Arènes de Lutèce: das römische Amphitheater versteckt hinter der Rue Monge in Paris
Das gallo-römische Amphitheater aus dem 1. Jahrhundert, das älteste Monument von Paris, hinter einem Durchgang in der Rue Monge 49. Eintritt frei.
Foto: Chabe01 (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
In Paris, im 5. Arrondissement, sieht man das älteste Monument der Stadt nicht von der Straße aus. Die Arènes de Lutèce, ein gallo-römisches Amphitheater aus dem 1. Jahrhundert n. Chr., stecken zwischen den Häusern des Quartier Latin: Man betritt sie durch einen unscheinbaren Durchgang in der Rue Monge 49 oder über den Zugang in der Rue des Arènes und den Square Capitan. Wer auf dem Gehweg vorbeigeht, ahnt nicht, dass sich hinter diesen Toren ein Steinoval von mehreren Dutzend Metern Breite öffnet. Viele Pariser wissen darum, die meisten Touristen nicht – und das genügt, um den Ort selbst in der Hochsaison ruhig zu halten.
Das römische Amphitheater
Das Amphitheater stammt aus der Zeit von Lutetia, dem römischen Namen von Paris. Es konnte bis zu 15.000 Zuschauer fassen und vereinte Arena und Theater in einem: Die Sitzstufen umfassten mehr als die Hälfte des Ovals, mit einer 41 Meter langen Bühne und einer rund 2,5 Meter hohen Podiumsmauer. Unter den unteren Rängen lagen kleine Räume, einige wohl als Tierkäfige genutzt, und entlang der Front neun Nischen, die Statuen aufnehmen sollten. Nach den Einfällen von 275 wurde das Gestein abgetragen und für die Stadtbefestigung wiederverwendet; das Gelände wurde Friedhof und schließlich um 1210, nach dem Bau der Stadtmauer Philipps II. August, überschüttet. Über Jahrhunderte war davon nichts mehr zu sehen.
Die Wiederentdeckung
Die Wiederentdeckung hängt gerade mit jener Straße zusammen, durch die man heute eintritt. Zwischen 1860 und 1869 legte der Archäologe Théodore Vaquer während des Baus der Rue Monge die Reste frei. Die Bewahrung war nicht selbstverständlich: Ein Teil drohte unter Neubauten und einem Straßenbahndepot zu verschwinden. Zu seiner Verteidigung formierte sich ein Komitee von Intellektuellen, die Société des Amis des Arènes, der auch Victor Hugo angehörte. Nach dem Abriss eines Klosters wurde 1883 ein weiteres Drittel entdeckt, und 1896 öffnete das Gelände als öffentlicher Platz. Weitere Grabungen folgten am Ende des Ersten Weltkriegs unter dem Anthropologen Jean-Louis Capitan, an den heute der Name des angrenzenden Squares erinnert.
Was man heute sieht, ist ein Kompromiss zwischen Ruine und Park. Die zentrale Arena aus Stampferde und Kies wird von teilweise rekonstruierten Rängen umgeben; die Nischen der Bühnenfront und die Räume unter den Tribünen sind noch erkennbar. Es ist kein umzäuntes Museum: Die Pariser nutzen es als alltäglichen Raum. An fast jedem schönen Nachmittag spielt man auf dem Sand der Arena Pétanque, Jungs kicken einen Ball, jemand liest auf den Steinstufen, und zur Mittagszeit sieht man häufig Angestellte und Studenten mit ihrer Picknicktüte. Es ist einer der wenigen Orte, an dem man buchstäblich auf einer römischen Struktur sitzt – ohne Ticket, ohne Absperrungen.
Anreise
Die günstigsten Métro-Stationen sind Place Monge (Linie 7), Cardinal Lemoine (Linie 10) und Jussieu (Linien 7 und 10); der Botanische Garten des Jardin des Plantes liegt wenige Gehminuten entfernt. Der Eintritt ist frei, der Ort ist in der Regel tagsüber geöffnet, mit Zeiten, die zwischen Sommer und Winter variieren. Am besten sucht man vorher gezielt die Hausnummer 49 in der Rue Monge: Am Durchgang läuft man leicht vorbei, und genau das hält den Ort so verborgen.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Arènes de Lutèce?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Arènes de Lutèce è affollata?
Arènes de Lutèce è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Arènes de Lutèce?
Arènes de Lutèce si trova in Quartier Latin (5e), Paris, Frankreich.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Jussieu ~0 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aéroport de Paris-Orly ORY ~13 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.