Der Herbst in Italiens Dörfern: die Farben, die Aromen und die Stille der perfekten Jahreszeit
Oktober und November sind die schönsten Monate für den Besuch italienischer Dörfer. Herbstlaub, Weinlese, Kastanien und Dörfer ohne einen einzigen Touristen.
Foto: ITALIA-ITALY.org by GeoSearch (CC BY 4.0) — Flickr
Der Herbst ist die Jahreszeit, in der Italien am besten ist. Die Farben der sich verändernden Landschaft, das goldene Licht des späten Nachmittags, die Düfte der Weinlese und der gerösteten Kastanien. Und vor allem die Stille: Die Sommertouristen sind weg, die Dörfer kehren zu ihren Bewohnern zurück, die Rhythmen werden langsamer.
Der Oktober ist der perfekte Monat. Die Temperaturen sind in der Mitte und im Süden noch mild, das Licht das beste des Jahres für die Fotografie, und die Dörfer beleben sich mit den Herbstaktivitäten: die Weinlese, die Olivenernte, die Pilz- und Kastanienfeste. Es ist der Monat, in dem das ländliche Italien sich von seiner besten Seite zeigt.
Die piemontesischen Langhe sind im Oktober ein farbliches Spektakel. Die Weinberge wechseln die Farbe – von Grün zu Gelb, von Orange zu Rot – und die Dörfer, die zwischen den Hügeln auftauchen, wirken wie gemalt. Es ist auch die Zeit der Trüffelmesse von Alba, aber es reicht, sich ein paar Kilometer zu bewegen, um Dörfer wie Barolo, Monforte d'Alba oder Neive ohne die Menschenmenge der Messe zu finden.
Umbrien im Herbst ist ein multisensorisches Erlebnis. Die Hügel zwischen Spoleto und Norcia entzünden sich rot, die Ölmühlen öffnen für die Olivenpressung, der Duft des neuen Öls durchdringt die Dörfer. Montefalco, Trevi, Campello sul Clitunno: kleine Zentren, in denen der Herbst schlicht gefeiert wird.
Die Kastanienwälder der Apenninen sind die herbstliche Landschaft schlechthin. Von der toskanischen Garfagnana bis zur kampanischen Irpinia, vom piemontesischen Val Borbera bis zu den Monti della Laga: Überall dort, wo Kastanienbäume stehen, feiert ein Dorf die Kastanie. Die Dorffeste sind der beste Weg, sie zu probieren: geröstete Kastanien, Mondine, Castagnaccio, süßes Mehl.
Der November ist der am meisten unterschätzte Monat. Die Tage werden kürzer, der Himmel ist oft grau, und viele verzichten aufs Reisen. Doch gerade deshalb ist es der Monat mit den niedrigsten Preisen und der garantiertesten Einsamkeit. Die Dörfer im südlichen Latium im November, gehüllt in Morgennebel, haben eine Atmosphäre, die kein Sommermonat erreichen kann.
Italiens Herbstlaub braucht sich vor dem nordamerikanischen nicht zu verstecken. Die Buchenwälder der Monti Cimini in Latium, der Wald von Sant'Antonio in den Abruzzen, der Wald von Vallombrosa in der Toskana, der Nationalpark Foreste Casentinesi zwischen Toskana und Romagna: Farbexplosionen, die wenige Wochen dauern und die nur ganz wenige Touristen kennen.
Für Übernachtungen im Herbst sind Agriturismi die ideale Wahl. Viele bieten Halbpension mit Produkten der Herbsternte: Dinkelsuppe, Steinpilze, Wild, Neuweine. Die Preise im Oktober und November sind die niedrigsten des Jahres: 35–50 Euro pro Nacht in Häusern, die im Sommer das Doppelte verlangen.
Der Herbst ist die Jahreszeit derer, die aus Freude reisen, nicht aus Pflicht. Er wird nicht vom Urlaub bedingt, nicht von der Hitze erzwungen, nicht von der Angst getrieben, etwas zu verpassen. Es ist eine gewählte, langsame, bewusste Reise. Genau die Art von Reise, die Italiens Dörfer verdienen.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Der Herbst in Italiens Dörfern?
Il periodo consigliato è Oktober e November, quando è meno affollata.
Dove si trova Der Herbst in Italiens Dörfern?
Der Herbst in Italiens Dörfern si trova in Italien.