der Touristenpfade.

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Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Kagurazaka?

Il periodo consigliato è März, April, Mai, Oktober e November, quando è meno affollata.

Kagurazaka è affollata?

Kagurazaka è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.

Dove si trova Kagurazaka?

Kagurazaka si trova in Kagurazaka, Tokio, Japan.

Anfahrt

  • 🚆 Nächster Bahnhof: 飯田橋 ~0 km Luftlinie
  • ✈️ Nächster Flughafen: 東京国際空港 HND ~18 km Luftlinie

Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.

Adatto a: Marzo Aprile Maggio Ottobre Novembre

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