Valnerina, Umbrien

Das Valnerina zu Fuß: entlang des Flusses Nera zwischen Einsiedeleien und Wasserfällen

Das Valnerina ist das grünste und stillste Tal Umbriens, eingebettet entlang des Flusses Nera zwischen den Marken und der Apenningrenze. Fernab der Massenrouten schenkt es Abteien, Mühlen und schwebende Dörfer, in denen das Rauschen des Wassers fast das einzige Geräusch ist, das man hört.

Foto di Valnerina, Umbrien — Das Valnerina zu Fuß: entlang des Flusses Nera zwischen Einsiedeleien und Wasserfällen

Foto: Sailko (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons

Das Valnerina bleibt eines der bestgehüteten Geheimnisse Umbriens, gerade weil Reisende in der Region fast immer Assisi, Perugia oder Orvieto ansteuern. Hier steigt man dagegen in ein enges, tiefes Tal hinab, das der Fluss Nera gegraben hat, wo die Dörfer sich an die Hänge klammern und das Grün der Wälder kein Ende zu nehmen scheint. Es ist ein Ort aus Wasser, Stein und Stille, wie geschaffen für alle, die langsam gehen wollen.

Entlang des Flusses Nera

Ein guter Ausgangspunkt ist Scheggino, ein kleines Dorf am Nera mit seinen Kanälen und den Quellen, die alte Mühlen speisen. Von hier aus kann man dem Flusslauf in Richtung Sant'Anatolia di Narco und dem wunderschönen Komplex der Abtei der Heiligen Felice und Mauro folgen, einer romanischen Kirche, die einsam in der Landschaft steht, mit gemeißelten Reliefs, die lokale Legenden erzählen. Der Weg entlang des Wassers ist nahezu eben und eignet sich auch für weniger geübte Wanderer.

Steigt man das Tal hinauf, erreicht man Vallo di Nera, das zu den schönsten Dörfern Italiens gezählt wird: ein perfekt erhaltener mittelalterlicher Ortskern aus konzentrischen Gassen, Bögen und Fresken in den Kirchen. Von diesen Höhen umfasst der Blick das ganze Tal und man versteht, warum das Valnerina jahrhundertelang Land der Einsiedler war. Weiter nördlich führt das Tal nach Cerreto di Spoleto, Triponzo und in den Eingang der Schluchten, die nach Norcia und in die Sibillini hinaufsteigen.

Abteien und Burgen

Einen Abstecher wert ist Ferentillo, überragt von zwei einander gegenüberliegenden Burgen, und vor allem die Abtei San Pietro in Valle, ein langobardisches Juwel mitten im Wald mit einigen der ältesten Fresken der Region. Nicht weit entfernt beherbergt der Ortsteil Precetto eine kleine und kuriose Sammlung natürlicher Mumien. Es sind Etappen, die sich über mehrere Tage verbinden lassen, indem man Fußabschnitte mit kurzen Autofahrten abwechselt.

Wer rauschendes Wasser sucht, findet im Valnerina auch das Tal der Cascata delle Marmore, ganz im Süden Richtung Terni, doch den innigsten Zauber schenken die kleinen Quellen, Brunnen und Nebengewässer, denen man beim Wandern begegnet. Das Netz lokaler Wanderwege und die Abschnitte des Radwegs am Nera erlauben es, maßgeschneiderte Routen zu planen, immer mit dem Fluss als rotem Faden.

Anreise

Anreise: Das Tal wird von der Staatsstraße Valnerina durchzogen, die es vollständig durchquert und Terni mit Norcia verbindet. Mit dem Auto ist es am bequemsten, sich zwischen den Dörfern zu bewegen, da der öffentliche Nahverkehr begrenzt und vor allem auf die Einheimischen zugeschnitten ist. Wer mit dem Zug anreist, kann in Spoleto oder Terni aussteigen und dort auf Busse umsteigen. In den Dörfern selbst sind die Beine jedoch das beste Verkehrsmittel: Die Entfernungen zwischen Orten und Abteien sind oft kurz und die Wege gut markiert.

Beste Reisezeit

Die beste Zeit ist das Frühjahr, zwischen April und Mai, wenn die Wälder in leuchtendem Grün stehen, die Tage länger werden und das Wasser nach dem Regen reichlich fließt. Auch der Oktober ist hervorragend, mit den Herbstfarben und klarer Luft. In diesen Monaten ist das Tal fast menschenleer: Der Tourismus, ohnehin schon im Sommer spärlich, konzentriert sich hier höchstens auf die Wochenenden, und es genügt, sich ein Stück von den Hauptparkplätzen zu entfernen, um allein zu sein. So vermeidet man sowohl die Sommerhitze als auch die winterliche Strenge, wenn einige höhergelegene Straßen unpassierbar werden können.

Ein praktischer Tipp: Nimm eine Trinkflasche und bequeme Schuhe mit guter Sohle mit, denn viele Abschnitte folgen Schotter- oder feuchten Pflasterwegen am Fluss. Plane die Mahlzeiten im Voraus, denn in den kleineren Dörfern gibt es wenige Einkehrmöglichkeiten, die oft nur zu bestimmten Zeiten oder an bestimmten Tagen geöffnet sind; ein Halt in den lokalen Osterien lohnt sich für den schwarzen Trüffel und die Käse des Tals. Und lass dem Schweigen Zeit: Das Valnerina genießt man, indem man auf einer Brücke stehen bleibt und dem Nera lauscht, statt von einer Station zur nächsten zu hetzen.

Praktische Reiseführer für Como

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Das Valnerina zu Fuß?

Il periodo consigliato è April, Mai e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Das Valnerina zu Fuß?

Das Valnerina zu Fuß si trova in Valnerina, Umbrien.

Adatto a: Aprile Maggio Ottobre

Hai qualcosa da aggiungere?

Questo articolo lo scriviamo perché ci crediamo, ma non siamo dappertutto. Se hai visto un errore, se conosci un luogo che ci manca, o se ti va di scriverne uno tu — dicci.

Data sbagliata? Nome scritto male? Un luogo che non esiste? Scrivilo qui — anche una frase basta.

In der Nähe

Weitere Reiseziele

Meno conosciute, dal nostro blog

Una selezione casuale dalle nostre guide meno linkate: quattro mete che non c'entrano con questa pagina, giusto per esplorare.

← Alle Reiseführer

⚖ Confronta (0)