Szentendre, Ungarn

Szentendre: das Künstlerdorf am Donauknie

Szentendre, Künstlerdorf am Donauknie: serbische Kirchen, Galerien, bunte Häuser und ein Freilichtmuseum des ungarischen Landlebens.

Foto di Szentendre, Ungarn — Szentendre: das Künstlerdorf am Donauknie

Foto: marco_ask (CC BY-SA 4.0) — Flickr

Wo die Donau eine Kurve macht und die Kunst innehält

Zwanzig Kilometer von Budapest entfernt, wo die Donau ihre berühmte Kurve macht, bevor sie nach Süden weiterzieht, klammert sich Szentendre als eine Ansammlung bunter Häuser, Kunstgalerien und serbisch-orthodoxer Kirchen an das Westufer des Flusses. Bei den Budapestern beliebtes Ausflugsziel für den Sonntag, taucht es dennoch selten auf den Reiserouten ausländischer Touristen auf – schade, denn diese kleine Stadt hat einen Charme, der weit über ihre Größe hinausgeht.

Was man in Szentendre sehen sollte

Der Fő tér und die serbischen Kirchen

Der Fő tér (Hauptplatz) ist das Herz des Dorfes: barocke, farbige Häuser – rosa, ocker, orange, hellblau – umgeben ein eisernes Kreuz, das die serbische Kaufmannsgemeinschaft 1763 errichtete. Szentendre verdankt seinen Charakter den Serben, die im 17. und 18. Jahrhundert vor dem osmanischen Vormarsch auf dem Balkan flohen: Sie brachten ihren Glauben, ihre Kunst und ihre Vorliebe für lebhafte Farben mit. Die serbisch-orthodoxen Kirchen – insgesamt sieben – bewahren goldene Ikonostasen und byzantinisch anmutende Fresken. Die Kathedrale von Belgrad (Belgrádi templom) auf dem Hügel ist die bedeutendste und bietet einen wunderschönen Blick auf die Donau.

Die Galerien und Museen

Szentendre ist die Stadt der ungarischen Künstler. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts haben sich hier Maler und Bildhauer niedergelassen, angezogen vom Licht, den Farben und der Lage am Fluss. Heute gibt es Dutzende Galerien: Die Ferenczy-Galerie, der Familie von Künstlern gewidmet, die die ungarische Kunst geprägt hat, ist die renommierteste. Das Margit-Kovács-Museum zeigt die Keramiken der beliebtesten Künstlerin Ungarns, mit weiblichen Figuren von berührender Zärtlichkeit.

Der Skanzen – ethnografisches Freilichtmuseum

Drei Kilometer vom Zentrum entfernt ist der Skanzen das größte Freilichtmuseum Ungarns: ein rekonstruiertes Dorf mit Originalgebäuden, aus allen Regionen des Landes überführt – Bauernhäuser, Kirchen, Mühlen, Werkstätten, Schulen. Der Rundgang dauert mindestens drei Stunden und bietet einen lebendigen Einblick in das ungarische Landleben vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Im Sommer gibt es Vorführungen traditioneller Handwerkskünste.

Die bunten Gassen

Doch das eigentliche Vergnügen von Szentendre besteht darin, sich in den Seitengassen fern des Hauptplatzes zu verlieren: ansteigende Gässchen mit Steintreppen, Häuser mit bemalten Fensterläden, versteckte Innenhöfe, in denen Katzen zwischen Geraniumtöpfen schlafen. Die Uferpromenade (Duna korzó) ist perfekt für einen Spaziergang bei Sonnenuntergang mit Blick auf die Szentendre-Insel und die Hügel des gegenüberliegenden Ufers.

Was man isst

- Lecsó – Eintopf aus Paprika, Tomaten und Zwiebeln mit Wurst, das sommerliche ungarische Gericht

- Kürtőskalács – der am Spieß gebackene Kaminkuchen, knusprig und süß

- Halászlé – Fischsuppe aus der Donau mit Paprika, scharf und würzig

- Szamos-Marzipan – Szentendre beherbergt das Szamos-Marzipanmuseum mit lebensgroßen Marzipanskulpturen und handwerklichen Pralinen

Das Restaurant Promenade an der Uferpromenade ist das eindrucksvollste. Das Malom Étterem in einer alten Mühle serviert traditionelle ungarische Küche.

Anreise

Szentendre liegt 20 km von Budapest entfernt und ist auf drei Wegen erreichbar: mit der Vorortbahn HÉV vom Batthyány tér (40 Minuten, Takt alle 10 bis 20 Minuten, BKK-Ticket), mit dem Bus von Újpest-Városkapu oder mit dem Donauschiff (1,5 Stunden, Sommerbetrieb ab Vigadó tér). Die HÉV ist die praktischste und landschaftlich schönste Option. Mit dem Auto braucht man 30 Minuten von der Hauptstadt.

Wann besuchen

Von April bis Oktober. Der Sommer ist die lebhafteste Saison, mit Festivals, Konzerten und Leben unter freiem Himmel. Sommerwochenenden können voll sein: Wochentage oder frühe Morgenstunden bevorzugen. Der September ist perfekt: weniger Menschen, goldenes Licht, ideale Temperaturen. Im März findet das Frühlingsfestival mit Konzerten und Kulturveranstaltungen statt.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Szentendre?

Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, Juli, August, September e Oktober, quando è meno affollata.

Szentendre è affollata?

Szentendre è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.

Dove si trova Szentendre?

Szentendre si trova in Szentendre, Ungarn.

Adatto a: Aprile Maggio Giugno Luglio Agosto Settembre Ottobre

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