Ringroute durch die Dörfer des Matese in Molise
Eine langsame Runde durch das Matese-Massiv auf der Seite von Molise, zwischen See, Karstdolinen und Steindörfern wie Roccamandolfi. Ein Gebirgszug, den der nationale Tourismus kaum kennt, wo man stundenlang wandert, ohne jemandem zu begegnen.
ALC, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Der Matese ist eines jener Gebirge, die abseits der Radare bleiben. Zwischen Molise und Kampanien gelegen, bewahrt er ein Karsthochland mit einem großen See, Dolinen, Karstschlünden und Gipfeln über 2.000 Metern, und doch sagt sein Name selbst vielen Bergliebhabern wenig. Auf der Seite von Molise ist der nationale Tourismus so gut wie abwesend: Da sind die Hirten, ein paar lokale Wanderer, und ansonsten die Stille. Eine Ringtour durch die Steindörfer dieses Massivs ist die beste Art, ein Gebiet zu entdecken, das gerade deshalb authentisch geblieben ist, weil es vergessen wurde.
Der See
Der natürliche Bezugspunkt ist der Lago del Matese, einer der höchstgelegenen Karstseen des Apennins, eingebettet in einer Mulde zwischen den Gipfeln des Monte Miletto und La Gallinola, den höchsten Erhebungen des Massivs. Seine Wasser wechseln mit den Jahreszeiten die Farbe, seine Wiesen sind im Frühjahr und Herbst mit weidenden Herden gesprenkelt. Von hier führen zahlreiche Pfade zu den Kämmen hinauf und queren die Karsthochebenen, deren Dolinen und Furchenkarren die kalkige Natur des Berges erzählen.
Die Dörfer
Das menschliche Herz dieser Runde bilden die Dörfer. Roccamandolfi ist vielleicht das eindrucksvollste: eine Steinortschaft, die sich unter die Reste einer langobardischen Burg schmiegt und von der zudem eine Tibetbrücke sowie ein Netz von Pfaden zu den Schluchten und Wasserfällen der Umgebung ausgehen. Nicht weit entfernt vervollständigen Zentren wie Bojano, einst Hauptort der Samniten Pentri am Fuß des Massivs, San Massimo, Zugangstor zu den Aufstiegsanlagen und Almen des Matese-Molise, sowie Campochiaro mit seinem Herakles-Heiligtum in der Ebene das Bild eines Landes, in dem samnitische Geschichte, Mittelalter und Weidewirtschaft übereinanderliegen.
Die Route verbindet diese Dörfer mit Bergwegen und Saumpfaden, die einst die Weiden verbanden. Man wandert durch Buchenwälder, Höhenwiesen und felsige Aufschlüsse, mit Ausblicken vom See bis zu den Gipfeln. Es ist kein banales Unternehmen: Die Höhenlagen sind respektabel, die Höhenunterschiede spürbar, und in einigen Abschnitten ist die Beschilderung minimal, weshalb sich diese Runde an alle richtet, die bereits Bergerfahrung haben und mit Karten und angemessener Kleidung ausgerüstet sind.
Zur Anreise erreicht man das Matese-Molise am besten mit dem Auto: Bojano ist auch per Bahn an der Molise-Binnenlinie angebunden, doch um zwischen den Dörfern zu wechseln und den See zu erreichen, ist das Auto nahezu unverzichtbar, da öffentliche Bergverkehrsmittel selten sind. Von Campobasso und Isernia gelangt man leicht mit dem Auto an den Fuß des Massivs. Vor Ort ist es sinnvoll, sich in einer der Ortschaften einzuquartieren und die Wandertage von dort aus zu planen.
Wann hinfahren
Die besten Monate sind Juni, September und Oktober. Im Juni blühen die Wiesen, und die Quellen sprudeln noch großzügig; September und Oktober schenken die Farben der Buchenwälder, klare Luft und die Herden, die von den Hochweiden herabsteigen. Der Hochsommer kann in den Höhen Nachmittagsgewitter bringen, während der Winter das Massiv in Schneeland verwandelt, mit Bedingungen, die alpinistische Ausrüstung erfordern. Das Schöne: Außerhalb weniger Schneewochenenden ist hier praktisch niemand — man kann stundenlang am See oder auf den Hochebenen wandern und trifft höchstens auf ein weidendes Pferd oder eine Kuh.
Praktische Tipps
Ein praktischer Rat: Prüfen Sie vor jedem Aufstieg das Wetter, denn auf dem Matese können die Nebel rasch aufziehen und auf diesen Hochebenen ohne markante Orientierungspunkte in die Irre führen. Nehmen Sie ausreichend Wasser mit, denn viele Höhenquellen sind saisonal, und gönnen Sie sich eine Rast in einem der kleinen Restaurants der Ortschaften, um die Käse des Matese zu probieren — von der Büffelmozzarella der tiefer gelegenen Orte bis zu den Höhen-Caciocavalli: eine Weise, eine fragile lokale Wirtschaft zu unterstützen und den Geschmack eines Gebirges mit nach Hause zu nehmen, das kaum jemand kennt.
Praktische Reiseführer für Todi
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Ringroute durch die Dörfer des Matese in Molise?
Il periodo consigliato è Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Ringroute durch die Dörfer des Matese in Molise?
Ringroute durch die Dörfer des Matese in Molise si trova in Matese-Massiv, Molise.