Italien

Verstecktes Kampanien: geheime Dörfer und ungewöhnliche Orte jenseits von Napoli und der Amalfiküste

Kampanien, wenig bekannte Orte: Dörfer im Irpinia und Cilento, Abteien, Grotten und das unterirdische Napoli jenseits von Amalfiküste und Capri.

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Wenn man an Kampanien denkt, wandert der Sinn sofort zur Amalfiküste, nach Capri und zur Uferpromenade von Napoli. Doch wer wenig bekannte Orte in Kampanien sucht, entdeckt rasch, dass der überraschendste Teil der Region dort beginnt, wo die Reihen der Touristenbusse enden: im Hinterland von Irpinia und Sannio, zwischen den Steinen des Cilento und sogar unter den Palästen der neapolitanischen Altstadt. Dieser Führer versammelt authentische Ziele, in einem Tag oder Wochenende erreichbar, um ein Kampanien jenseits der Ansichtskarten zu erkunden.

**Das Hinterland: Irpinia, Sannio und Vallo di Diano**

Beginnen wir in den inneren Hügeln, wo die Dörfer einen Rhythmus bewahren, den die Küste längst verloren hat. Im oberen Irpinia überrascht Bisaccia mit seiner herzoglichen Burg und einem Labyrinth steinerner Gassen mit Blick nach Apulien: ein perfekter Aussichtspunkt an der Grenze zweier Regionen. Nicht weit entfernt, in den Wäldern oberhalb von Sant'Angelo dei Lombardi, erzählen die Ruinen der Abtei von Goleto von acht Jahrhunderten zisterziensischen Mönchtums in fast völliger Stille. Wer Dörfer liebt, die von nationalen Rundfahrten ausgezeichnet wurden, kann Zungoli mit seiner normannischen Burg oder das szenografische Sant'Agata de' Goti im Sannio ergänzen, auf einem Tuffsteinsporn errichtet: zwei Etappen, die in diesem Führer fehlen, sich aber leicht einfügen lassen.

Vallo di Diano und Cilento

Weiter zum Vallo di Diano und ins innere Cilento sind zwei Etappen die Reise wert. In Padula ist das frühchristliche Baptisterium von San Giovanni in Fonte auf einer noch lebendigen Quelle entstanden, ein sehr seltener Fall von Wasser, das weiterhin in einer Kultstätte fließt. Und dann ist da Roscigno Vecchia, das Museumsdorf des Nationalparks Cilento, das Anfang des 20. Jahrhunderts durch Erdrutsche entleert wurde: Der Platz, die Läden und die Steinhäuser sind intakt geblieben, und heute ist es einer der stimmungsvollsten Orte Süditaliens. Für Naturliebhaber bieten die nahen Gole del Calore Wanderungen und glasklares Wasser.

**Caserta und das Salernitanische jenseits des Königspalastes**

Die Provinz Caserta ist nicht nur ihr berühmter Königspalast. In Capua bewahrt die Basilika Sant'Angelo in Formis einen mittelalterlichen Freskenzyklus, so vollständig, dass er die "Sixtinische Kapelle des Mittelalters" genannt wird: ein Meisterwerk des 11. Jahrhunderts, fast immer leer. Im Salernitanischen, in Olevano sul Tusciano, birgt das Grottenheiligtum von San Michele frühmittelalterliche Sakralbauten, die buchstäblich in den Berg gehauen und hineingebaut sind, nur mit einer kurzen Wanderung und einer Führung erreichbar.

**Das Napoli, das man zu Fuß entdeckt (und unter den Füßen)**

Auch im Herzen Napolis kann man dem Gedränge entfliehen. Der Cortile delle Statue neben den Quartieri Spagnoli zeigt, wie wenige Schritte genügen, um vom Chaos zu einem stillen Kreuzgang zu wechseln. An der Uferpromenade schenken Borgo Marinari und das Pallonetto am Fuß des Castel dell'Ovo die Atmosphäre eines alten Fischerdorfs, nur einen Steinwurf von der Via Caracciolo entfernt.

Der Untergrund der Sanità

Doch die stärksten Überraschungen hält der Untergrund bereit, alle konzentriert im Rione Sanità. Die Katakomben von San Gennaro, in den Tuffstein gehauen und von jungen Kooperativen des Viertels betrieben, sind der bedeutendste frühchristliche Komplex Süditaliens. Nicht weit entfernt enthüllt die Cripta dei Cristallini intakte hellenistische Hypogäen, Zeugnis der griechischen Neapolis. Und an der Oberfläche sind die szenografischen Falkenflügeltreppen des Rione Sanità, signiert von Ferdinando Sanfelice, ein kleines Barockmeisterwerk, das die Massentouren ignorieren.

**Praktische Tipps**

Ein Großteil dieser Orte belohnt, wer mit Ruhe reist. Für das Hinterland von Irpinia, Sannio und Cilento ist ein Auto nahezu unverzichtbar, während Napoli und seine Hypogäen bestens zu Fuß und mit der Metro zu besichtigen sind. Frühling und Herbst sind die idealen Jahreszeiten: mildes Klima, kräftige Farben und praktisch leere Stätten. Der Aufenthalt auf einem Agriturismo, besonders in den inneren Tälern, bedeutet auch die Entdeckung einer Küche aus lokalen Produkten (Caciocavallo Podolico, irpinische Weine, hausgemachte Süßspeisen), fern der touristischen Menüs der Küste. Der Besuch dieser Orte ist schließlich nicht nur eine Geschmacksfrage: Er hilft kleinen Gemeinschaften, Denkmäler und Traditionen lebendig zu halten, die andernorts verschwinden würden.

Praktische Reiseführer für Amalfi

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Verstecktes Kampanien?

Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Verstecktes Kampanien?

Verstecktes Kampanien si trova in Italien.

Adatto a: Aprile Maggio Giugno Settembre Ottobre

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