Piódão, die Schieferkrippe in der Serra do Açor
Ein Dorf aus grau-blauem Schiefer, eingebettet in ein unwegsames Tal der Serra do Açor, ohne Elektrizität bis in die Siebzigerjahre. Ein Ort außerhalb der Zeit.
Foto: autore sconosciuto (CC BY-SA 2.5) — Wikimedia Commons
Die Straße nach Piódão verzeiht keine Unentschlossenheit: eng, kurvenreich, eingekeilt zwischen bewaldeten Hängen, die das Sonnenlicht selbst mittags filtern. Und dann öffnet sich plötzlich das Tal, und das Dorf erscheint: Hunderte grau-blaue Häuser, gestaffelt in einem natürlichen Amphitheater, gebaut aus demselben Schiefer, der den Berg bildet, als hätte der Fels einfach beschlossen, Behausung zu werden. Piódão in der Serra do Açor, im Zentralportugal 95 Kilometer von Coimbra entfernt, ist vielleicht das meistfotografierte Dorf des Landes und zugleich eines der am wenigsten besuchten.
Stein und Stille
Der Schiefer ist überall: in den Mauern, in den Böden, in den Dächern, in den Treppen, die die Ebenen des Dorfes wie ein Adernetz verbinden. Türen und Fenster, kobaltblau oder gelb gestrichen, sind die einzigen Farbtupfer in diesem grau-grünen Universum. Piódão hatte bis in die 1970er Jahre keinen Strom und blieb lange nur zu Fuß oder zu Pferd erreichbar. Heute halten sich einige Dutzend Bewohner, die zum Teil zurückgekehrt sind, um kleine Pensionen und Wirtshäuser zu führen.
Was zu tun und was zu essen ist
Der Fußweg um das Dorf herum dauert etwa eine Stunde und steigt bis zu einem Aussichtspunkt an, von dem das gesamte Tal überblickt wird. Die Igreja de Nossa Senhora do Pranto, deren weiße Fassade sich vom Grau des Steins abhebt, ist der Treffpunkt des Ortes. In der Küche dominiert die truta do rio – Flussforelle vom Grill mit Knoblauch und Petersilie –, gefangen in den Bächen der Serra do Açor, und das caldo verde de couves, eine Kohlsuppe, die die frischen Höhenabende erwärmt.
Anreise und beste Reisezeit
Piódão gehört zu den Aldeias Históricas de Portugal, einem Aufwertungsprogramm für zwölf historische Dörfer Zentralportugals. Der Frühling zwischen März und Mai ist die beste Jahreszeit: Die Berghänge bedecken sich mit gelbem Ginster, und das durch die Kastanien gefilterte Licht schafft fast surreale Stimmungen. Im Sommer ist das Dorf dank Höhenlage und Walddichte selbst in den Mittagsstunden kühl.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Piódão?
Il periodo consigliato è März, April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Piódão è affollata?
Piódão è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Piódão?
Piódão si trova in Piódão, Coimbra, Portugal.