Der mumifizierte Arm des heiligen Jakobus: die versteckte Basilika der Prager Altstadt
In Prag, in einer Gasse der Altstadt, bewahrt die Basilika des heiligen Jakobus einen mumifizierten Arm, ein unruhiges Grab und eine große Orgel.
Foto: Björn S... (CC BY-SA 4.0) — Flickr
Nur wenige Dutzend Meter vom Altstädter Ring entfernt, wo sich die Gruppen unter der Astronomischen Uhr drängen, öffnet sich die schmale Malá Štupartská. Es ist eine Gasse, die man leicht übersieht, und tatsächlich übersehen sie fast alle: Die barocke Fassade der Basilika des heiligen Jakobus des Älteren (Bazilika svatého Jakuba Většího) blickt in diese Seitenstraße, überschattet von den beliebtesten Attraktionen ein paar Schritte weiter. Wer aber eintritt, findet eine der überraschendsten Kirchen im Prager Zentrum.
Der mumifizierte Arm
Das Seltsamste sieht man als Erstes, auch wenn die meisten Besucher darunter hindurchgehen, ohne es zu bemerken. Gleich rechts vom Eingang, oben zur Decke hin, hängt an einem Metallhaken ein geschwärzter und verschrumpelter menschlicher Unterarm, seit rund vierhundert Jahren dort aufgehängt. Die Form ist so ausgetrocknet, dass er auf den ersten Blick wie ein Stück Holz aussieht; sieht man genauer hin, gibt es keinen Zweifel, was er ist. Die Legende erzählt von einem Dieb, der die Juwelen von der Marienstatue stehlen wollte: In dem Moment, als er sie berührte, packte ihn die Statue am Arm und ließ ihn nicht mehr los. Als die Gemeindemitglieder ihn fanden, gelang es ihnen nicht, ihn zu befreien, und sie mussten ihm den Arm amputieren; erst dann öffnete sich die steinerne Hand wieder. Die Überlieferung verknüpft die Episode mit der Zunft der Metzger, die in der Gegend tätig war und die Kette gestellt haben soll, die noch heute in Gebrauch ist. Mehr als eine malerische Anekdote war das eine handfeste Warnung an jeden, der daran dachte, die Kirche zu berauben.
Die Geschichte der Kirche
Die Geschichte des Bauwerks hilft zu verstehen, was man sieht. Die Kirche entstand im 13. Jahrhundert für die Franziskaner in gotischer Form, doch ein Brand im Jahr 1689 zerstörte sie fast vollständig. Beim Wiederaufbau im 18. Jahrhundert erhielt sie ihr heutiges barockes Aussehen mit über zwanzig Altären und Altarbildern böhmischer Maler wie Petr Brandl, Václav Vavřinec Reiner und Jan Jiří Heinsch. 1974 verlieh ihr Papst Paul VI. den Ehrentitel einer Basilica minor. Es sei gesagt, dass ein Großteil des Innenraums durch Absperrungen geschlossen ist: Man durchschreitet vor allem das Mittelschiff, von dem aus man aber die Theatralik der Altäre gut überblickt.
Auf dem Weg begegnet man dem Grabmal des Grafen Vratislav von Mitrovic, böhmischer Kanzler unter Kaiser Joseph I., der 1712 in Wien starb und hier 1714 beigesetzt wurde. Das Grab wurde von Johann Bernhard Fischer von Erlach entworfen und ist eines der höchsten Beispiele barocker Grabskulptur der Stadt. Auch über diesem Grab schwebt eine düstere Legende: Es heißt, dass nach der Beerdigung Geräusche aus dem Grab drangen und dass bei einer späteren Restaurierung der Leichnam des Grafen außerhalb des Sarges gefunden wurde, als sei er lebendig begraben und von seinem eigenen Monument eingeschlossen worden. Ob wahr oder nicht: Es zeigt, wie sehr diese Kirche ihre dunkle Seite gepflegt hat.
Die Orgel
Ein letzter Grund, hier innezuhalten, findet sich oben über dem Portal: Die 1702 eingebaute Orgel gilt als eine der bedeutendsten Prags. Die Akustik des Kirchenschiffs ist hervorragend und macht die Basilika zu einem gesuchten Ort für Orgelkonzerte; im August finden Festivals und Wettbewerbe statt, und am Sonntagvormittag hat man oft die Gelegenheit, sie zu hören. Für den Besuch gut zu wissen: Die Öffnungszeiten sind wechselhaft, in der Regel öffnet die Kirche ein paar Stunden am Vormittag und ein paar am frühen Nachmittag, mit Schließung um die Mittagszeit und keinem Zutritt während der Messen oder Konzerte, daher am besten früh am Morgen anpeilen. Sie befindet sich in der Malá Štupartská in der Altstadt: zu Fuß vom Altstädter Ring oder mit der Straßenbahn bis Náměstí Republiky.
Anreise
Die Basilika des heiligen Jakobus (svatého Jakuba) befindet sich in der Malá Štupartská, in der Altstadt, unweit des Altstädter Rings. Sie ist gut zu Fuß erreichbar; die günstigste U-Bahn-Station ist Staroměstská (Linie A), während Náměstí Republiky (Linie B) eine weitere nahe Option ist, beide auch von Straßenbahnen bedient. Der Hauptbahnhof ist Praha hlavní nádraží, nicht weit vom Zentrum entfernt, und der zuständige Flughafen ist Prag Václav Havel.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Der mumifizierte Arm des heiligen Jakobus?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Der mumifizierte Arm des heiligen Jakobus è affollata?
Der mumifizierte Arm des heiligen Jakobus è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Der mumifizierte Arm des heiligen Jakobus?
Der mumifizierte Arm des heiligen Jakobus si trova in Staré Město, Prag, Tschechische Republik.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Náměstí Republiky ~0 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Letiště Václava Havla Praha PRG ~12 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.