Die Magna Via Francigena zu Fuß von Palermo nach Agrigent
Im Herzen Siziliens ein Weg mit neun Etappen, der die Insel von Palermo nach Agrigent zwischen Getreidefeldern, Masserie und Dörfern des Hinterlands durchquert. Bleibt wenig frequentiert, weil die Küstentouren das innere Sizilien komplett auslassen.
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Das Sizilien, das fast niemand erzählt, ist nicht das der Strände und der überfüllten Tempel, sondern das dazwischen: Getreidefelder, so weit das Auge reicht, isolierte Masserie, hoch gelegene Dörfer, in denen die Zeit langsam vergeht. Die Magna Via Francigena durchquert genau dieses vergessene Herz und verbindet zu Fuß Palermo an der Nordküste mit Agrigent an der Südküste. Es ist ein Weg, der die Insel von Meer zu Meer durchschneidet und wenig begangen bleibt, weil die klassischen Sizilienreisen an den Küsten kleben bleiben und das Landesinnere ignorieren.
Die Etappen
Die Route entfaltet sich über neun Etappen und folgt alten Königswegen und Trattori, die einst die beiden Ufer der Insel verbanden. Man startet in Palermo an der Kathedrale und lässt die Stadt schnell hinter sich, um ins Landesinnere aufzusteigen. Die Etappen durchqueren Dörfer, die den meisten wenig sagen, in denen sich aber Geschichte und Identität bewahren: Man berührt Orte wie Santa Cristina Gela und Corleone im Hinterland von Palermo, um dann in Richtung des landwirtschaftlichen Herzens der Insel weiterzuziehen. Der Weg führt durch Dörfer wie Prizzi, Castronovo di Sicilia, Cammarata und San Giovanni Gemini, durchquert das Platani-Tal und erreicht Sutera, eines der schönsten Dörfer, auf einem Felssporn thronend, um schließlich nach Agrigent und ins Tal der Tempel hinabzusteigen, ein Ziel, das erneut den Blick aufs Meer öffnet.
Die Landschaft
Dazwischen liegt die Landschaft, die allem einen Sinn gibt: Getreideflächen, die im Sommer golden werden, wellige Hügel, Masserie und Bagli, Brunnen und alte ländliche Kirchen. Es ist ein bäuerliches, ländliches Sizilien, in dem die Etappen in echten Dörfern enden, bewohnt von Menschen, die von der Landwirtschaft leben und den Wanderer mit der Neugier derer empfangen, die nur wenige sehen. Gerade diese Seltenheit des Vorbeiziehens macht den Reiz aus: Du bist kein Tourist unter anderen Touristen, du bist oft der einzige Reisende, der an diesem Tag ins Dorf kommt.
Anreise
Die Anreise ist dank der beiden Endpunkte bequem: Palermo und Agrigent sind beide gut angebunden, und Palermo verfügt über Flughafen und Bahnhof, was es zu einem hervorragenden Ausgangspunkt macht. Der Weg ist markiert und wird Etappe für Etappe zurückgelegt, wobei man in den Dörfern entlang der Strecke übernachtet, wo es Unterkünfte für Pilger gibt. Ein Auto ist nicht nötig: Im Gegenteil, ein Auto wäre hier ein Widerspruch, denn das Schöne ist, die Insel im langsamen Schritt zu durchqueren und in den Dörfern zu verweilen. Für den Rücktransport verbinden Züge und Regionalbusse die wichtigsten Zentren. Besorge dir den Pilgerausweis und informiere dich im Voraus über Etappen und Unterkünfte, denn in den kleinen Dörfern müssen die Betten vorab organisiert werden.
Wann hingehen
Die beste Zeit ist der Frühling, März und April, wenn die Felder vor der Ernte noch grün sind, die Blüten die Hügel erleuchten und die Hitze des Landesinneren noch erträglich ist. Das andere ideale Fenster ist der Oktober mit sinkenden Temperaturen nach dem heißen Sommer und einem goldenen Licht auf den bereits abgeernteten Feldern. Unbedingt zu meiden sind der volle Juli und August: Im sizilianischen Inland ist die Hitze erbarmungslos und das Wandern wird gefährlich. Mit der Wahl der Zwischensaison wandert man nicht nur besser, sondern findet auch eine noch stillere Insel vor, fernab des sommerlichen Flusses an den Küsten.
Ein praktischer Rat: Im Landesinneren sind Wasser und Schatten nicht selbstverständlich, also brich früh am Morgen auf, nimm Wasservorräte und einen Hut mit und plane die Etappen so, dass du dein Ziel vor den heißesten Stunden erreichst. Öffne dich der Begegnung mit den Menschen der Dörfer: In diesem inneren Sizilien ist die Gastfreundschaft spontan, und ein Schwätzchen auf dem Dorfplatz oder eine Mahlzeit in einer Masseria können die schönste Erinnerung des gesamten Weges werden.
Praktische Guides
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Die Magna Via Francigena zu Fuß von Palermo nach Agrigent?
Il periodo consigliato è März, April e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Die Magna Via Francigena zu Fuß von Palermo nach Agrigent?
Die Magna Via Francigena zu Fuß von Palermo nach Agrigent si trova in Zentralsizilien.