Córdoba, Andalusien, Spanien

Statt Sevilla: Córdoba, wo drei Religionen dasselbe Wunder gebaut haben

Die Mezquita mit ihren 856 zweifarbigen Bögen, das jüdische Viertel und die blühenden Patios. Das intimere maurische Spanien, ohne die Schlangen am Alcázar.

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Foto: Bobo Boom (CC BY 4.0) — Wikimedia Commons

Sevilla ist prächtig, aber erdrückend: Die Schlangen für den Alcázar überschreiten im Sommer zwei Stunden, die Giralda wird gestürmt und die Preise im Zentrum sind explodiert. Anderthalb Stunden mit dem AVE-Zug entfernt bietet Córdoba eines der größten architektonischen Wunder der Welt – die Mezquita – und ein UNESCO-Weltkulturerbe-Zentrum, das in einem völlig anderen Rhythmus erlebt wird.

Die Mezquita-Kathedrale ist ein weltweit einzigartiges Bauwerk: eine Moschee des 10. Jahrhunderts mit 856 Säulen aus Marmor und Granit, die zweifarbige Doppelbögen – rot und weiß – tragen und einen Effekt wie einen Wald aus Stein erzeugen, der den Atem raubt. Im 16. Jahrhundert bauten die Christen eine Kathedrale in die Mitte der Moschee und schufen so einen surrealen architektonischen Hybrid, in dem Islam und Christentum im selben Raum koexistieren. Karl V. sagte beim Anblick des Werks: 'Ihr habt etwas gebaut, das man überall findet, und dabei etwas zerstört, das einzigartig auf der Welt war.'

Die Judería – das jüdische Viertel – ist ein Labyrinth weißer Gassen mit roten Geranien an den Fenstern: die Synagoge (eine der drei in Spanien verbliebenen), die Calleja de las Flores (die meistfotografierte Gasse Córdobas) und kleine Plätze, wo man nur das Plätschern der Brunnen hört.

Die Patios von Córdoba sind immaterielles UNESCO-Kulturerbe: Die Innenhöfe der Häuser, geschmückt mit Hunderten von Blumentöpfen, sind das Ergebnis jahrhundertelangen Wettbewerbs unter Nachbarn um den schönsten Patio. Im Mai öffnen die Bewohner während des Festival de los Patios die Türen ihrer Häuser und empfangen die Besucher – eine einzigartige Gastfreundschaftserfahrung.

Die römische Brücke über den Guadalquivir – mit dem Torre de la Calahorra am einen Ende – bietet die berühmteste Aussicht auf Córdoba: die Mezquita im Hintergrund, den Fluss darunter, das Licht, das bei Sonnenuntergang alles in Gold taucht.

In Córdoba zu essen ist ein andalusisches Vergnügen: Salmorejo (die kalte Tomatencreme mit Ei und Jamón, die hier erfunden wurde), Flamenquín (frittierte Schweinefleischrolle), Ochsenschwanz im Weinschmortopf und der Pastel Cordobés – Blätterteig gefüllt mit Engelshaar. Eine Tapa mit Bier kostet in vielen Bars des Zentrums einen Euro fünfzig.

Córdoba erreicht man von Madrid mit dem AVE in einer Stunde und vierzig Minuten, von Sevilla in fünfundvierzig Minuten, von Málaga in einer Stunde. Der nächstgelegene Flughafen ist der von Sevilla. Übernachten im historischen Zentrum kostet die Hälfte von Sevilla.

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Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Statt Sevilla?

Il periodo consigliato è März, April, Mai, Oktober e November, quando è meno affollata.

Statt Sevilla è affollata?

Statt Sevilla è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.

Dove si trova Statt Sevilla?

Statt Sevilla si trova in Córdoba, Andalusien, Spanien.

Adatto a: Marzo Aprile Maggio Ottobre Novembre

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