Kōyasan: die Nacht zwischen den Gräbern der Mönche im heiligen Herzen Japans
In einem buddhistischen Tempel schlafen, mit Shōjin-Küche zu Abend essen und im Nebel zwischen 200.000 Gräbern wandeln: Kōyasan ist das Japan, das man meditiert.
Foto: 663highland (CC BY 4.0) — Wikimedia Commons
Kōyasan ist eine Klosterstadt, 816 vom Mönch Kūkai (Kōbō Daishi) auf einer von acht Gipfeln umgebenen Hochebene in der Präfektur Wakayama gegründet. Heute beherbergt sie 117 Tempel, von denen mehr als fünfzig Besuchern Unterkunft bieten – das Shukubō, die Erfahrung, in einem buddhistischen Tempel zu übernachten.
Okunoin: der größte Friedhof Japans
Der Weg, der durch den Okunoin führt, ist zwei Kilometer lang und verläuft zwischen über 200.000 Gräbern und Gedenksteinen, die bis zu tausend Jahre alt sind. Riesige Zedern bilden ein Gewölbe über dem Pfad. Die Steinlaternen sind mit Moos bedeckt. Am Ende des Weges liegt das Mausoleum Kūkais, wo sich der Mönch – nach der Shingon-Tradition – noch immer in ewiger Meditation befindet. Eine Lampe brennt seit 835 n. Chr. ohne je zu erlöschen.
Der beste Zeitpunkt für den Okunoin ist bei Sonnenaufgang, bevor die Reisegruppen kommen, oder bei Sonnenuntergang, wenn sich die Schatten der Zedern zwischen den Gräbern ausdehnen. Die geführte Nachttour (kostenlos, von einigen Tempeln angeboten) verwandelt den Friedhof in ein mystisches Erlebnis.
Das Leben im Tempel
Das Shukubō ist eine wesentliche Erfahrung. Man schläft auf Futons in Räumen mit Tatami, die auf Zen-Gärten hinausgehen. Abendessen und Frühstück bestehen aus Shōjin Ryōri, der vegetarischen buddhistischen Küche: Sesam-Tofu, Gemüse-Tempura, Wurzeln, Reis. Um 6 Uhr morgens nimmt man am Morgengebet teil – die Mönche singen die Sutras in einem dunklen, von Kerzen beleuchteten Saal. Es ist kein Themenhotel: Es ist das monastische Leben, für eine Nacht geteilt.
Kongōbu-ji und der Danjō Garan
Der Haupttempel, Kongōbu-ji, birgt den größten Stein- und Sandgarten Japans. Der heilige Komplex Danjō Garan umfasst die große rote Pagode Konpon Daitō, von jedem Punkt der Hochebene aus sichtbar. Das Reihōkan-Museum bewahrt Mandalas und Skulpturen aus der Heian-Zeit.
Anreise
Ab Osaka Namba: Nankai-Zug bis Gokurakubashi (90 Min.) + Standseilbahn (5 Min.). Das Shukubō ist Wochen im Voraus über die Websites der einzelnen Tempel oder die Kōyasan Shukubō-Vereinigung zu buchen. Frühling und Herbst sind ideal; der Winter bringt Schnee und eine noch tiefere Stille.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Kōyasan?
Il periodo consigliato è April, Mai, Oktober e November, quando è meno affollata.
Kōyasan è affollata?
Kōyasan è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Kōyasan?
Kōyasan si trova in Kōyasan, Wakayama, Japan.