Wekerletelep, die märchenhafte Gartenstadt im XIX. Bezirk von Budapest
In Kispest die Gartenstadt Wekerle: Häuser mit spitzen Dächern und Holzportalen rund um den Kós Károly tér. Wie man dorthin kommt.
Foto: MOs810 (CC BY 4.0) — Wikimedia Commons
Südöstlich von Budapest, im XIX. Bezirk (Kispest), liegt ein Viertel, das wie ein siebenbürgisches Dorf wirkt, an den Rand der Hauptstadt verpflanzt. Es heißt Wekerletelep, nach dem Ministerpräsidenten Sándor Wekerle, der Anfang des 20. Jahrhunderts ein Projekt sozialen Wohnungsbaus nach dem Vorbild der Gartenstädte wollte. Die Arbeiten begannen 1908 und dauerten bis 1925 an, als die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der ersten Nachkriegszeit sie stoppten: In diesen siebzehn Jahren entstanden 1007 Häuser mit 4412 Wohnungen, gedacht für Arbeiter und Angestellte, mit zwischen 1911 und 1914 fertiggestellten Schulen und Kindergärten.
Der zentrale Platz
Das Herz des Viertels ist der Kós Károly tér, der zentrale, vom Architekten Károly Kós entworfene Platz, einem der bekanntesten Namen der ungarischen Architektur jener Zeit. Kós entwarf ein radiales Straßensystem, eine Art Spinnennetz, das auf den zentralen Parkplatz zuläuft, und die Holzportale, die als spektakuläre Eingänge dienen (das östliche ist das meistfotografierte). Der Stil ist der von den Ungarn sogenannte „siebenbürgische": sehr hohe, spitze Dächer, reichhaltige Holzstrukturen, Dekorationen, die auf die Volkskunst zurückgreifen. Neben Kós arbeiteten weitere Planer wie Dezső Zrumeczky, Lajos Schodits, Béla Eberling, Dénes Györgyi und Gyula Wälder, sodass jeder Häuserblock seine Varianten hat und dennoch mit dem Ganzen kohärent bleibt.
Das Leben im Viertel
Beim Spazieren versteht man, warum der Ort wohnlich und ruhig geblieben ist: Es ist ein Viertel, in dem die Leute tatsächlich leben, kein Filmset. Es wurden etwa 50.000 Bäume gepflanzt, und jeder Wohnung wurden Obstbäume zugewiesen, weshalb es im Frühling überall blüht und im Sommer viel Schatten gibt. Am zentralen Platz steht die Kirche des heiligen Josef (Szent József), und mehrere Gebäude hier sind ungarischen Fernsehzuschauern vertraut, weil sie als Kulisse der Seifenoper Barátok közt dienen. Es gibt weder Museen noch Eintrittskarten: Der Besuch ist einfach ein langsamer Spaziergang zwischen den Häusern, bei dem man die Details der Dächer, der hölzernen Giebel und der kleinen Privatgärten betrachtet.
Anreise
Es bleibt aus einem banalen und konkreten Grund abseits des Zentrumstourismus: Es liegt weit weg von den großen touristischen Achsen (Burg, Parlament, Andrássy-Allee) und niemand kommt zufällig vorbei. Man muss extra hinfahren, aber es ist einfach. Mit der U-Bahn nimmt man die Linie M3 (die blaue) bis zur Station Határ út: Von dort sind es etwa fünfzehn Gehminuten zum Viertel. Alternativ fährt der Bus 99 vom Blaha Lujza tér, mitten im Zentrum, in etwa zwanzig Minuten direkt zum Kós Károly tér, also in den interessantesten Punkt. Auch die Straßenbahn bis Corvin körút lässt einen wenige Minuten vom Platz entfernt aussteigen. Der gesamte Stadtverkehr nutzt dasselbe BKK-Ticketsystem, sodass ein einziger Fahrschein für Metro, Straßenbahn und Bus reicht.
Wann hingehen
Die beste Zeit ist die Zwischensaison: von April bis Juni für Blüten und Grün oder September und Oktober, wenn die von Bäumen gesäumten Straßen die Farbe wechseln. Rechne mit ein paar Stunden Spaziergang ohne festes Ziel: Das Schöne an Wekerletelep ist gerade, es Straße für Straße zu erkunden und zu bemerken, wie jeder Winkel des radialen Netzes früher oder später zum zentralen Platz zurückführt.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Wekerletelep?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Wekerletelep è affollata?
Wekerletelep è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Wekerletelep?
Wekerletelep si trova in Wekerletelep, Budapest, Ungarn.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Kőbánya-Kispest ~1 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Budapest Liszt Ferenc Nemzetközi Repülőtér BUD ~9 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.