Statt Mykonos: Sifnos, die griechische Insel, auf die man zum Essen fährt und nicht zum Tanzen
Dreihundert weiße Kirchen, handgefertigte Keramik und eine kulinarische Tradition, die zu den besten der Kykladen zählt. Sifnos ist das Anti-Mykonos schlechthin.
Foto: Daquella manera (CC0) — Flickr
Mykonos steht für Party, Luxus und Selfies. Wer das genaue Gegenteil sucht – eine griechische Insel, auf der der Rhythmus vom langsamen Garen des Mastelo im Steinofen bestimmt wird, wo die weißen Kirchen zahlreicher sind als die Hotels und wo man nachts tatsächlich schläft –, ist auf Sifnos richtig.
Sifnos ist in ganz Griechenland für seine Küche berühmt: Es ist die einzige Kykladeninsel mit einer eigenen, kodifizierten gastronomischen Tradition. Mastelo – Lamm oder Zicklein, im Tontopf mit Wein und Dill geschmort – ist das Symbolgericht, das sonntags in fast allen Tavernen der Insel serviert wird. Revithada – eine Kichererbsensuppe, die die ganze Nacht im Ofen der Bäckerei gart – ist das Sonntagsessen der Familien auf Sifnos. Die Süßspeisen – Amygdalota (Mandelplätzchen) und Melopita (Honigkuchen) – findet man in den Dorfbäckereien.
Die Keramik von Sifnos ist seit dreitausend Jahren berühmt: Der rote, geschmeidige Ton der Insel wird in den Werkstätten von Vathy und Kamares noch immer von Hand verarbeitet. Man kann die Ateliers besuchen, den Keramikern bei der Arbeit zusehen und Einzelstücke kaufen – Töpfe, Teller, Krüge –, die Gebrauchsgegenstände sind, keine Souvenirs.
Apollonia, die Hauptstadt, ist ein kykladisches Dorf, das sich über drei Hügel verteilt, die durch gepflasterte Gassen verbunden sind. Es hat weder die szenische Dramatik Santorinis noch den Glamour Mykonos', aber etwas Besseres: Normalität. Die Cafés auf dem Platz sind voller Griechen, Kinder spielen zwischen den Kirchen, und abends isst man draußen mit Blick auf die Lichter der Nachbarinseln.
Kastro – die alte Hauptstadt – ist ein mittelalterliches Dorf, das auf einem Felsvorsprung im Osten der Insel thront: Die äußeren Häuser bilden die Verteidigungsmauer, und bei Sonnenuntergang färbt das Licht die Steine golden und rosa. Es ist eines der schönsten Dörfer der Kykladen, und nur wenige Touristen finden hierher.
Die Strände von Sifnos sind vielfältig: Vathy ist eine tiefe Bucht mit Sand und Tamarisken; Platis Gialos ist der längste Strand der Insel; Chrissopigi – überragt vom gleichnamigen Kloster auf einer Landzunge – ist der stimmungsvollste. Keiner ist jemals so überlaufen wie die von Mykonos.
Sifnos erreicht man mit der Fähre von Athen (etwa fünf Stunden mit der langsamen Verbindung, zweieinhalb mit dem Katamaran); die Insel liegt auf den Routen nach Milos, Serifos und Paros. Es gibt keinen Flughafen: Das ist ihr natürlicher Schutz vor dem Massentourismus.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Statt Mykonos?
Il periodo consigliato è Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Statt Mykonos è affollata?
Statt Mykonos è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Statt Mykonos?
Statt Mykonos si trova in Sifnos, Kykladen, Griechenland.
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