Andalusien und Spanien

Statt der Alhambra: das andere Andalusien und das weniger bekannte islamische Spanien

Alternative zur Alhambra von Granada: Medina Azahara, Almería, die Aljafería und die andalusischen Dörfer, wo man islamische Kunst ohne Warteschlangen erlebt.

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Foto: Sabrina Campagna Live Music Photographer (CC BY 4.0) — Flickr

Die Alhambra von Granada zählt über zwei Millionen Besucher pro Jahr, und die Tickets für die Nasridenpaläste sind Wochen im Voraus ausverkauft, mit festen Einlasszeiten, die nur wenige Minuten pro Raum lassen. Wer eine Alternative zur Alhambra von Granada sucht, dem sei gesagt: Al-Andalus hat in ganz Spanien Paläste, Festungen und Gartenstädte hinterlassen, in denen sich islamische Kunst mit derselben Intensität lesen lässt, aber ohne kontingentierte Zutrittszeiten. Hier sind die Ziele, beginnend genau in Andalusien.

In Andalusien

Nur 7 km von Córdoba entfernt erhebt sich Medina Azahara (Madinat al-Zahra), die Palaststadt, die Kalif Abd al-Rahman III. ab 936 als Hauptstadt des Kalifats erbauen ließ. Kaum siebzig Jahre später während des Bürgerkriegs geplündert und dann als Steinbruch genutzt, blieb sie fast tausend Jahre begraben. Es ist die größte archäologische Stätte Spaniens (seit 2018 UNESCO-Welterbe), und erst etwa 10 % wurden freigelegt: Was Sie sehen, ist reine kalifale Städtebaukunst, nie überschrieben. Hier entstehen die Höfe mit symmetrischem Garten, die Vorfahren der Riads, die die Alhambra erben wird; der Eintritt ist für EU-Bürger frei und man erreicht sie mit einem Shuttle vom Museum im Tal. Kombinieren Sie sie mit der Mezquita, und Sie werden al-Andalus besser verstanden haben als in der Schlange in Granada.

An der Küste ist die Alcazaba von Almería nach der Alhambra der ausgedehnteste muslimische Bau der Halbinsel: 1.430 Meter Mauern, drei Bezirke, die steil zum Meer aufsteigen, ebenfalls von Abd al-Rahman III. gegründet. Drehort von "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" und von "Game of Thrones", bleibt sie überraschend ruhig. Weiter westlich vervollständigen die Alcazaba von Málaga und die arabischen Bäder von Ronda eine andalusische Route, die die Menschenmassen von Granada gänzlich ignoriert.

Jenseits von Andalusien

Das islamische Spanien endet jedoch nicht in Andalusien. In Saragossa ist die Aljafería der nördlichste islamische Palast Europas und das einzige große verbliebene Bauwerk der Taifa-Zeit: im 11. Jahrhundert vom Hudiden-König al-Muqtadir als Lustresidenz erbaut, bewahrt sie mehrlappige Bögen, einen Hof mit Wasserbecken und einen Mihrab mit hufeisenförmigem Bogen, inspiriert von Córdoba. Von hier steigt man nach Teruel für Albarracín: Der Name selbst kommt von den Berbern Banu Razin, die dort eine kleine Taifa regierten, und jenes Labyrinth erdrosa-farbener Gassen über dem Guadalaviar ist letztlich ihr städtebauliches Erbe.

Wer nach La Mancha weiterreist, findet in Cuenca das andalusische Kunka, eine muslimische Festung bis zur christlichen Eroberung 1177: Die am Abgrund hängenden Häuser besetzen den Felssporn, den seine Verteidiger wegen seiner Uneinnehmbarkeit gewählt hatten. Dieselbe Grenzlogik erklärt Maderuelo, das Mauerdorf am Duero in Segovia, eine der Linien, an denen sich Christen und Muslime jahrhundertelang das Territorium streitig machten.

In Katalonien ist die andalusische Spur seltener, aber intensiv. Siurana, ein Balkon aus rotem Fels über dem Priorat, war die letzte muslimische Bastion Kataloniens: Die Burg Hisn Xibrana, auf einem Abgrund von 737 Metern, fiel erst 1153 nach einer langen Belagerung durch Aushungerung, fünf Jahre nach Tortosa. Heute ist sie Mekka der Kletterer, aber ihr unzugängliches Profil erzählt noch, warum sie so lange Widerstand leistete. In Girona zeigen die Banys Àrabs (in Wirklichkeit romanisch, von 1194, erst im 19. Jahrhundert "arabisch" genannt), wie tief die andalusische Ästhetik die Halbinsel durchdrungen hatte.

In den großen Städten

Um die Reise abzurunden, lohnt es sich, die großen Städte mit anderen Augen zu betrachten. In Madrid bewahrt das Viertel La Latina die Erinnerung an die alte Morería: Dort verbirgt sich der Jardín del Príncipe de Anglona, der ummauerte Garten der Plaza de la Paja, während am östlichen Rand der Hauptstadt El Capricho den bestgepflegten historischen Garten der Stadt bietet. In Barcelona, im Barri Gòtic, erinnern die vier Säulen des Augustus-Tempels an die römische Schicht unter allem, und über dem Hafen schenkt der Kaktusgarten von Montjuïc den Blick, den man von einem maurischen Mirador erwarten würde. Wer sich schließlich nach Nordwesten vorwagt, findet in Las Médulas den Kreisschluss über die vielen geschichteten Spanien, weit jenseits der Alhambra-Postkarte.

Wann fahren

Die beste Zeit ist Frühling und Frühherbst: Das andalusische und aragonesische Hinterland übersteigt im Hochsommer oft 40 Grad, und gerade in den heißen Monaten sind die bekanntesten Monumente auch die überfülltesten.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Statt der Alhambra?

Il periodo consigliato è April, Mai, September e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Statt der Alhambra?

Statt der Alhambra si trova in Andalusien und Spanien.

Adatto a: Aprile Maggio Settembre Ottobre

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