Was man in Gubbio in 2 Tagen sehen sollte: die im Mittelalter schwebende Steinstadt
Zwei Tage in Gubbio zwischen dem Palazzo dei Consoli, den Iguvinischen Tafeln, der Seilbahn zum Monte Ingino, perfekt erhaltenen mittelalterlichen Gassen und seit acht Jahrhunderten lebendigen Traditionen.
Foto: Labicanense (CC BY 4.0) — Wikimedia Commons
Gubbio in 2 Tagen: das lebendige Mittelalter Umbriens
Gubbio ist vielleicht die am besten erhaltene mittelalterliche Stadt Italiens. An den Monte Ingino gelehnt, vollständig aus grauem Kalkstein erbaut, wirkt sie wie einer Miniatur des 14. Jahrhunderts entsprungen. Aber sie ist kein Freilichtmuseum: Sie ist eine lebendige Stadt mit jahrtausendealten, noch heute gepflegten Traditionen und einer Energie, die überrascht.
Tag 1: Das mittelalterliche Zentrum
Vormittag
Beginnt an der Piazza Grande, einer der spektakulärsten Plätze Italiens. Schwebend über dem Tal auf großen Bögen, die sie stützen, bietet er ein Panorama über die umbrische Ebene, das den Atem raubt. Der Palazzo dei Consoli, ein Meisterwerk des 14. Jahrhunderts, dominiert mit seiner Masse: Im Inneren bewahrt das Museo Civico die Iguvinischen Tafeln, sieben Bronzetafeln aus dem 3.–1. Jahrhundert v. Chr. mit Inschriften in umbrischer Sprache – das wichtigste vorrömische italische Dokument, das existiert.
Gegenüber vervollständigt der Palazzo Pretorio (heute Rathaus) die Harmonie des Platzes.
Nachmittag
Geht die Via dei Consoli hinunter, die mittelalterliche Hauptstraße, gesäumt von Steinpalästen, bis in den unteren Teil der Stadt. Besucht den Palazzo del Bargello mit der Fontana dei Matti (die Tradition besagt, dass wer dreimal um den Brunnen läuft, die "Verrücktheits-Bescheinigung" von Gubbio erhält) und die Kirche San Francesco mit den Fresken von Ottaviano Nelli.
Versteckter Schatz: Geht die Via Galeotti hinauf bis zur Kirche Santa Maria Nuova. Im Inneren ist die Madonna del Belvedere von Ottaviano Nelli ein Fresko von höchster Anmut, in einer Kirche, die fast kein Tourist besucht. Die Stille verstärkt die Schönheit.
Erkundet weiter die "parallelen Straßen": Gubbio ist auf horizontalen Terrassen gebaut, die durch vertikale Treppen verbunden sind. Sich zwischen der Via Baldassini, der Via Savelli della Porta und den Seitengassen zu verlieren ist die beste Art, die mittelalterliche Stadtstruktur zu verstehen.
Abend
Abendessen in einer der Trattorien des Zentrums: Strangozzi mit schwarzem Trüffel (Gubbio ist Trüffelland), Crescia (eugubinisches Fladenbrot), Agnello Scottadito. Der Sagrantino di Montefalco oder der lokale Grechetto begleiten das Essen.
Tag 2: Monte Ingino, Basilika und Umgebung
Vormittag
Nehmt die Seilbahn (offene Metallkörbe, ein Erlebnis für sich) auf den Monte Ingino. Auf dem Gipfel bewahrt die Basilika Sant'Ubaldo die Gebeine des Schutzpatrons und die drei Ceri, die 4 Meter hohen Holzkonstruktionen, die jedes Jahr am 15. Mai bei der Festa dei Ceri im Laufschritt den Berg hinaufgetragen werden – eine der spektakulärsten und ältesten Traditionen Italiens.
Vom Berg aus bieten die Panoramawege Aussichten über das gesamte Becken von Gubbio und den Apennin.
Nachmittag
Wieder unten angekommen, besucht das Römische Theater am Fuß der Stadt (1. Jh. v. Chr., noch immer für Sommervorstellungen genutzt) und das Mausoleum des Pomponius Grecinus entlang der Via Flaminia.
Versteckter Schatz: Die Kirche San Secondo, außerhalb der Mauern im Grünen, bewahrt eine frühchristliche Krypta aus dem 5.–6. Jahrhundert mit Freskenfragmenten. Sie ist kaum ausgeschildert, aber wer sie findet, entdeckt einen der ältesten Orte Umbriens.
Wenn ihr Zeit habt, erreicht die Bottaccione-Schlucht (2 km außerhalb der Stadt): Diese Kalksteinschlucht ist in der Geologie berühmt für die Iridiumschicht, die das Aussterben der Dinosaurier markiert. Ein Weg führt komplett durch sie hindurch.
Abend
Setzt euch für den letzten Abend bei Sonnenuntergang auf die Piazza Grande. Das orangefarbene Licht auf dem grauen Stein, die Stille des Tals und die Schwalben, die zwischen den mittelalterlichen Palästen kreisen, sind ein perfekter Abschluss.
Empfohlene Fußwege
- Mittelalterliches Zentrum: Piazza Grande → Via dei Consoli → Palazzo del Bargello → San Francesco → Rückweg über die Treppen (2 km, 2 Stunden)
- Oberer Rundgang: Piazza Grande → Via Galeotti → Santa Maria Nuova → Porta Romana → Rückweg über den Dom (1,5 km)
- Bottaccione-Schlucht: vom Zentrum aus 2 km auf einfachem Pfad in die Schlucht (1 Stunde)
Praktische Tipps
- Am 15. Mai zieht die Festa dei Ceri Tausende Menschen an: mit großem Vorlauf buchen
- Die Seilbahn schließt bei starkem Wind und hat im Winter reduzierte Öffnungszeiten: nachprüfen
- Gubbio ist kompakt und zu Fuß begehbar, aber die Steigungen sind anspruchsvoll
Vertiefungen
Für den Aufenthalt konsultiert Übernachten in Gubbio, Essen in Gubbio und Anreise nach Gubbio.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Was man in Gubbio in 2 Tagen sehen sollte?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Was man in Gubbio in 2 Tagen sehen sollte è affollata?
Was man in Gubbio in 2 Tagen sehen sollte è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Was man in Gubbio in 2 Tagen sehen sollte?
Was man in Gubbio in 2 Tagen sehen sollte si trova in Gubbio, Umbrien, Italien.