Cesi, der Berg, der über dem Becken von Terni atmet
Am Monte Eolo hängend, verbirgt Cesi sieben Kirchen, eine legendäre unterirdische Stadt und Luftströme, die aus dem Innern des Fels aufsteigen.
Foto: LigaDue (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Vom Asphalt der Staatsstraße 79 steigt eine Straße hinauf, die sich rasch, fast ungeduldig aufsteigt, wie um dem Verkehr des Beckens von Terni zu entkommen. Dann die Stille: Olivenbäume, Zikaden, und plötzlich die Mauern von Cesi, mittelalterliches Dorf auf 429 Metern über dem Tyrrhenischen Meer, an die Flanke des Monte Eolo gekauert wie ein Schwalbennest auf einem steinernen Fenstersims.
Der Berg, der atmet
Die Besonderheit, die Cesi zu einem außergewöhnlichen Ort macht, liegt in den Spalten des Felsens unter dem Dorf: Im Sommer strömen daraus kühle Luftzüge, im Winter wehen sie lau wie der Atem eines Riesen. Keine Magie, sondern Geologie: ein System aus Karsthöhlen, das die Lufttemperatur reguliert. Daher der Beiname: der Berg, der atmet. Die Einheimischen nutzen dies aus, indem sie sich an August-Abenden auf die Mäuerchen setzen, wenn Terni im Tal schwitzt und man hier oben eine Jacke trägt.
Sieben Kirchen und ein vergessenes Meisterwerk
Für ein Dorf mit wenigen hundert Seelen weist Cesi sieben Kirchen auf. Die kostbarste ist Santa Maria Assunta, wo der Maestro di Cesi — umbrischer Maler des frühen 14. Jahrhunderts — 1308 ein Dossale mit der Thronenden Madonna zwischen Heiligen von seltener farblicher Feinheit hinterließ. Im Palazzo Stocchi haben Cinquecento-Fresken lokaler Schule überlebt; der Palazzo Contelori erzählt hingegen von den Jahrhunderten, in denen Cesi eine autonome Kommune war, bis zur Eingliederung 1927.
Carsulae, das umbrische Pompeji
Vier Kilometer entfernt in der Ebene, entlang der alten Via Flaminia, breiten sich die Ruinen von Carsulae aus: Amphitheater, Theater, Basilika, der Bogen von San Damiano und Abschnitte römischen Pflasters, die noch kein Reiseveranstalter in seine Pakete aufgenommen hat. Der Eintritt ist fast kostenlos, die Menschenmengen praktisch nicht existent, und man hat — beim Wandern zwischen den mit Flechten bewachsenen Steinen — das Gefühl, eine ganze Stadt aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. für sich allein zu haben.
Wann und wie hinfahren
Frühling und Herbst sind die perfekten Jahreszeiten: Die Luft ist klar und die Farben der Täler unterhalb des Aussichtspunkts erinnern an eine Landschaft aus dem Sienesischen. Cesi liegt etwa 10 Kilometer von Terni entfernt, mit dem Auto in einer Viertelstunde erreichbar. Es gibt keine Sternerestaurants, aber eine familiengeführte Trattoria serviert Tagliatelle mit Trüffeln und gebratene Taube — Gerichte, die weniger kosten als ein Pizza-Abend in der Stadt.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Cesi?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Cesi è affollata?
Cesi è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Cesi?
Cesi si trova in Cesi, Terni, Italien.