Fornelli, Isernia, Italien

Fornelli: die Stadt des Öls und der sieben Türme in den Bergen von Isernia

Fornelli im innermolisischen Hinterland bewahrt eine nahezu intakte mittelalterliche Stadtmauer, sieben angevinische Türme und eine hervorragende Olivenöltradition: die «Città dell'Olio», die kaum jemand kennt.

Foto di Fornelli, Isernia, Italien — Fornelli: die Stadt des Öls und der sieben Türme in den Bergen von Isernia

Foto: P Pasquale 86 (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons

Der Name könnte in die Irre führen — und tatsächlich streiten sich die Gelehrten bis heute, ob er von den mittelalterlichen «Brennöfen» oder von einer Verballhornung von «Forum Cornelii» stammt. Doch Fornelli, in der Provinz Isernia, braucht keine Etymologien, um sich zu behaupten: Es genügt, entlang der beinahe vollständig erhaltenen Ringmauer aus dem 15. Jahrhundert zu gehen, um zu begreifen, dass man vor einem der besterhaltenen mittelalterlichen Dörfer des Molise steht.

Die sieben Türme und die angevinischen Mauern

Gegründet im 9. Jahrhundert als Besitzung der Abtei San Vincenzo al Volturno — die erste urkundliche Erwähnung datiert auf 891 — verdankt Fornelli sein heutiges Gesicht den angevinischen Umbauten des 14. und 15. Jahrhunderts. Die Mauern, die den Altstadtkern umschließen, werden von sieben Türmen gegliedert, teils rund, teils polygonal, die wie vergessene Wachposten über den Dächern der Häuser aufragen. Die Porta d'Entrata mit ihrem spitzbogigen Torbogen führt in ein Labyrinth aus Gassen, in dem die Zeit tatsächlich stehengeblieben scheint.

Die Berufung zum Olivenanbau

Außerhalb der Mauern, auf den Hügeln, die sich zum Volturnotal hin senken, wachsen seit unvordenklichen Zeiten Olivenbäume. Fornelli ist als «Città dell'Olio» anerkannt: Das Extra-Vergine aus der Umgebung ist fruchtig und leicht, mit niedrigem Säuregehalt, der es sowohl zum Rohgenuss als auch zum Kochen prädestiniert. Am besten probiert man es in den Trattorien des Ortszentrums, auf einer Bruschetta aus geröstetem Bauernbrot — schlicht und unübertrefflich. Während der Olivenernte im Oktober und November duftet das Dorf nach frisch gemahlener Frucht.

Der Sonnenuntergang von Fornelli

Zu den stilleren Genüssen Fornellis gehört das Warten auf den Sonnenuntergang am Aussichtspunkt auf der Südseite des Dorfes: Das streifende Licht setzt die Olivenhaine, die Kirchtürme des fernen Isernia und die Gipfel der Matese-Berge im Hintergrund in Szene. Es gibt kein Fest, das diesem Schauspiel gewidmet wäre, doch jeden Abend, zu jeder Jahreszeit, ist der Abstecher lohnend. Fornelli liegt rund 12 Kilometer von Isernia entfernt.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Fornelli?

Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September, Oktober e November, quando è meno affollata.

Fornelli è affollata?

Fornelli è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.

Dove si trova Fornelli?

Fornelli si trova in Fornelli, Isernia, Italien.

Adatto a: Aprile Maggio Giugno Settembre Ottobre Novembre

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