Die Türbe von Gül Baba: das nördlichste osmanische Mausoleum Europas, auf dem Rózsadomb in Budapest
Das Mausoleum des Derwischs Gül Baba in Budapest: osmanisches Grabmal aus dem 16. Jahrhundert auf dem Rózsadomb, kostenlos und still zwischen Rosen.
Foto: Globetrotter19 (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Auf dem Rózsadomb, dem "Rosenhügel" im II. Bezirk von Buda, steht ein achteckiges Gebäude mit flacher, bleigedeckter Kuppel, das die meisten Touristen in Budapest nie zu Gesicht bekommen. Es ist die Türbe von Gül Baba, das nördlichste islamische Mausoleum Europas, errichtet zwischen 1543 und 1548, als Zentralungarn zum Osmanischen Reich gehörte. Sie ist bis heute Wallfahrtsort und – anders als die Fischerbastei auf der anderen Donauseite – hier ist man oft der einzige Besucher.
Wer war Gül Baba
Gül Baba war ein Derwisch des Bektaschi-Ordens, der 1541 während des Feldzugs Süleymans des Prächtigen in Buda starb. Die Überlieferung berichtet, an seinem Trauergebet habe eine große Menschenmenge teilgenommen und er sei später als Schutzheiliger der Stadt verehrt worden. Sein Name bedeutet in etwa "Vater der Rosen", und davon leitet sich wahrscheinlich der Name des Hügels ab. Das Mausoleum ließ Mehmed Pascha errichten, der Statthalter (Beylerbeyi) von Buda. Die weitere Geschichte des Gebäudes ist ungewöhnlich: Nach der habsburgischen Rückeroberung 1686 machten die Jesuiten es zur katholischen Josephskapelle, dann geriet es in Privatbesitz, und erst 1885 gab die osmanische Regierung eine Restaurierung in Auftrag. 1914 wurde es zum Nationaldenkmal erklärt und in den 1960er Jahren sowie zuletzt 2018 erneut restauriert.
Was man sieht
Was man tatsächlich sieht. Das Gebäude ist klein und intim: ein einziger achteckiger Raum unter der Kuppel, mit dem Kenotaph unter grünen Tüchern, Teppichen und den Andachtsgegenständen der Pilger. Rundherum hat die letzte Restaurierung einen Terrassengarten am Hügelhang angelegt, mit Kolonnade und Rosenbeeten, die direkt auf den Beinamen des Derwischs anspielen. Von der Terrasse öffnet sich der Blick über die Dächer von Buda und in der Ferne auf die Donau. Das Ganze ist schlicht: keine große Monumentalanlage, sondern ein ruhiger Rastplatz, näher am Geist eines kleinen Heiligtums als einer Touristenattraktion.
Warum es übersehen wird. Die Türbe liegt in einem wohlhabenden Wohnviertel, oben auf einem Anstieg, der Altstadtbesucher abschreckt, und gehört nicht zu den klassischen Stadtrouten. Auch deshalb ist der Eintritt frei und die Atmosphäre bleibt fast zu jeder Stunde still. Es ist gleichwohl ein muslimischer Sakralort: Man sollte sich hier so diskret verhalten wie in einer Moschee.
Anfahrt
So kommt man hin. Der Bezugspunkt ist die Mecset utca, die "Moscheestraße", die vom Rózsadomb hinauf zum Mausoleum führt. Vom Zentrum aus bricht man bequem an der Margaretenbrücke (Margit híd) auf: ein kurzer, aber steiler Fußweg durch baumbestandene Gassen, mit einer Treppe, die direkt zum Eingang des Gartens führt. Per Tram oder Bus nähert man sich der Margit híd und geht dann zu Fuß weiter. Die Koordinaten (47.5165, 19.0353) besser aufs Handy notieren, denn die Beschilderung ist knapp und der Beginn des Anstiegs leicht zu verfehlen.
Wann hingehen
Ein Tipp zur Jahreszeit: Die Rosenblüte zwischen Spätfrühling und Frühsommer ist der Moment, in dem die Terrasse ihr Bestes gibt, aber das Gebäude selbst besucht man das ganze Jahr über gut. Es lässt sich leicht mit einem Spaziergang über die Budaer Hügel oder der nahen Margareteninsel verbinden.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Die Türbe von Gül Baba?
Il periodo consigliato è Mai, Juni e September, quando è meno affollata.
Die Türbe von Gül Baba è affollata?
Die Türbe von Gül Baba è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Die Türbe von Gül Baba?
Die Türbe von Gül Baba si trova in Rózsadomb, Budapest, Ungarn.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Batthyány tér ~1 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Lučenec LUE ~105 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.