Die ionische Küste der Basilikata: Metaponto, Nova Siri und die vergessenen Strände
Zwischen Überresten der Magna Graecia und fast menschenleeren goldenen Sandstränden ist die ionische Küste der Basilikata die perfekte Alternative zum überlaufenen apulischen Strandtourismus in der Nachbarschaft.
Foto: Demincob (CC BY 4.0) — Wikimedia Commons
Die Basilikata besitzt nur 35 Kilometer Küste am Ionischen Meer, doch diese 35 Kilometer bergen ein Geheimnis, das die Apulier gut kennen und eifersüchtig hüten: weite Strände, feiner goldener Sand, kristallklares Meer und ein verschwindend geringer Bruchteil der Touristen, die den Salento oder die Küste des Gargano überschwemmen. Hier, zwischen Metaponto und Nova Siri, bietet die lukanische Küste ein authentisches Badeerlebnis, das einem verschwundenen Italien anzugehören scheint.
Metaponto ist das kulturelle Herz dieser Küste. Im 7. Jahrhundert v. Chr. von achäischen Siedlern gegründet, war es eine der bedeutendsten Städte der Magna Graecia – hier verbrachte Pythagoras seine letzten Lebensjahre und lehrte in seinem berühmten Zirkel. Von der ruhmreichen Vergangenheit zeugen die Tavole Palatine, fünfzehn dorische Säulen des Hera-Tempels, die sich in einer atemberaubenden Eleganz gegen den Himmel abzeichnen. Das archäologische Areal lässt sich in weniger als zwei Stunden besichtigen und umfasst das griechische Theater, das römische Castrum und das kleine, aber überaus reiche Nationale Archäologische Museum, in dem Goldschmuck, rotfigurige Keramiken und die Rekonstruktion des Heiligtums des Apollo Lykaios zu sehen sind.
Vom archäologischen Gebiet bis zum Meer sind es weniger als drei Kilometer. Der Strand von Metaponto Lido erstreckt sich über Kilometer nach Norden und Süden mit weiten, gut gepflegten freien Strandabschnitten. Das Wasser ist ruhig, der Meeresboden fällt sanft ab – perfekt für Familien. Der hinterliegende Pinienwald spendet natürlichen Schatten und bietet Picknickplätze. Im Juli und August füllen sich die ausgestatteten Strandbäder, doch schon wenige hundert Meter weiter findet man wieder Einsamkeit.
Auf dem Weg nach Süden entlang der Küstenstraße SS106 – einer Panoramastraße, die parallel zur ionischen Bahnlinie verläuft – kommt man durch Scanzano Jonico, ein landwirtschaftliches Zentrum, umgeben von Orangen- und Erdbeerplantagen, die im Frühjahr die Luft kilometerweit parfümieren. Hier ist der Strand noch wilder: Sanddünen, gesäumt von Meerlilien und Wacholder, mit dem Wald von Policoro im Rücken.
Policoro selbst verdient einen Halt. Die WWF-Oase Bosco Pantano ist eines der letzten Beispiele eines mediterranen Auwaldes: ein Gewirr aus Pappeln, Eschen und Erlen, das bis zum Strand reicht, wo während der Nistsaison (Juni–August) nicht selten die Unechte Karettschildkröte gesichtet werden kann. Das Meeresschildkröten-Rettungszentrum organisiert nächtliche Führungen während der Schlüpfzeit – ein Erlebnis, das für sich allein die Reise wert ist.
Nova Siri, am äußersten Süden der lukanischen Küste, ist der letzte Vorposten vor Kalabrien. Das alte Dorf thront auf einem Hügel und bietet einen Blick, der vom Meer bis zur Bergkette des Pollino reicht. Die Marina von Nova Siri hat weite und noch wenig erschlossene Strände mit Gewässern, die von der ARPAB durchgängig als ausgezeichnet zertifiziert werden. Das Restaurant Da Peppino an der Küstenstraße ist eine Institution für frischen Fisch: Die gemischte Frittura des Ionischen Meeres mit Garnelen, Kalmaren und frisch gefangenen Sardellen bleibt unvergesslich. Wer Fleisch bevorzugt, findet im Agriturismo Masseria del Feudo im Hinterland gegrillte Lammgerichte und lukanische Salsicce mit Blick auf die Olivenhaine.
Um die ionische Küste der Basilikata zu erreichen, ist der schnellste Weg die E847 Basentana bis Metaponto, dann weiter auf der SS106 Jonica nach Süden. Ab Bari sind es rund 100 Kilometer bis Metaponto (eineinhalb Stunden), aus Matera etwa 45 (vierzig Minuten). Die ionische Bahnlinie verbindet Metaponto mit Tarent und Reggio Calabria und hält in Metaponto, Scanzano und Nova Siri.
Das Übernachtungsangebot ist vielfältig und günstig. Das Villaggio degli Argonauti in Metaponto ist eine Ferienanlage mit Pool und direktem Strandzugang, ideal für Familien. Wer etwas Intimeres sucht, findet im B&B Magna Grecia im Zentrum von Bernalda – dem Hügeldorf, das Metaponto überragt und durch Francis Ford Coppola, dessen familiäre Wurzeln hier liegen, bekannt wurde – elegante Zimmer und eine Terrasse mit Meerblick.
Die besten Monate für einen Badeurlaub sind Juni und September, wenn die Temperaturen perfekt und die Strände beinahe menschenleer sind. Juli und August sind voller, aber im Vergleich zu den apulischen Küsten immer noch angenehm. Der Frühling eignet sich ideal für archäologische Besichtigungen und Birdwatching in der WWF-Oase. Diese Küste ist der lebendige Beweis dafür, dass Süditalien noch heute zugängliche, wunderschöne und großartig unterschätzte Paradiese verbirgt.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Die ionische Küste der Basilikata?
Il periodo consigliato è Juni, Juli, August e September, quando è meno affollata.
Die ionische Küste der Basilikata è affollata?
Die ionische Küste der Basilikata è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Die ionische Küste der Basilikata?
Die ionische Küste der Basilikata si trova in Basilikata, Italien.