Monsanto, zwischen Granitfelsen und Häusern, die aus dem lebendigen Fels wachsen
Monsanto in Portugal ist das Dorf, in dem die Häuser zwischen riesigen Granitfelsen wachsen, 1938 zum portugiesischsten Dorf Portugals gewählt.
Foto: Portuguese_eyes (CC BY-SA 4.0) — Flickr
Wo die Häuser zwischen den Felsen wachsen
Monsanto ist kein auf dem Fels erbautes Dorf. Es ist ein im Fels erbautes Dorf. Granitfelsen, so hoch wie Paläste, dienen als Wände, als Dächer, als Unterschlupf. Die Häuser schmiegen sich in die Zwischenräume der Felsen wie hartnäckige Pflanzen, und die Grenze zwischen dem Werk der Natur und dem Werk des Menschen ist so verschwommen, dass sie nicht mehr erkennbar ist. 1938 wurde Monsanto zum "aldeia mais portuguesa de Portugal" gewählt — dem portugiesischsten Dorf Portugals — und der silberne Hahn des Preises thront noch heute auf dem Uhrturm.
Monsanto liegt im Distrikt Castelo Branco im zentralen Landesinneren Portugals, etwa 280 km von Lissabon und 50 km von Castelo Branco entfernt. Der Zugang ist nur mit dem Auto möglich: Von Castelo Branco nimmt man die N240 Richtung spanischer Grenze und biegt nach Idanha-a-Nova ab. Es gibt keine direkten öffentlichen Verkehrsmittel.
Was in Monsanto zu sehen ist
Die Burg und der Aufstieg zum Gipfel
Das Castelo de Monsanto besetzt den Gipfel des Berges (758 m) und ist über einen Weg aus Treppen und Pfaden erreichbar, die sich zwischen zyklopischen Felsblöcken hinaufwinden. Die Ruinen der Burg, im 12. Jahrhundert von den Templern erbaut und später erweitert, verschmelzen mit dem natürlichen Fels zu einer einzigen Granitmasse. Vom Gipfel schweift der Blick über die Raia (die spanische Grenze), die Serra da Malcata und die Ebenen der Beira Baixa. An den klarsten Tagen sieht man die Berge der Serra da Estrela.
Die Felsenhäuser und die Zisterne
Durch Monsanto zu spazieren ist eine Übung fortlaufenden Staunens. Häuser mit Felsen, die das Dach durchbrechen, in den Fels gehauene Eingangstüren, Ställe unter überhängenden Steinen. Die Zisterne, ein in den Berg gehauener Gewölbesaal, der im Belagerungsfall als Wasserreserve diente, kann besichtigt werden und vermittelt einen Eindruck vom Alltag an diesem extremen Ort. Entlang des Aufstiegs bewahren einige Häuser die Mafras — natürliche Schutzräume unter Felsen, die als Lager, Ställe oder Unterstände dienten.
Die Capela de São Miguel und der Torre Lucano
Die romanische Capela de São Miguel erhebt sich mit entwaffnender Schlichtheit in einer Felsnische. Der Torre Lucano, ein Überrest der römischen Befestigungen auf dem Gipfel, zeugt von einer menschlichen Präsenz, die über zweitausend Jahre zurückreicht. Monsanto war ein lusitanisches Oppidum, ein römisches Castrum, ein westgotischer Zufluchtsort, eine Templerfestung: Jede Epoche hat ihre Spur im Stein hinterlassen.
Die Festa da Santa Cruz
Am 3. Mai, dem Tag des Heiligen Kreuzes, wird die Festa das Cruzes gefeiert, das älteste und spektakulärste Fest Monsantos. Die Frauen des Dorfes steigen zur Burg hinauf und tragen dabei mit Blumen gefüllte Tongefäße auf dem Kopf, die sie am Ende der Prozession von den Mauern werfen. Die Geste erinnert an eine mittelalterliche Belagerung, während der die Bewohner das letzte Kalb von den Mauern warfen, um die Belagerer zu überzeugen, dass sie noch reichlich Nahrung hatten. Die auf den Felsen zerschellenden Scherben erzeugen ein Dröhnen, das durch das Tal hallt.
Was man essen sollte
- Cabrito estonado: entbeintes und aufgerolltes Zicklein, mit Kräutern gefüllt und im Holzofen gebacken. Spezialität für Feste und wichtige Anlässe.
- Migas de pão de milho: Krümel aus Maisbrot, in Olivenöl mit Knoblauch und Grünkohl gebraten. Unverzichtbare Beilage zu Fleischgerichten.
- Requeijão: frischer Schafsricotta, süß und delikat, serviert mit Heidehonig oder Feigenkonfitüre.
- Bolo de azeite: Kuchen mit Olivenöl, aromatisiert mit Zimt und Zitrone, typisch für die Beira Baixa.
Das Restaurante Taverna Lusitana im Dorfzentrum serviert regionale Gerichte in einem rustikalen Ambiente mit karierten Tischdecken und Hauswein in Tonkrügen. Die Adega Típica O Cruzeiro ist eine informellere Alternative mit großzügigen Portionen.
Wann hinfahren
Die idealen Monate sind April, Mai, Juni, September und Oktober. Der Sommer im portugiesischen Landesinneren kann glühend sein, mit Temperaturen, die 40 °C streifen. Der Frühling ist die schönste Jahreszeit, mit den blühenden Ginsterbüschen, die die umliegenden Hügel golden färben. Der 3. Mai (Festa das Cruzes) ist der authentischste Moment, um das Dorf zu besuchen.
Stein und Beharrlichkeit
Monsanto ist ein Monument menschlicher Beharrlichkeit. Hier zu leben war nie einfach: das knappe Wasser, die Winterkälte, die Isolation. Und doch haben Menschen diese Felsen als Heimat gewählt, und einige tun es weiterhin. In den Sommerabenden, wenn der Stein die Wärme des Tages zurückgibt und die Schwalben zwischen den Felsen kreisen, versteht man den Grund. Es ist nicht Nostalgie nach der Vergangenheit: Es ist das Bewusstsein, dass gewisse Orte eine Seele haben, die jeder Moderne widersteht.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Monsanto?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Monsanto è affollata?
Monsanto è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Monsanto?
Monsanto si trova in Monsanto, Beira Baixa, Portugal.