Matera, Basilikata, Italien

Anreise nach Matera: alle Verkehrsmittel im Überblick

Praktischer Ratgeber für die Anreise nach Matera per Flugzeug, Zug, Auto oder Bus. Aktuelle Fahrzeiten, Taktfrequenzen und Preise, um die Reise in die Sassi-Stadt ohne böse Überraschungen zu planen.

Foto di Matera, Basilikata, Italien — Anreise nach Matera: alle Verkehrsmittel im Überblick

Foto: Benjamin Smith (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons

Anreise nach Matera: die Sassi-Stadt erwartet Sie

Matera zählt zu den faszinierendsten Reisezielen Italiens, doch die Anreise verlangt ein wenig Planung. Die Stadt verfügt weder über einen direkten Anschluss an das nationale Schienennetz noch über eine Autobahnanbindung, und der nächstgelegene Flughafen liegt eine gute Stunde entfernt. Diese relative Unzugänglichkeit ist jedoch Teil ihres Reizes: Matera muss man sich erobern, man muss sie sich verdienen. Wer nach mehreren Stunden Fahrt durch die lukanische Landschaft eintrifft, spürt den Bruch mit dem Alltag umso stärker. Die gute Nachricht: Die Verkehrsoptionen sind zahlreicher, als man denkt, und mit der richtigen Planung erreicht man die Sassi-Stadt bequem von jedem Punkt Italiens aus.

Vor der Abreise lohnt sich auch ein Blick auf Was man in zwei Tagen in Matera sehen kann, um die Zeit vor Ort optimal zu nutzen.

Mit dem Flugzeug

Der bequemste Flughafen für die Anreise nach Matera ist der Karol-Wojtyla-Flughafen von Bari (IATA-Code: BRI), rund 65 Kilometer von der Stadt entfernt und mit dem Auto in etwas mehr als einer Stunde erreichbar. Von Bari aus verkehren Direktflüge zu den wichtigsten italienischen und europäischen Städten: Mailand, Rom, London, Barcelona, Amsterdam und viele weitere Ziele, mit täglichen Frequenzen, die sich in der Sommersaison spürbar erhöhen. Ryanair, ITA Airways, Vueling und Volotea zählen zu den wichtigsten Anbietern.

Nach der Landung in Bari ist der Shuttle-Bus verschiedener Gesellschaften die günstigste Möglichkeit, um Matera zu erreichen. Pugliairbus und andere private Betreiber verbinden den Flughafen Bari mit regelmäßigen Abfahrten direkt mit Matera, vor allem in der Hochsaison. Das Ticket kostet in der Regel zwischen 6 und 10 Euro pro Person, die Fahrt dauert etwa 70 bis 90 Minuten. Es empfiehlt sich, im Voraus online zu buchen, besonders im Sommer: Die Plätze sind begrenzt, und die Busse füllen sich rasch.

Alternativ kann man vom Flughafenterminal die S-Bahn Bari bis zum Hauptbahnhof nehmen und von dort mit dem FAL-Zug nach Matera weiterreisen (siehe folgender Abschnitt). Diese Route erfordert mehrere Umstiege, ist aber eine gute Wahl für Sparsame oder für Reisende, die aus anderen Gründen bereits in der Stadt sind.

Das Taxi oder ein privater Transferservice vom Flughafen Bari nach Matera kostet rund 70 bis 100 Euro für das gesamte Fahrzeug – für Gruppenreisen also eine lohnende Option. Die Fahrzeiten sind planbarer als beim Bus, und man wird direkt zur Adresse der Unterkunft gebracht: ein nicht zu unterschätzender Komfort, wenn man bedenkt, dass viele Unterkünfte in der Altstadt nur zu Fuß erreichbar sind.

Der zweite in Frage kommende Flughafen ist Brindisi (BDS), rund 130 Kilometer von Matera entfernt. Die Fahrzeit mit dem Auto beträgt etwa zwei Stunden. Brindisi wird von zahlreichen Billigfluglinien angeflogen, insbesondere von Ryanair, und ist eine interessante Alternative, vor allem wenn sich ein spürbar günstigeres Flugticket findet. Die direkte Verbindung nach Matera ist von Brindisi aus jedoch weniger komfortabel: Empfehlenswert sind Mietwagen oder privater Transfer.

Neapel (NAP), mit rund 220 Kilometern weiter entfernt, ist dennoch eine Option, wenn ein umfassenderer Rundreiseplan auch Kampanien einschließt. Von Neapel aus erreicht man Matera mit dem Bus der Gesellschaft Marozzi oder mit Flixbus in etwa drei Stunden.

Mit dem Zug

Das Bahnkapitel Materas ist ein besonderes und will gut studiert sein, um Überraschungen zu vermeiden. Die Stadt ist nicht an das nationale Trenitalia-Netz angebunden. Es besteht jedoch ein Schienenverkehr der FAL, der Ferrovie Appulo Lucane, der Bari über eine Schmalspurstrecke mit Matera verbindet. Es ist ein langsamer Zug, mit teils historischen Waggons, doch die Fahrt ist angenehm und führt durch ländliche Landschaften von großem Reiz.

Die Linie startet am Bahnhof Bari Centrale (bedient von Trenitalia und Frecciabianca) und erreicht den Bahnhof Matera Centrale nach rund 80 Kilometern. Die Fahrzeiten schwanken je nach Zug zwischen einer Stunde und 20 Minuten und einer Stunde und 45 Minuten. In den Hauptzeiten verkehrt etwa ein Zug pro Stunde, in den späten Abendstunden fällt das Angebot dünner aus. Das Ticket kostet rund 5 bis 6 Euro. FAL-Tickets sind nicht über Trenitalia erhältlich: Sie müssen direkt am Bahnhof oder über die FAL-Website erworben werden.

Wer mit einem Schnellzug in Neapel oder Rom ankommt und nach Matera weiterreisen möchte, nimmt am besten einen Intercity oder Regionalzug bis Bari und steigt dort in die FAL-Linie um. Von Roma Termini benötigen die Direktzüge nach Bari rund 4 Stunden, von Napoli Centrale rund 3 Stunden mit den Frecce oder etwas mehr mit Regionalzügen. In Bari ist der Anschluss der FAL nach Matera in der Regel gut organisiert, dennoch empfiehlt sich beim Umstieg ein Puffer von 20 bis 30 Minuten.

Für Reisende aus Norditalien können Nachtzüge – wo verfügbar – eine gute Alternative sein: abends abfahren, morgens in Bari ankommen und anschließend nach Matera weiterreisen. Prüfen Sie stets das Angebot von Trenitalia für Nachtverbindungen auf den Langstrecken.

Mit dem Auto

Das Auto ist häufig das bequemste Verkehrsmittel für die Anreise nach Matera, besonders für Familien, Reisende mit viel Gepäck oder wer den Besuch mit einer umfassenderen Rundreise durch Süditalien verbinden möchte. Die Stadt ist zwar nicht direkt an eine Autobahn angebunden, doch die Staatsstraßen sind gut befahrbar und ausgeschildert.

Von Bari aus (rund 65 km) ist die Strada Statale 99 di Matera (SS99), auch als Strada Statale dell'Appulo Lucana bekannt, die schnellste Route. Unter normalen Bedingungen dauert die Fahrt 60 bis 70 Minuten, mit Schwankungen durch den Verkehr rund um das Industriegebiet von Bari. Alternativ lässt sich auf dem Anfangsstück die SS7 Appia befahren.

Von Neapel (rund 230 km) nimmt man die Autobahn A3 Napoli-Salerno-Reggio Calabria bis zur Ausfahrt Sicignano degli Alburni, fährt anschließend auf der SS407 Basentana Richtung Potenza und steigt dann nach Matera hinab. Die Gesamtstrecke dauert je nach Verkehr und Wetterlage zwischen zweieinhalb und drei Stunden, besonders auf dem apenninischen Abschnitt.

Von Rom (rund 420 km) führt die direkteste Route über die A1 bis Neapel und dann weiter wie oben beschrieben; alternativ nimmt man die Adriaküste (A24-A14) bis Bari und anschließend die SS99. Die Fahrzeiten liegen zwischen 4 und 5 Stunden.

In Matera angekommen ist zu beachten, dass die Altstadt – die Sassi – für den Individualverkehr weitgehend gesperrt ist. Am Rand des Zentrums gibt es zwei kostenpflichtige Hauptparkplätze: P1 in der Via Lucana und P2 in der Via Aldo Moro, beide wenige Gehminuten von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten entfernt. Die Parkgebühr liegt bei rund 1 bis 2 Euro pro Stunde. In der Hochsaison (Juli-August und die Frühjahrswochenenden) sind die Parkplätze in den Mittagsstunden rasch belegt: Empfehlenswert ist eine Ankunft vor 9 Uhr morgens oder nach 17 Uhr.

Wer in einem Hotel oder einer Ferienwohnung innerhalb der Sassi übernachtet, kann meist eine befristete Genehmigung zum Ausladen des Gepäcks beantragen. Setzen Sie sich vorab mit der Unterkunft in Verbindung, um genaue Anweisungen einzuholen.

Mit dem Bus

Der Fernbusverkehr ist womöglich die am meisten unterschätzte Möglichkeit, Matera zu erreichen – erweist sich aber häufig als die günstigste und praktischste, gerade für Reisende aus Großstädten.

Flixbus verbindet Matera mit Rom, Neapel, Bari und weiteren italienischen Städten zu Tarifen, die bei rechtzeitiger Buchung bereits bei wenigen Euro beginnen. Von Rom dauert die Fahrt rund 5 bis 6 Stunden, von Neapel etwa 3 bis 4 Stunden, von Bari etwa anderthalb Stunden. Die Flixbusse sind modern, mit WLAN und Steckdosen ausgestattet und halten an der Haltestelle Via Annunziatella oder in Nähe des FAL-Bahnhofs.

Die Gesellschaft Marozzi fährt die Verbindung Rom-Matera mit Zwischenhalten und bietet einen traditionsreichen, verlässlichen Service. Das Ticket kostet rund 20 bis 30 Euro. SITA Sud wiederum betreibt die regionalen Verbindungen zwischen Matera und den wichtigsten lukanischen und apulischen Städten mit sehr günstigen Tarifen und pendlergerechten Fahrplänen.

Von Tarent (rund 60 km) gibt es Direktverbindungen verschiedener Gesellschaften in rund einer Stunde. Von Potenza (rund 100 km) sind die Verbindungen weniger häufig, aber regelmäßig, mit einer Fahrzeit von rund anderthalb Stunden.

Fortbewegung vor Ort

In Matera bewegt man sich fast ausschließlich zu Fuß fort – und das ist eine der schönsten Seiten der Stadt. Die Sassi – die Felsviertel Sasso Caveoso und Sasso Barisano – erkundet man über gepflasterte Gassen, Treppen und Panoramawege, die sich zwischen den in den Fels gehauenen Behausungen hindurchwinden. In die Sassi hinein fährt kein Stadtbus: Auch wenn die Luftlinienabstände kurz sind, sind die Höhenunterschiede beträchtlich und viele Gassen für motorisierte Fahrzeuge unpassierbar.

Das moderne Zentrum Materas (Piano) ist von den Sassi aus in 10 bis 15 Minuten zu Fuß erreichbar und beherbergt die meisten Geschäfte, Supermärkte und Dienstleistungen. Hier verkehren die Stadtbuslinien von MICCOLIS, praktisch vor allem, um die Randparkplätze oder den FAL-Bahnhof zu erreichen.

Taxis stehen zwar zur Verfügung, sind jedoch zahlenmäßig begrenzt: Reservieren Sie am besten im Voraus, insbesondere für nächtliche Fahrten oder zum Flughafen. Einige Ride-Hailing-Apps sind mit wechselnder Verfügbarkeit in der Stadt aktiv.

Elektrofahrräder lassen sich bei einigen lokalen Anbietern mieten und eignen sich für Abstecher in die Randgebiete oder zu Aussichtspunkten wie Murgia Timone; innerhalb der Sassi sind sie wegen der Treppen und der engen Wege nicht nutzbar.

Wer in einem Agriturismo außerhalb der Stadt übernachtet, kommt am bequemsten mit dem eigenen Auto oder per Taxi zurecht. Für weitere Unterkunftsmöglichkeiten konsultieren Sie unseren Ratgeber Übernachten in Matera.

Matera erkundet man mit den Beinen und mit Neugier. Tragen Sie bequeme Schuhe mit rutschfester Sohle – nasser Tuffstein kann tückisch sein – und gönnen Sie sich den Luxus, sich ohne festes Ziel in den Gassen zu verlieren. Genau dort, hinter der nächsten Kurve, wartet das wahre Matera. Und ehe Sie zurückkehren, lassen Sie sich von der lukanischen Küche überraschen: Unser Ratgeber Essen in Matera verrät die besten Adressen.

Praktische Reiseführer für Como

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Anreise nach Matera?

Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.

Anreise nach Matera è affollata?

Anreise nach Matera è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.

Dove si trova Anreise nach Matera?

Anreise nach Matera si trova in Matera, Basilikata, Italien.

Weitere Alternativen zu Alberobello

Guide selezionate dalla nostra redazione, tutte alternative alla stessa meta affollata:

Anfahrt

  • 🚆 Nächster Bahnhof: Matera Sud ~1 km Luftlinie

Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.

Adatto a: Aprile Maggio Giugno Settembre Ottobre

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