Matera im Februar: die Sassi ohne Menschenmassen, der Tuff im Winter und die Höhlenkirchen
Matera in der Hochsaison ist überfüllt. Im Februar werden die Sassi wieder das, was sie immer waren: eine in den Tuff gehauene Stadt, still und alt wie wenige in Europa.
Foto: Genefaund (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Wer im Juli oder August in Matera war, weiß, wovon wir sprechen: enge, von Touristen verstopfte Gassen, Selfies vor den Aussichtspunkten, verdreifachte Preise, unmöglich, sich frei zwischen den Sassi zu bewegen. Wer im Februar dort war, weiß, dass es ein anderes Matera gibt. Dieselbe Stadt, derselbe Kalkstein, dieselben zweitausend Jahre ununterbrochener Geschichte — aber leer, still, manchmal neblig, manchmal glasklar, mit dem Winterlicht, das die Steine wie ein Skalpell schneidet.
Die Sassi ohne Menschenmassen: Sasso Barisano und Sasso Caveoso
Matera ist seit mindestens sechstausend Jahren ununterbrochen bewohnt, was es zu einer der ältesten Siedlungsstätten Europas macht. Die Sassi — die beiden in den Kalktuff der Schluchten gehauenen und gebauten Viertel — wurden in den fünfziger Jahren zwangsweise geräumt von der Nationalregierung, die sie wegen der hygienischen Zustände als „nationale Schande" betrachtete. Heute sind sie UNESCO-Weltkulturerbe und beherbergen Luxushotels in den alten Hypogäen. Im Februar wandert man fast allein zwischen den Höhlenhäusern: Man kann frei zwischen Sasso Barisano und Sasso Caveoso hinabsteigen, die auf- und absteigenden Gassen ohne erkennbare Logik erkunden und in die Höhlenkirchen schlüpfen, die die Hänge übersäen.
Die Höhlenkirchen und der Palombaro Lungo
Madonna de Idris, Santa Maria de Armenis, San Pietro Barisano: Kirchen, in den Fels gehauen, freskiert von mittelalterlichen Künstlern, die ihren Namen nicht hinterließen, jahrhundertelang vergessen und nun wieder besuchsfähig. Die Fresken haben die raue, unmittelbare Qualität der ländlichen mittelalterlichen Kunst. Unter der Piazza Vittorio Veneto ist der Palombaro Lungo eine der größten Wasserzisternen Europas: eine riesige, in den Tuff gehauene Höhle, 1992 entdeckt, die Regenwasser für die Stadt sammelte. Die Führung — obligatorisch, kostet wenige Euro — ist eines der einzigartigsten Erlebnisse, die man in einem italienischen historischen Zentrum haben kann.
Wie und wann hinfahren
Der Februar ist der ideale Monat: kälter als der März, aber viel weniger überfüllt als die Osterzeit, in der Matera beginnt, Menschenmassen anzuziehen. Die Temperaturen liegen tagsüber zwischen 5 und 12 Grad, ideal zum Wandern. Von Rom aus erreicht man Matera in etwa 4 Stunden mit dem Zug bis Potenza und dann mit dem Bus oder mit dem Auto über die A16 Neapel–Bari mit Ausfahrt Taranto. Der bequemste Flug ist nach Bari, von wo aus Matera etwa 65 Kilometer entfernt ist. Orecchiette mit Lammragout und das Brot aus Matera IGP — das berühmteste Brot des Südens — vervollständigen das Bild eines Wochenendes außerhalb der Saison, das die Reise wert ist.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Matera im Februar?
Il periodo consigliato è November, Dezember, Januar, Februar e März, quando è meno affollata.
Matera im Februar è affollata?
Matera im Februar è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Matera im Februar?
Matera im Februar si trova in Matera, Matera, Italien.