Bitola, die Stadt der osmanischen Konsuln, durch die die Via Egnatia führte
Als zweitgrösste Stadt Nordmazedoniens war Bitola diplomatische Hauptstadt der Osmanen und Knotenpunkt der antiken Via Egnatia – ihre Moscheen und Cafés warten noch immer darauf, entdeckt zu werden.
Foto: Tommyy882 (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Im vierten Jahrhundert vor Christus gründete Philipp II. von Makedonien hier eine Stadt namens Heraclea Lyncestis. Einige Jahrhunderte später liessen die Römer die Via Egnatia – die grosse Strasse, die die Adria mit Konstantinopel verband – hindurchführen, und die Stadt wurde zu einem Knotenpunkt des mediterranen Handels. Im 19. Jahrhundert war sie nach Thessaloniki die zweite Metropole des Osmanischen Reiches auf dem Balkan – voller europäischer Konsulate, von Intellektuellen frequentierter Cafés und Moscheen, die man zu Dutzenden zählte. Heute ist Bitola die zweitgrösste Stadt Nordmazedoniens mit 95.000 Einwohnern, und fast niemand in Europa weiss, wo sie liegt. Für Reisende ist das eine der besten Nachrichten.
Die Stadt der Konsuln und ihre europäischen Spuren
Von Monastir – so der osmanische Name Bitolas – aus wurde zwischen 1864 und 1912 der gesamte Balkan-Vilayet verwaltet. Die Konsulate Österreich-Ungarns, Grossbritanniens, Frankreichs, Serbiens und weiterer Länder hinterliessen Paläste, die noch heute die Hauptstrasse Širok Sokak, die «breite Strasse», säumen, wo die Bitolčaner über Generationen hinweg flanierten. Aus diesen Strassen ging 1881 Mustafa Kemal hervor, der spätere Atatürk, der die örtliche Militärschule besuchte: In dem Gebäude, in dem er studierte, erinnert eine kleine Ausstellung an ihn.
Der Alte Basar und die überlebenden Moscheen
Der Alte Basar von Bitola stammt aus dem 15. Jahrhundert und zählte auf seinem Höhepunkt über zweitausend Werkstätten, aufgeteilt in mehr als dreissig spezialisierte Sektoren. Nur wenige Dutzend sind übrig, doch der Spaziergang durch die gedeckten Gassen bewahrt eine authentische Atmosphäre. Von den überlebenden Moscheen – zwölf von ursprünglich sechzig – ist die Ishak-Čelebi-Moschee aus dem Jahr 1506 die eleganteste: Ihr Inneres mit Wandmalereien und farbigen Fenstern ist für Besucher zugänglich, der Eintritt ist frei, und oft ist man ganz allein.
Heraclea Lyncestis, zehn Gehminuten entfernt
Weniger als zwei Kilometer vom Zentrum entfernt liegen die Ruinen von Heraclea Lyncestis: römische Mosaike aus dem 3. Jahrhundert an ihrem ursprünglichen Ort, ein Theater, Thermen, frühchristliche Basiliken. Der Eintritt kostet 100 Denar (weniger als zwei Euro). Bitola erreicht man von Skopje aus in drei Stunden mit dem Bus für etwa 500 Denar; von Ohrid aus in eineinhalb Stunden. Die besten Monate: Mai, Juni, September.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Bitola?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Bitola è affollata?
Bitola è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Bitola?
Bitola si trova in Bitola, Nordmazedonien.