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Ungewöhnliches Japan: Ziele und Routen abseits der touristischen Pfade

Führer zum ungewöhnlichen Japan abseits der Routen: stille Tempel, urbane Schluchten und historische Viertel zwischen Kyoto, Tokyo und darüber hinaus.

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Foto: Ferruccio Zanone (CC BY-SA 4.0) — Flickr

Wer nach Japan abseits der touristischen Pfade aufbricht, entdeckt schnell, dass das Problem nicht darin liegt, außergewöhnliche Orte zu finden, sondern sie dem Gedränge zu entziehen. Der Bambuswald von Arashiyama, Fushimi Inari, die Kreuzung von Shibuya: großartige Orte, die selbst in der Nebensaison überfüllt sind. Die gute Nachricht: wenige Straßenzüge oder eine Metrostation weiter genügen, um das Register vollständig zu wechseln. Und Japans engmaschiges, pünktliches Bahnnetz macht es leicht, Ziele zu erreichen, an denen der Massentourismus schlicht nicht ankommt. Ab dem 1. Juli 2026 steigt die Ausreisesteuer von 1.000 auf 3.000 Yen: ein weiterer Grund, gut zu planen und jeden Tag zu nutzen.

Kyoto

Wir beginnen in Kyoto, das das Schlimmste und das Beste in sich vereint. In den westlichen Hügeln, jenseits des Bambus, den alle fotografieren, gelangt man zu Otagi Nenbutsu-ji: eintausendzweihundert Rakan-Statuen, zwischen 1981 und 1991 von Laien gemeißelt, heute von Moos überzogen, jede mit einem anderen Ausdruck. Wenige Besucher steigen bis hier hinauf, und die Atmosphäre bleibt intim. Ebenfalls in der Umgebung von Sagano verbirgt sich Gio-ji, ein winziges Kloster, dessen Moosgarten allein den Umweg wert ist. In der Stadt selbst, im Viertel Takagamine, bietet Genko-an seine beiden berühmten Fenster — eines rund, eines quadratisch — und eine Decke aus den bluttriefenden Dielen der Burg Fushimi: Geschichte und Meditation an einem fast immer leeren Ort. Um das Kyoto der Geiko zu verstehen, lohnt sich schließlich die Suche nach der Sumiya in Shimabara, dem einzigen erhaltenen Ageya: einst Bankett-Haus und Treffpunkt von Verschwörern, heute ein prachtvolles Beispiel der Vergnügungsarchitektur der Edo-Zeit.

Tokyo

In Tokyo wird das Spiel noch subtiler, denn hier lebt das Ungewöhnliche mit dem Alltäglichen zusammen. Hinter Shinjuku bewahrt Kagurazaka gepflasterte Gassen, Ryotei und eine überraschende französische Ader — ein Erbe der Nachkriegszeit. In Takanawa hütet der Tempel Sengaku-ji die Gräber der 47 Ronin von Akō, der berühmtesten Geschichte von Treue und Rache Japans, noch immer mit Räucherstäbchen geehrt. Wer die Natur in der Metropole sucht, fährt nach Setagaya zu Todoroki Keikoku, einer grünen, vom Fluss Yazawa gegrabenen Schlucht, kühl und schattig, in wenigen Minuten von der Station erreichbar. Und für das exzentrischste Japan gibt es das Parasiten-Museum in Meguro, kostenlos, mit dreihundert Exemplaren und einem 8,8 Meter langen Bandwurm: bizarr, ja, aber offenbarend für eine museale Kultur, die die Peinlichkeit nicht scheut.

Jenseits der Städte

Wenn die beiden Metropolen erschöpft sind, beginnt das eigentliche Japan abseits der Route andernorts. Kanazawa, am Japanischen Meer und zweieinhalb Shinkansen-Stunden von Tokyo entfernt, verbindet Samurai-Viertel, Teehäuser und eine lebendige Kunstszene: die überzeugendste Alternative zu Kyoto. Takayama, in den Japanischen Alpen, bewahrt ein Zentrum aus hölzernen Kaufmannshäusern und Sake-Brauereien; Himeji, bei Osaka, besitzt die schönste Feudalburg des Landes. Wer durch die Geschichte wandern will, kann auf einem Abschnitt der alten Nakasendō, acht Kilometer gepflasterten Pfad durch die Berge von Kiso, die Dörfer Magome und Tsumago verbinden.

Weiter nördlich bleibt Tōhoku eine der am wenigsten bereisten Regionen: Kakunodate mit seinem Samurai-Viertel, Hirosaki und seine Burg zwischen Kirschbäumen, Ginzan Onsen mit den gasbeleuchteten Ryokan. Wer Spiritualität sucht, findet in Kōyasan, im Tagesausflug von Osaka erreichbar, den Friedhof Okunoin zwischen jahrhundertealten Zedern, während der Kumano Kodō tagelanges Wandern auf alten shintoistischen Pilgerwegen bietet. Auch Ziele wie Toyama mit der Tateyama-Kurobe-Alpenroute und den UNESCO-Dörfern von Gokayama zeigen sich, noch überraschend leer.

Praktische Tipps

Drei praktische Ratschläge für eine wirklich abseitige Reise. Erstens: besuchen Sie berühmte Orte im Morgengrauen und die weniger bekannten am Nachmittag, wenn die Reisebusse schon abgefahren sind. Zweitens: wählen Sie als Basis eine mittelgroße Stadt — Kanazawa, Takayama, Matsumoto — statt der Achse Tokyo-Kyoto-Osaka. Drittens: übernachten Sie mindestens eine Nacht in einem ländlichen Ryokan oder in einem Tempel (Shukubō): dort, mehr als in jeder Attraktion, offenbart sich der Rhythmus des authentischen Japan. Mit ein wenig Flexibilität werden auch die berühmten Ziele wieder erträglich — und die vergessenen zum Herz der Reise.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Ungewöhnliches Japan?

Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Ungewöhnliches Japan?

Ungewöhnliches Japan si trova in Italien.

Adatto a: Aprile Maggio Giugno Settembre Ottobre

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