Nizwa: die Lehmfestung, in der der Oman von seiner beduinischen Seele erzählt
Runde Festung, Silber-Souk, Freitags-Ziegenmarkt und türkisfarbene Wadis: Nizwa ist das Oman, das Muscat einem nicht zeigt.
Foto: Arian Zwegers (CC BY 4.0) — Flickr
Nizwa war die Hauptstadt des Oman, bevor Muscat sie ablöste. Es liegt inmitten der Oase al-Dakhiliyah am Fuß des Jebel-Akhdar-Gebirges und war jahrhundertelang das religiöse, kulturelle und kommerzielle Herz des Landes. Heute ist es eine Stadt mit 70.000 Einwohnern, die ihren Charakter unversehrt bewahrt hat: die runde Festung, der traditionelle Souk, der Ziegenmarkt.
Die Festung und der Souk
Die Festung von Nizwa, im 17. Jahrhundert von Imam Sultan bin Saif erbaut, besitzt einen runden Turm mit 30 Metern Durchmesser – den größten der Arabischen Halbinsel. Von seiner Spitze reicht der Blick über die Berge, die Palmenhaine und die Freitagsmoschee. Der angrenzende Souk ist ein Labyrinth von Läden, in denen omanisches Silber (Khanjar, traditionelle Dolche mit Horngriff), Keramik, Datteln, Weihrauch und Halwa (das Nationaldessert, eine gewürzte Gelee) verkauft werden.
Der Ziegenmarkt
Jeden Freitagmorgen von 7 bis 10 Uhr verwandelt sich der Platz neben der Festung in einen Viehmarkt: Ziegen, Schafe und Kühe werden per Zuruf und Handzeichen versteigert – ein System, das sich seit Jahrhunderten nicht verändert hat. Es ist mehr ein soziales als ein kommerzielles Ereignis – Männer in weißer Dishdasha trinken omanischen Kaffee (mit Kardamom und Rosenwasser), begrüßen einander, handeln. Kein Tourist weit und breit.
Die Wadis und die Berge
Die Umgebung von Nizwa ist spektakulär. Das Wadi Tanuf ist eine Schlucht, in der Wasser zwischen Felswänden und Palmen fließt. Der Jebel Akhdar (der „Grüne Berg“) steigt auf 3.000 Meter und verbirgt Rosenterrassen (die Rose des Jebel Akhdar ist berühmt für das aus ihr gewonnene Rosenwasser) sowie Steindörfer, die am Rand des Canyons kleben. Das Wadi Bani Khalid weiter östlich hat smaragdgrüne Naturbecken zum Baden.
Praktische Informationen
Von Muscat: 1,5 Stunden mit dem Auto. Der Oman verlangt ein elektronisches Visum (einfach online zu beantragen). Ein Mietwagen ist der beste Weg zum Erkunden – die Straßen sind ausgezeichnet. Gasthäuser in Nizwa und auf dem Jebel Akhdar beginnen bei 40 Euro. Ideale Reisezeit: Oktober bis März (omanischer Winter, milde Temperaturen). Im Sommer werden die 45 °C überschritten. Die omanische Küche basiert auf Reis, Fleisch, Datteln und Kardamom – Shuwa (24 Stunden in der Erde gegartes Lamm) ist das zeremonielle Gericht.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Nizwa?
Il periodo consigliato è Oktober, November, Dezember, Januar, Februar e März, quando è meno affollata.
Nizwa è affollata?
Nizwa è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Nizwa?
Nizwa si trova in Nizwa, Ad Dakhiliyah, Oman.