Die Tavole Palatine von Metapont: ein einsamer griechischer Tempel inmitten der lukanischen Landschaft
Nahe dem Meer von Metapont trotzen fünfzehn dorische Säulen seit 25 Jahrhunderten inmitten der Felder: der Tempel der Magna Graecia, den kaum jemand sucht.
Foto: Mateola (CC BY 3.0) — Wikimedia Commons
Man kommt fast zufällig hierher, indem man von der Staatsstraße abbiegt, zwischen Weizenfeldern und Olivenhainen. Und plötzlich, mitten im Nichts der lukanischen Landschaft, stehen sie: fünfzehn dorische Säulen, die sich seit rund zweieinhalbtausend Jahren aufrecht halten. Es sind die Tavole Palatine, was von einem griechischen Tempel des 6. Jahrhunderts v. Chr. übrig geblieben ist, und das erste, was auffällt, ist genau dies: das Fehlen von allem Übrigen. Kein Dorf ringsum, keine Menge, nur der Wind und die Zikaden.
Der Tempel
Der Tempel erhob sich einige Kilometer vom antiken Metapontion entfernt, einer griechischen Kolonie am Ionischen Meer, in der Nähe des rechten Ufers des Flusses Bradano. Ursprünglich waren die Säulen zweiunddreißig, angeordnet in einer Peristasis mit zwölf Säulen an den Langseiten und sechs an den Kurzseiten; heute stehen noch fünfzehn, zehn an der Nordfront und fünf an der Südseite. Jahrhundertelang nannten die Einheimischen sie Palatinische Säulen oder Konsolen und verbanden sie mit der Legende der Paladine Frankreichs, die sich hier vor dem Aufbruch gegen die Sarazenen versammelt haben sollen.
Die wiederentdeckte Geschichte
Der volkstümliche Name bleibt, doch die Ausgrabungen erzählten eine andere Geschichte. Ein Keramikfragment mit einer Weihinschrift, gefunden bei den Untersuchungen von 1926, ermöglichte es, im Heiligtum einen dem Hera-Kult geweihten Ort zu erkennen. Seither wurden die archäologischen Kampagnen fortgesetzt, bis zu den jüngsten Grabungen der letzten Jahre - ein Zeichen, dass die Stätte noch etwas zu sagen hat.
Der Besuch
Das Schöne ist, dass hier nichts zu reservieren und nichts zu bezahlen ist: Der Zugang zum Gelände ist frei, und man besichtigt es in aller Ruhe, indem man um die Säulenreihe herumgeht, während sich das Licht verändert. Nicht weit entfernt bewahrt das Nationale Archäologische Museum von Metapont die Funde des Territoriums und hilft, sich die einstige Stadt vorzustellen. Doch vor den Säulen genügt schon wenig, um die Kraft des Ortes zu erfassen.
Wann hinfahren
Kommen Sie am frühen Morgen oder am späten Nachmittag, wenn die schräg einfallende Sonne den Stein aufleuchten lässt und die Felder wie gemalt erscheinen. Meiden Sie die drückende Hitze von Juli und August: Frühling und Frühherbst schenken schönere Farben und nahezu vollkommene Stille. Ein Monument der Magna Graecia ganz für Sie allein, weit weg von den Warteschlangen in Paestum.
Anreise
Der Tempel ist mit dem Auto sehr leicht über die SS106 Jonica zu erreichen, die eine eigene Ausfahrt Tavole Palatine mit großem Parkplatz hat, in der metapontinischen Ebene zwischen Tarent und der lukanischen Küste. Der nächstgelegene Bahnhof ist der von Metaponto, wenige Kilometer entfernt. Der Referenzflughafen ist der von Bari.
Praktische Reiseführer für Todi
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Die Tavole Palatine von Metapont?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Die Tavole Palatine von Metapont è affollata?
Die Tavole Palatine von Metapont è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Die Tavole Palatine von Metapont?
Die Tavole Palatine von Metapont si trova in Bernalda (Matera), Basilikata, Italien.
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Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Metaponto ~5 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto di Taranto-Grottaglie TAR ~51 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.