Consonno: das verlassene Spielzeugland in den Hügeln von Lecco
Ein mittelalterliches Dorf, in den 60er Jahren dem Erdboden gleichgemacht und als Vergnügungspark wieder aufgebaut, dann verlassen: die surrealste Ruine der lombardischen Voralpen.
Foto: Zairon (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Consonno war ein kleines ländliches Dorf in den Hügeln oberhalb von Olginate in der Provinz Lecco. 1962 kaufte Graf Mario Bagno es fast vollständig auf, ließ die mittelalterlichen Häuser abreißen und errichtete an ihrer Stelle einen Vergnügungspark: ein Minarett, eine chinesische Pagode, eine falsche Burg, Tanzsäle, Einkaufsgalerien. Er nannte es die Città dei Balocchi, und für einige Jahre funktionierte es: Disco, Restaurant, Tanzlokale, Bälle.
Dann verschloss 1976 ein Erdrutsch die einzige Zufahrtsstraße. Der Graf reparierte sie nicht. Consonno starb ein zweites Mal.
Heute ist geblieben, was einer surrealen Landschaft entspricht: Stahlbetonstrukturen, von Vegetation überwuchert, Wandbilder und Graffiti an jeder Wand, Treppen, die ins Nichts führen, Panoramaterrassen mit Blick auf die Voralpen und den See. Die Minarette und Pagoden stehen noch, angeschlagen und von Efeu überzogen. Es ist ein Ort, der wie einem dystopischen Film entsprungen wirkt – und der tatsächlich Set für Kurzfilme und Musikvideos gewesen ist.
Man kommt von Olginate nach Consonno, indem man etwa eine Stunde zu Fuß auf einer für den Verkehr gesperrten Asphaltstraße hinaufsteigt. Der Spaziergang ist angenehm: Kastanienwälder, Panoramapunkte auf den Lago di Garlate, Stille. Die Ankunft ist plötzlich: Man biegt um eine Ecke und steht vor den verrückten Architekturen des Grafen Bagno, mit den Bergen im Hintergrund.
Es gibt kein Ticket, keinen Führer, niemanden. Man erkundet frei, mit der gebotenen Vorsicht bei seit fünfzig Jahren verlassenen Gebäuden: instabile Böden, eingestürzte Dächer, die Vegetation, die Oberhand gewonnen hat. In den letzten Jahren hat die Gemeinde einige Strukturen gesichert und ein Verein organisiert zu bestimmten Zeiten Führungen.
Consonno ist ein Denkmal für den Wahnsinn und die Vergänglichkeit menschlicher Ambitionen. Ein mittelalterliches Dorf, zerstört, um einen Plastiktraum zu bauen, der fünfzehn Jahre dauerte und den sich die Natur mit pflanzlicher Geduld zurückholt. Es zu besuchen ist faszinierend und melancholisch – eine Lektion in Bescheidenheit, geschrieben in Beton und Efeu.
Die beste Zeit ist Frühling und Herbst. Man besucht es in einem halben Tag und kombiniert den Aufstieg mit einer Rast am Lago di Garlate.
Praktische Führer für Asti
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Consonno?
Il periodo consigliato è März, April, Mai, September, Oktober e November, quando è meno affollata.
Consonno è affollata?
Consonno è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Consonno?
Consonno si trova in Olginate, Lecco, Lombardei, Italien.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Calolziocorte-Olginate ~3 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.