Statt Budapest: Pécs, die Stadt der fünf Kuppeln an den Grenzen des osmanischen Ungarn
Eine frühchristliche UNESCO-Nekropole, die Moschee des Pascha Qasim und die Zsolnay-Keramik. Das südliche Ungarn, das keine Tour berührt.
Foto: Takkk (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Budapest ist eine der großen europäischen Hauptstädte, mit ihren Thermalbädern, dem Parlament an der Donau und den Ruinenbars. Aber Ungarn ist viel mehr als Budapest, und Pécs – die fünftgrößte Stadt des Landes, im Süden nahe der kroatischen Grenze – bietet einen kulturellen Reichtum, der überrascht.
Die frühchristliche Nekropole ist der Grund, warum Pécs UNESCO-Welterbe ist: ein unterirdischer Komplex aus dem 4. Jahrhundert mit freskengeschmückten Gräbern, die einige der ersten christlichen Darstellungen Ungarns bewahren. Die Wandmalereien – Adam und Eva, Daniel in der Löwengrube, das Christus-Monogramm – zeigen eine Frische, die nach sechzehn Jahrhunderten unmöglich scheint.
Die Moschee des Pascha Qasim – heute katholische Kirche – beherrscht den Széchenyi tér, den Hauptplatz: eine osmanische Kuppel auf einem christlichen Gebäude, mit dem Minarett, das zum Glockenturm umgewandelt wurde. Sie ist das Symbol der vielschichtigen Geschichte von Pécs, einer Stadt, die römisch (Sopianae), osmanisch, habsburgisch und ungarisch war.
Die Zsolnay-Keramik ist der industrielle Stolz von Pécs: Die 1853 gegründete Fabrik stellte Fliesen, Statuen und Architekturelemente in einer charakteristischen eosinen Glasur her – ein irisierendes Finish, das Gebäude in ganz Europa schmückte. Das Kulturviertel Zsolnay, in der alten Fabrik untergebracht, ist ein Museumszentrum mit Ausstellungen, Werkstätten und einem Park, in dem die Keramikskulpturen unter freiem Himmel gezeigt werden.
Die Kathedrale – eine viertürmige Basilika, die im 19. Jahrhundert auf romanischen Fundamenten wiederaufgebaut wurde – hat eine Apsis, die mit neonazarenischen Fresken von Bertalan Székely und Károly Lotz geschmückt ist. Die romanische Krypta unter dem Altar stammt original aus dem 11. Jahrhundert.
Pécs hat ein fast mediterranes Klima – es ist die wärmste Stadt Ungarns – mit Mandelbäumen, Feigen und Weinbergen an den umliegenden Hügeln. Der Wein aus Villány, wenige Kilometer entfernt hergestellt, ist der beste ungarische Rotwein, und die Kellereien lassen sich entlang der Weinstraße besichtigen.
Essen in Pécs ist günstig und schmackhaft: Gulyás, Pörkölt (Paprikaeintopf), Túrós csusza (Nudeln mit Quark und Speck) und Mohnstrudel. Ein komplettes Mittagessen kostet fünf bis acht Euro. Das Szalon-Bier ist das lokale.
Pécs erreicht man von Budapest in drei Stunden mit dem Zug (die Strecke durchquert die Ebene und die Hügel Transdanubiens), von Zagreb in vier Stunden. Der nächstgelegene Flughafen ist Budapest Liszt Ferenc.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Statt Budapest?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Statt Budapest è affollata?
Statt Budapest è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Statt Budapest?
Statt Budapest si trova in Pécs, Ungarn.
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