Gran Paradiso (Aosta / Turin), Aostatal / Piemont, Italien

Gran Paradiso: Italiens erster Nationalpark, stilles Reich der Steinböcke

1922 aus einem königlichen Jagdrevier hervorgegangen, ist der Gran Paradiso Italiens ältester Nationalpark: unberührte Täler, Gletscher und Steinböcke, die keine Angst mehr vor dem Menschen haben.

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Foto: Giancarlo - Foto 4U (CC BY 2.0) — Flickr

Denkt man an die großen italienischen Nationalparks, kommen einem oft die Apenninen oder die Küstenlandschaften in den Sinn. Dabei entstand der allererste, gegründet zu einer Zeit, als es in Italien schlicht noch keine Nationalparks gab, zwischen Gletschern im Grenzgebiet von Aostatal und Piemont: der Nationalpark Gran Paradiso. Ein Ort, der trotz seines historischen Ranges und seines 4.061 Meter hohen Gipfels – des einzigen Viertausenders, der vollständig auf italienischem Staatsgebiet liegt – abseits der großen alpinen Touristenströme bleibt, im kollektiven Bewusstsein überschattet von berühmteren Nachbarn wie dem Mont Blanc.

Vom königlichen Jagdrevier zum Erbe für alle

Die Geschichte des Parks ist untrennbar mit der seines Wappentiers verbunden, dem Alpensteinbock. 1856 erklärte Viktor Emanuel II. die Berge des Gran Paradiso zum Königlichen Jagdrevier – ein Schritt, der die Art faktisch vor einem bereits sehr nahen Aussterben rettete. 1919 erklärte sich Viktor Emanuel III. bereit, die 2.100 Hektar des Reservats dem italienischen Staat zu schenken, unter der Bedingung, dass dort ein Nationalpark entstehe. Am 3. Dezember 1922 wurde das Projekt Wirklichkeit: So entstand Italiens erster Nationalpark. In den folgenden zwölf Jahren wuchs die Steinbockpopulation beträchtlich, und die königlichen Saumpfade und Maultierwege aus dem 19. Jahrhundert wurden wiederhergestellt – dieselben, die noch heute Wanderer begleiten.

Ein weites Gebiet, fünf Täler, ein einziger Atemzug

Heute erstreckt sich der Park über rund 71.000 Hektar (nach den jüngsten Erhebungen 710 km²), verteilt auf dreizehn Gemeinden. Auf der Seite des Aostatals umfasst er die Täler Cogne, Rhêmes und Valsavarenche, auf piemontesischer Seite die Täler Orco und Soana. Jedes Tal hat seinen eigenen Charakter: Cogne mit seinem Valnontey ist wohl das meistbesuchte und beherbergt den Alpinen Botanischen Garten Paradisia, der im Sommer während der Blütezeit geöffnet ist; Valsavarenche mit dem Weiler Pont/Le Breuil ist der klassische Ausgangspunkt für den Aufstieg zum Gipfel des Gran Paradiso; die Täler von Rhêmes und das Val Soana hingegen gehören zu den stillsten und am wenigsten besuchten Winkeln des gesamten Alpenbogens.

Steinböcke, Gämsen und eine seltene Stille

Was den Gran Paradiso besonders macht, ist nicht nur die Landschaft – Bergseen, Gletscher, Lärchenwälder –, sondern die konkrete Möglichkeit, Steinböcke aus nächster Nähe zu beobachten: Sie sind hier seit einem Jahrhundert geschützt und haben einen Großteil ihrer Scheu vor dem Menschen verloren. Gämsen, Murmeltiere, Steinadler und Bartgeier vervollständigen ein Ökosystem, das europaweit als Labor für den Schutz der alpinen Fauna diente. Die über die Täler verteilten Besucherzentren bieten Karten, Informationstafeln und ausgeschilderte Ausgangspunkte für Wanderwege jeden Schwierigkeitsgrads – von leichten Spaziergängen im Talgrund bis zum alpinistischen Aufstieg zum Gipfel.

Anreise

Der Park ist von den wichtigsten Städten Norditaliens aus bequem zu erreichen: von Turin aus braucht man mit dem Auto etwas mehr als eine Stunde, von Mailand und Genua aus dauert die Fahrt einige Stunden länger. Von der piemontesischen Seite erreicht man den Park meist über die SP460 durch die Täler Orco und Soana; von der Seite des Aostatals fährt man das Aostatal hinauf und nimmt die Abzweigungen nach Cogne, Valsavarenche oder Rhêmes. Da es in den inneren Tälern keinen direkten Bahnanschluss gibt, bleibt das Auto das praktischste Verkehrsmittel, auch wenn im Sommer Shuttlebus-Verbindungen zu einigen Ortschaften eingerichtet sind.

Praktische Informationen

Quando andare a Gran Paradiso?

I mesi migliori sono Juni, Juli, August e September, quando c'è meno gente.

C'è molta gente a Gran Paradiso?

Gran Paradiso risulta sehr ruhig se confrontata con le mete più turistiche.

In che zona si trova Gran Paradiso?

Gran Paradiso è situata in Gran Paradiso (Aosta / Turin), Aostatal / Piemont, Italien.

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Anfahrt

  • 🚆 Nächster Bahnhof: Funival ~23 km Luftlinie
  • ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto regionale della Valle d'Aosta / Aéroport régional de la Vallée d'Aoste AOT ~28 km Luftlinie

Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.

Adatto a: Giugno Luglio Agosto Settembre

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