Waterford Greenway an der keltischen Küste, von Waterford nach Dungarvan
Eine ehemalige Bahntrasse, die im Südosten Irlands zum Greenway umgewandelt wurde, zwischen Viadukten, Tunneln und der Mündung mit Blick auf die Keltische See. Ein wenig bekanntes Gebiet abseits der Touristenströme von Dublin und Kerry, wo man auf einer eigenen Trasse fast ohne Verkehr radelt.
Foto: User:Dungarvan (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Der Südosten Irlands ist der Teil des Landes, den große Touren fast immer auslassen, gefangen von Dublin, Kerry und der Atlantikküste. Und doch beherbergt die Grafschaft Waterford einen der schönsten Grünen Wege der Insel: die Trasse einer stillgelegten alten Bahnlinie, umgebaut zum Greenway, die die Stadt Waterford mit Dungarvan verbindet und dabei Viadukte, Tunnel und die Mündung mit Blick auf die Keltische See durchquert.
Die Route
Start ist in Waterford, einer der ältesten Städte Irlands, in der Wikingerzeit gegründet, mit ihrem historischen Viertel, das sich um den mittelalterlichen Turm sammelt. Von hier entfernt sich der Greenway vom Zentrum und folgt dem Fluss Suir landeinwärts, um sich dann zur Küste hin zu wenden. Unterwegs begegnet man einigen der spektakulärsten Zeichen der alten Bahnlinie: den steinernen Viadukten, die Flüsse und Täler überqueren, und einem in den Fels geschlagenen Tunnel, ein Werk der Eisenbahnbaukunst des 19. Jahrhunderts, den man kühl und dunkel durchradelt, bevor man wieder ans Licht kommt. Man streift das Dorf Kilmacthomas, das sich um ein Viadukt schart, und rollt schließlich nach Dungarvan hinab, einer Hafenstadt an ihrer Bucht, dem natürlichen Endpunkt der Route.
Die letzten Kilometer nach Dungarvan bieten weite Ausblicke auf die Küste und die Mündung, mit Meer und Hügeln als Kulisse. Das Städtchen, mit seiner Burg am Hafen und den Pubs am Wasser, ist der richtige Ort, um den Tag mit einem Fischgericht zu beschließen.
Der Weg
Die Stärke dieses Grünen Weges ist, dass er fast durchgehend abseits des Verkehrs auf einer umgewandelten Bahntrasse mit gleichmäßigem Belag verläuft. Die Steigungen, ein Erbe der Eisenbahn, sind sanft und konstant, ohne harte Anstiege: Ein Weg für alle, auch für Familien, gut befahrbar mit einem einfachen Tourenrad oder Hybrid. Die Gesamtstrecke ist für Radfahrer mit etwas Kondition an einem Tag zu schaffen, lässt sich aber gut in Etappen aufteilen, um die Pausen zu genießen. Wind und Regen bleiben, wie überall an dieser Küste, die einzigen wirklich anspruchsvollen Faktoren.
Zur Anreise: Waterford ist gut per Straße und Schiene an den Rest Irlands angebunden; die Referenzflughäfen sind Dublin und Cork, von denen aus man die Gegend mit Auto, Zug oder Bus erreicht. Da es sich um eine lineare Route zwischen zwei Endpunkten handelt, lohnt es sich, über die Shuttle- und Fahrradtransportdienste auf dem Greenway zu informieren, um Hin- und Rückweg bequem zu regeln.
Wann hinfahren
Der empfohlene Zeitraum ist weit gespannt, vom Frühling bis zum Herbst, ungefähr April bis Oktober. Das Klima im Südosten Irlands ist eines der mildesten und vergleichsweise trockensten der Insel, was das nutzbare Zeitfenster gegenüber dem weit regnerischeren Westen verlängert. April und Mai bieten sattgrüne Landschaften und länger werdende Tage, September und Oktober warmes Licht und weniger Andrang. Auch wenn dieser Greenway sehr beliebt ist, bleibt die Gegend abseits der großen internationalen Ströme, die sich auf Dublin und Kerry konzentrieren, und außerhalb der Sommerwochenenden radelt man hier oft in Ruhe.
Die Geschichte der Bahnlinie
Auch die Geschichte, durch die man radelt, verdient Beachtung. Diese Linie war Teil des Bahnnetzes, das einst die Häfen des Südostens mit dem Landesinneren verband, und ihre Schließung – wie bei so vielen Landbahnen – hinterließ eine Trasse, die heute dank der Fahrräder neu auflebt. Die steinernen Viadukte und der Tunnel sind Werke einer anderen Zeit, und darauf zu radeln vermittelt das Gefühl, einem Faden zu folgen, der die Gegenwart mit der industriellen Vergangenheit der Region verbindet. Unterwegs fehlen die Blicke auf den Suir nicht und, mit der Annäherung an die Küste, auf die Bucht von Dungarvan, wo die Farben mit den Gezeiten wechseln. Es ist eine Route, die belohnt, wer sich Zeit nimmt und umschaut.
Ein praktischer Tipp: Nimm eine Lampe für den Tunnel mit, denn die Durchquerung im Dunkeln ist einer der stimmungsvollsten Momente der Strecke, und eine kleine Taschenlampe macht alles entspannter. Und hab es nicht eilig, in Dungarvan anzukommen: Die Halte in den Dörfern entlang des Weges, vielleicht in einem alten Bahnhof, der zum Café umgebaut wurde, sind der beste Weg, den langsamen Rhythmus dieser Ecke Irlands zu schmecken.
Praktische Reiseführer für Como
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Waterford Greenway an der keltischen Küste?
Il periodo consigliato è April e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Waterford Greenway an der keltischen Küste?
Waterford Greenway an der keltischen Küste si trova in Von Waterford nach Dungarvan, südöstliches Irland.