Statt Duomo di Milano: das versteckte Milano hinter den Fialen
Was man in Milano jenseits des Duomo sehen kann: freskierte Kirchen, Liberty-Höfe, Navigli und Ausflüge in die Lombardei fernab der Menschenmassen.
Vor dem Duomo herrscht fast immer Warteschlange, und die Terrasse muss man tagelang im Voraus buchen. Doch wer sucht, was man in Milano jenseits des Duomo sehen kann, wird bemerken, dass fünf Minuten zu Fuß vom Domplatz genügen, um in eine Stadt aus stillen Kreuzgängen, Renaissance-Fresken und Innenhöfen einzutauchen, die kein flüchtiger Reiseführer zeigt. Hier eine Route für das Milano hinter den Fialen, plus einige Ausflüge in die Lombardei für alle, die einen zusätzlichen Tag haben.
Im Zentrum von Milano
**Nur wenige Schritte von der Kathedrale.** Die erste Überraschung liegt hinter einer anonymen Fassade im Corso Magenta: Die Kirche San Maurizio al Monastero Maggiore, das wichtigste ehemalige Frauenkloster der Stadt, ist vollständig mit Fresken von Bernardino Luini und seiner Schule (1522-1529) bedeckt, weshalb sie die "Sixtinische Kapelle von Milano" genannt wird. Der Eintritt ist dank der Freiwilligen des Touring Club frei, und sie ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet. Das ganze Viertel und seinen Weinberg finden Sie in Hinter dem Corso Magenta: der Weinberg von Leonardo und die Sixtinische Kapelle, die Milano vergisst.
Ebenfalls im Zentrum, an der Piazza Santo Stefano, beherbergt San Bernardino alle Ossa ein Beinhaus aus dem 17. Jahrhundert mit von Schädeln bedeckten Wänden und einem von Sebastiano Ricci freskierten Gewölbe: makaber und großartig zugleich. Nur einen Steinwurf vom Duomo entfernt, in der Via Torino, verbirgt die Kirche Santa Maria presso San Satiro den berühmten "falschen" Chor Bramantes, eine gemalte Perspektive, die auf wenigen Zentimetern Mauer eine nicht vorhandene Tiefe vortäuscht.
**Höfe, Stein und Liberty.** Das mittelalterliche Milano überlebt im Viertel der Cinque Vie, der ältesten Kreuzung der Stadt, zwischen Toren, die sich auf gepflasterte Innenhöfe öffnen, und dem Palazzo der Ca' de Sass. Die Erzählung dieser Gassen findet sich in Cinque Vie: Steinhöfe und das mittelalterliche Milano hinter dem Duomo. Wenn man sich in Richtung Porta Venezia bewegt, reiht das sogenannte Quadrilatero del Silenzio (rund um Via Mozart und Via Serbelloni) Liberty- und Déco-Villen einen Steinwurf vom Verkehr entfernt aneinander: nachzulesen in Das Quadrilatero del Silenzio, Schmuckkästchen des Liberty und Déco in Milano. Zum Abschluss gehen Sie hinunter zum Naviglio Grande: Der Vicolo dei Lavandai mit seinem alten Steinwaschhaus ist einer der fotogensten und unerwartetsten Winkel der Stadt. Wer die Kunst des 20. Jahrhunderts liebt, kann das kostenlose Casa Museo Boschi Di Stefano mit Hunderten von Werken in einer Wohnung der Zeit hinzufügen.
Ausflüge in die Lombardei
**Wenn sich die Stadt am Wochenende leert.** Von Milano aus erreicht man in weniger als einer Stunde mit Zug oder Auto lombardische Ziele, die dem Reiseplan Luft geben. Richtung Varesotto, zwischen den Hügeln, bewahren die Ruinen und die Kapelle Santa Maria foris portas einen außergewöhnlichen frühmittelalterlichen Freskenzyklus: Es ist die Geschichte von Castelseprio: byzantinische Fresken zwischen den Hügeln des Varesotto. Am Lago Maggiore, an den Fels gedrängt und senkrecht über dem Wasser, liegt eine der szenografischsten Einsiedeleien Italiens, erzählt in Santa Caterina del Sasso, die Einsiedelei senkrecht über dem Lago Maggiore.
Wer eine Wanderung nicht scheut, erobert sich oberhalb von Civate, im Gebiet von Lecco, zu Fuß eine der schönsten romanischen Abteien der Region: San Pietro al Monte: die Abtei, die man zu Fuß erobert. Weiter östlich, im Valle Camonica, entziffern sich die Felsritzungen des UNESCO-Welterbes beim Spaziergang zwischen den Felsblöcken von Naquane, die geritzten Steine, die achttausend Jahre Camunni erzählen.
Richtung Süden bringt eine halbe Stunde Zug nach Pavia, wo die Universitätskreuzgänge aus dem 19. Jahrhundert eine Pause im Schatten der Magnolien bieten: Der Ort findet sich in Zwischen Magnolien und Kreuzgängen: die Höfe der Universität Pavia. Und wer bereit ist, an den Ceresio zu wandern, an die Grenze zur Schweiz, erwartet ein sehr seltenes frühchristliches Denkmal: Das Baptisterium von Riva San Vitale: Stein des 5. Jahrhunderts am Ufer des Ceresio.
Wie man sich organisiert
**Wie man sich bewegt.** In der Stadt macht man alles zu Fuß oder mit der Metro; die Kirchen haben variable Öffnungszeiten und schließen oft zur Mittagszeit — prüfen Sie also vor der Abreise. Für die lombardischen Ziele sind Frühling und Frühherbst die besten Zeiten: stabiles Wetter, Seen und Wege in bester Verfassung und keine der Schlangen, die Sie auf die Duomo-Terrasse verzichten ließen. So gesehen hört Milano auf, eine schnelle Etappe zu sein, und wird zu einer Stadt, die man Hof für Hof erkundet.
Praktische Reiseführer für Torino
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Statt Duomo di Milano?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Statt Duomo di Milano?
Statt Duomo di Milano si trova in Italien.