Santa Maria dei Mongoli in Fener: die byzantinische Kirche Istanbuls, die nie Moschee wurde
In Fener, Istanbul, die einzige byzantinische Kirche, die stets griechisch-orthodox blieb: verborgen hinter einer Mauer, betritt man sie erst nach dem Klingeln.
Foto: A. Fabbretti (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Um sie zu finden, muss man hinaufsteigen. Im Viertel Fener, im Bezirk Fatih, werden die Straßen bergan immer steiler und führen bis zum großen roten Ziegelbau des griechisch-orthodoxen Kollegs des Phanars (Fener Rum Lisesi), der das Goldene Horn überragt. Daneben, hinter einer hohen Mauer und einem fast immer verschlossenen Tor, steht die Kirche Santa Maria dei Mongoli, auf Türkisch Kanlı Kilise, „die blutbefleckte Kirche“ – ein Name, der auf die Kämpfe zurückgeht, die hier beim Fall Konstantinopels 1453 tobten.
Ein einzigartiger Vorrang
Ihr Vorrang ist präzise und belegbar: Sie ist die einzige byzantinische Kirche Konstantinopels, die ununterbrochen griechisch-orthodoxer Kultort geblieben ist. Alle anderen wurden in Moscheen oder Museen umgewandelt; diese nicht. Der Grund liegt in einer Reihe von Fermans, den kaiserlichen osmanischen Dekreten. Mehmed II. überließ das Gebäude der Mutter des Christodoulos, jenes griechischen Architekten, der an der Fatih-Moschee mitgearbeitet hatte, und Bayezid II. bestätigte die Konzession. Diese Dokumente schützten die Kirche vor den Bekehrungsversuchen späterer Sultane. Bis heute ist sie eine aktive Kirche mit sonntäglichen Liturgien und einem ikonenreichen Innenraum: kein leergeräumtes Denkmal, sondern ein funktionierender Ort.
Maria Palaiologina
Die ältere Geschichte ist ebenso dicht. Die Stifterin, die der Kirche um 1281 ihre heutige Gestalt gab, war Maria Palaiologina, uneheliche Tochter des Kaisers Michael VIII. und Witwe von Abaqa Khan, dem mongolischen Herrscher des Ilkhanats: Daher der Beiname „dei Mongoli“ und das griechische Mouchliotissa. Nach Konstantinopel zurückgekehrt, baute sie die Kirche wieder auf und wurde ihre Ktetorissa, ihre Stifterin. Ebenjene Maria Palaiologina ist die kniende weibliche Figur, identifiziert als die Nonne Melane, die auf dem berühmten Deesis-Mosaik im Narthex der nahen Chora-Kirche (Kariye) erscheint: ein direkter Faden zwischen zwei der faszinierendsten byzantinischen Orte des Viertels.
Die Architektur
Am Bau beeindruckt der Grundriss. Es handelt sich um eine seltene Tetrakoncha: eine zentrale Kuppel, die auf vier kreuzförmig angeordneten Halbkuppeln ruht – eine Lösung, die als Unikum der byzantinischen Architektur Konstantinopels beschrieben wird. Die Südseite wurde später abgebrochen und als dreischiffiger Bau wiederhergestellt, doch der Kern mit vier Apsiden bleibt lesbar. Im Inneren finden sich Ikonen des 13. und 14. Jahrhunderts, ein Mosaikbild der Jungfrau und, an der Ostwand, eine große Darstellung des Jüngsten Gerichts. Auch die Legende eines unterirdischen Gangs, der sie mit der Hagia Sophia verbinden soll, kursiert: eine reizvolle, aber nicht belegte Geschichte.
Wie man sie besucht
Für den Besuch braucht es ein kleines Ritual. Das Tor ist in der Regel geschlossen, doch die Kirche ist für Besucher zugänglich: Man läutet an der Klingel neben dem Eingang unter dem Schild „Meryem Ana Rum Ortodoks Kilisesi“, und ein Wärter öffnet und begleitet ins Innere. Auch wenn alles verschlossen wirkt, lohnt sich der Versuch; die Öffnungszeiten variieren, in der Regel wird bis 17 Uhr Einlass gewährt. Sonntags finden Gottesdienste statt. Da es sich um einen lebendigen Kultort handelt, sollte man sich respektvoll kleiden.
Anreise: Von Eminönü nimmt man die Straßenbahn T5 entlang des Goldenen Horns bis Fener oder den Bus 55T vom Taksim. Danach zu Fuß zum Fener Rum Lisesi hinauf und auf die Rückseite des Kollegs; die Kirche liegt links, den Hang hinauf. Kombinieren Sie den Besuch mit einem Spaziergang durch Fener und das nahe Balat mit seinen bunten Häusern und der unweit gelegenen Chora-Kirche: eine byzantinisch-osmanische Route, die sich vollständig zu Fuß zurücklegen lässt.
Anreise
Die Kirche liegt im Viertel Fener, im Bezirk Fatih auf der europäischen Seite Istanbuls, an einem Anstieg, der das Goldene Horn überragt, neben dem großen Gebäude des griechisch-orthodoxen Kollegs des Phanars. Am bequemsten reist man mit der Straßenbahnlinie am Goldenen Horn (T5) an, die in Fener und Balat wenige Gehminuten entfernt hält; alternativ legen die Boote am Goldenen Horn an den nahen Anlegestellen von Fener und Balat an. Der zuständige Flughafen ist Istanbul (IST) auf der europäischen Seite. Es lohnt sich, zu Fuß durch die Gassen von Balat aufzusteigen, doch für den Zutritt muss man an der Klingel läuten.
Praktische Reiseführer für Como
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Santa Maria dei Mongoli in Fener?
Il periodo consigliato è April, Mai, September e Oktober, quando è meno affollata.
Santa Maria dei Mongoli in Fener è affollata?
Santa Maria dei Mongoli in Fener è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Santa Maria dei Mongoli in Fener?
Santa Maria dei Mongoli in Fener si trova in Fener (Fatih), Istanbul, Türkei.