Vallo di Nera: das Burgdorf, das die Zeit nicht anzurühren wagte
1217 auf einem Felsvorsprung des Valnerina gegründet, bewahrt Vallo di Nera Mauern, Türme und romanische Kirchen in einer städtebaulichen Harmonie, die acht Jahrhunderten Geschichte standgehalten hat.
Foto: Hagai Agmon-Snir حچاي اچمون-سنير חגי אגמון-שניר (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Es gibt Dörfer, die aussehen, als wären sie gestern von einem Filmregisseur für einen Historienstreifen gebaut worden, so unversehrt und so unwahrscheinlich sind sie in ihrer mittelalterlichen Vollkommenheit. Vallo di Nera ist eines davon, und das Außergewöhnliche ist, dass es keine Rekonstruktion ist: die Mauern, die Türme, die stufigen Gassen, die Häuser aus Kalkstein, die sich aneinanderlehnen, um nicht zu fallen – alles ist authentisch, alles steht dort seit dem 13. Jahrhundert.
Das Burgdorf
1217 gestattete die Gemeinde Spoleto den Männern von Vallo, auf dem Hügel von Flezano, wo bereits eine langobardische Festung stand, eine Verteidigungsburg zu errichten. Seither hat das Dorf nie aufgehört zu sein, wofür es geboren wurde: eine kompakte Bastion, umgeben von dicken Mauern, mit Häusern so eng aneinandergedrängt, dass sie selbst Teil der Verteidigungsanlage bilden. Drei romanische Kirchen – Santa Maria Assunta, San Giovanni Battista und Santa Caterina – markieren die Ecken eines imaginären Dreiecks, das mit dem Grundriss des Dorfes zusammenfällt.
Die Fresken des Maestro di Eggi
Die Kirche Santa Maria Assunta bewahrt einen Freskenzyklus des späten 14. Jahrhunderts, dem sogenannten Maestro di Eggi zugeschrieben, einem der raffiniertesten umbrischen Maler jener Zeit: Szenen aus dem Leben Christi und der Madonna in Farben, die die Zeit noch wärmer gemacht hat. Nur wenige Touristen steigen bis hierher, um sie zu sehen – was bedeutet, dass man vor Werken allein sein kann, für die man in einer bekannteren Stadt stundenlang Schlange stehen müsste.
Die Stille als Erfahrung
Vallo di Nera zählt heute weniger als dreihundert Einwohner und gehört zu I Borghi più Belli d'Italia. Die Stille im Ortskern an den Nachmittagsstunden ist absolut, nur unterbrochen vom Gesang der Drosseln in den Flaumeichenwäldern, die den Hügel bedecken. Das Valnerina unterhalb des Dorfes ist auf Rad- und Wanderwegen entlang des Neras befahrbar.
Anreise
Das Dorf liegt an der SP470, rund 30 Kilometer südlich von Spoleto. Die Straße zu den Mauern ist eng, aber asphaltiert; der Parkplatz befindet sich direkt vor den Toren. Von den Mauern aus überblickt man das ganze Nera-Tal: eines der schönsten Panoramen des weniger bekannten Umbriens.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Vallo di Nera?
Il periodo consigliato è April, Mai, September e Oktober, quando è meno affollata.
Vallo di Nera è affollata?
Vallo di Nera è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Vallo di Nera?
Vallo di Nera si trova in Vallo di Nera, Perugia, Italien.