Lukanische Dolomiten, Potenza, Italien

Rundweg durch die Lukanischen Dolomiten zwischen Castelmezzano und Pietrapertosa

In der Basilikata, zwischen Castelmezzano und Pietrapertosa, bilden Sandsteinzinnen und hochgelegene Dörfer die Lukanischen Dolomiten. Die Blitzbesucher bleiben beim Flug an den Seilen hängen und überlassen die Panoramawege fast leer denen, die in Ruhe wandern.

Foto di Lukanische Dolomiten, Potenza, Italien — Rundweg durch die Lukanischen Dolomiten zwischen Castelmezzano und Pietrapertosa

Foto: Jon Shave (CC BY 2.0) — Wikimedia Commons

Die Lukanischen Dolomiten überraschen jeden. Im apenninischen Herzen der Basilikata, wo man sich nur trockene Hügel vorstellt, erheben sich plötzlich vom Wind geformte Sandsteinzinnen, zwischen denen sich zwei der schönsten und fotogensten Dörfer des Südens verstecken: Castelmezzano und Pietrapertosa. Ihr Ruhm wuchs dank des Volo dell'Angelo, der Seilrutsche, die die beiden Dörfer schwebend über dem Abgrund verbindet. Doch gerade diese Attraktion rettet die Wanderwege: die meisten Besucher kommen, fliegen, fotografieren und reisen am selben Tag wieder ab, ohne die Fußwege zu beachten, die selbst an Wochenenden still bleiben.

Der Sieben-Steine-Weg

Der eindrucksvollste Weg ist der Rundweg, der die beiden Dörfer verbindet, bekannt als Sentiero delle Sette Pietre. Es ist ein thematischer Pfad, inspiriert von den Traditionen und den Geschichten volkstümlicher Magie der Basilikata, gegliedert durch Installationen und Rastplätze entlang der Strecke. Er verbindet Castelmezzano und Pietrapertosa und führt durch den Talboden des Baches Caperrino, eingebettet in die Vegetation, mit ständigen Ausblicken auf die Zinnen, die von oben aufragen. Es ist die authentischste Art, die beiden Dörfer zu verbinden: anstatt über die Landschaft zu fliegen, durchquert man sie langsam.

Die beiden Dörfer

In Pietrapertosa lohnt sich der Aufstieg in die Arabata, das antike hochgelegene Viertel, bis zu den Resten der in den Fels gehauenen Burg, von der der Blick das ganze Tal umfasst. Castelmezzano auf der anderen Seite verzaubert mit Gassen, die sich zwischen den Felsen einfädeln, und der berühmten Normannischen Treppe, in den Stein gehauene Stufen, die zu den Ruinen der Festung hinaufführen. Rund um die Dörfer verzweigen sich weitere markierte Pfade, die zwischen den Zinnen und den Zerreichenwäldern hinaufsteigen, ideal für alle, die die Wanderung verlängern und die höchsten Aussichtspunkte suchen wollen.

Wer im Talboden wandert, nimmt eine andere Seite dieser Orte wahr: den Bach, die dichte Vegetation, die Frische des Schattens, im Kontrast zur Trockenheit, die man von einer Landschaft des inneren Südens erwarten würde. Es ist ein verborgener Mikrokosmos, in dem die von unten gesehenen Zinnen an jeder Wegbiegung neue Formen annehmen. Wer stehen bleibt, um zu lauschen, nimmt das Rauschen des Wassers und den Gesang der Vögel wahr, fern vom Lärm der organisierten Gruppen, die sich an den Startpunkten des Fluges konzentrieren.

Anreise

Zur Anreise ist das Auto empfehlenswert. Die beiden Dörfer erreicht man von Potenza aus, indem man die inneren Straßen des Basento-Tals hinaufsteigt; die letzten Serpentinen sind eng und steil, aber gut gepflegt. Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es, sind aber selten und sollten sorgfältig geprüft werden, wenn man nicht selbst fährt. Vor Ort bewegt man sich zu Fuß: die beiden Dörfer sind klein und dafür geschaffen, langsam erkundet zu werden.

Der Rundweg zwischen den Dörfern erfordert keine alpinistische Vorbereitung, ist aber auch kein banaler Spaziergang: er wechselt zwischen Abstiegen und Wiederanstiegen mit einem spürbaren Höhenunterschied, vor allem beim Rückweg zum Ausgangsort, und der Untergrund kann uneben sein. Es ist eine Anstrengung, die für regelmäßig Wandernde machbar ist, mit passenden Schuhen und ohne Eile anzugehen. Die Aufstiege zu den Burgen fügen Stufen und einige ausgesetzte, aber gesicherte Passagen hinzu.

Wann hinreisen

Die ideale Zeit ist der Frühling, im April und Mai, wenn die Hänge sich mit Grün und Blüten färben und die Luft frisch ist, oder der Oktober, mit den kupferfarbenen Wäldern und einem goldenen Licht, das den Sandstein hervorhebt. Der Sommer kann hier sehr heiß werden, und die Talbodenpfade bieten nur streckenweise Schatten. Gerade weil sich das Publikum auf den Flug und die warmen Monate konzentriert, findet man in der Zwischensaison die Wege fast leer und die Dörfer lebenswert, ohne die Schlangen der Wochenendspitzen.

Ein praktischer Rat: planen Sie die Wanderung in eine Richtung und organisieren Sie im Voraus die Rückkehr zum Ausgangsort, denn die beiden Dörfer sind in Luftlinie nah beieinander, aber durch ein Tal getrennt, und zu Fuß zurückzukehren verdoppelt die Anstrengung. Brechen Sie früh am Morgen auf, nehmen Sie Wasser und einen Hut mit und gönnen Sie sich die Zeit, sich am Ende des Tages in den beiden Dörfern aufzuhalten: in jenen stillen Gassen, wenn die Reisebusse abgefahren sind, zeigen die Lukanischen Dolomiten ihre wahrhaftigste Seite.

Praktische Führer für Potenza

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Rundweg durch die Lukanischen Dolomiten zwischen Castelmezzano und Pietrapertosa?

Il periodo consigliato è April, Mai e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Rundweg durch die Lukanischen Dolomiten zwischen Castelmezzano und Pietrapertosa?

Rundweg durch die Lukanischen Dolomiten zwischen Castelmezzano und Pietrapertosa si trova in Lukanische Dolomiten, Potenza, Italien.

Adatto a: Aprile Maggio Ottobre

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