Langsamer Roadtrip zwischen den Dampfquellen der Colline Metallifere und Larderello
Im Hinterland zwischen Pisa, Siena und Grosseto bieten die Colline Metallifere eine geothermische und bergbauliche Toskana, die vom Tourismus fast vergessen wurde: Dämpfe, die aus der Erde steigen, Wälder und stille Dörfer fernab der klassischen Routen des Chianti und der Küste.
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Es gibt eine Toskana, die keiner Postkarte ähnelt. Keine Zypressenreihen und keine gekämmten Hügel: Hier raucht die Erde tatsächlich. Die Colline Metallifere zwischen den Provinzen Pisa, Siena und Grosseto sind eine fast mondartige Landschaft, in der Dampf aus dem Untergrund steigt, silberne Rohrleitungen zwischen den Wäldern verlaufen und alte Silber- und Kupferminen von Jahrhunderten harter Arbeit erzählen. Es ist eine Gegend, die der Massentourismus gerne überspringt, angezogen von Kunststädten und Meer anderswo: Gerade deshalb reist man hier in Ruhe, auf Straßen, die einem gehören.
Larderello und die Geothermie
Das Herz der Reise ist Larderello, ein Ortsteil der Gemeinde Pomarance, wo Geothermie keine abstrakte Idee ist, sondern der Motor des Ortes. Hier besucht man das Museum der Geothermie, das erklärt, wie aus natürlichem Dampf elektrische Energie gewonnen wird – eine Geschichte, die im 19. Jahrhundert beginnt und diesen Winkel der Toskana zu einem weltweit einzigartigen Ort macht. Rund um den Ort sieht man die Boracifer-Dampfquellen und die großen Kühltürme, die weiße Wolken ausstoßen: eine im Grün eingebettete Industrielandschaft, die überrascht, wer nur Weinberge erwartet hat.
Von Larderello aus lohnt sich der Weg nach Sasso Pisano und Monterotondo Marittimo, wo sich die sogenannten natürlichen geothermischen Manifestationen befinden: brodelnde Tümpel, Fumarolen und warme Erde. In Monterotondo Marittimo führt der Rundweg Parco delle Biancane durch von Dämpfen weiß gebleichte Felsen, Quellen und Fumarolen, mit Tafeln, die die Geologie des Ortes erklären. Es ist ein kurzer, aber eindrucksvoller Spaziergang, perfekt, um aus der Nähe zu verstehen, was es bedeutet, auf einer lebendigen Erde zu wandern.
Die Bergbauregion
Der bergbauliche Teil offenbart sich weiter südlich, in Richtung Massa Marittima, einem herrlichen mittelalterlichen Städtchen mit seiner Piazza und dem Duomo, Sitz des Bergbaumuseums, das man durch in den Fels gehauene Stollen besichtigt. Massa Marittima ist auch eine gute Basis für eine Übernachtung: Es gibt Restaurants, Gasthäuser und eine lebendige, aber nie chaotische Atmosphäre. Von hier aus kann man sich zum Nationalen Technologisch-Archäologischen Park der Colline Metallifere aufmachen, einem Netz von Orten, das Geologie, Industriearchäologie und Natur verbindet.
Zwischen den Stationen ist das Vergnügen das langsame Fahren. Die Provinzstraßen steigen und fallen durch Steineichen- und Kastanienwälder, durchqueren winzige Dörfer wie Castelnuovo Val di Cecina und bieten immer wieder Blicke auf den aus den Tälern aufsteigenden Dampf. Es lohnt sich, oft und ohne Eile anzuhalten und die Landschaft den Rhythmus vorgeben zu lassen.
Anreise
Für die Anreise ist das Auto die natürliche Wahl: Diese Gegend lebt von Distanzen und Nebenstraßen, und öffentliche Verkehrsmittel sind rar. Man erreicht sie bequem von der Küste, entweder über die Ausfahrt der Schnellstraße Aurelia bei Cecina oder Venturina, oder aus dem Landesinneren über Volterra, das von Norden ein schönes Eingangstor bildet. Von Volterra bis Larderello ist die Straße bereits Teil der Reise.
Wann hinfahren
Die beste Zeit ist der Frühling, im April und Mai, wenn die Wälder in neuem Grün stehen und die Luft frisch ist, oder der Oktober, wenn sich die Kastanienhaine gelb färben und die ersten Dämpfe in der kälteren Luft besser sichtbar sind. In diesen Monaten sind die Temperaturen zum Wandern angenehm, und die wenigen Besucher der Gegend verteilen sich noch mehr: Es kann vorkommen, dass man die Pfade der Biancane fast für sich hat. Der Sommer kann hier heiß sein und ist für Spaziergänge zwischen Felsen und Fumarolen weniger angenehm.
Ein praktischer Rat: Nimm feste Trekkingschuhe mit, denn rund um die geothermischen Manifestationen ist der Boden warm, manchmal rutschig und krustig, und halte dich immer an die markierten Wege, ohne dich den brodelnden Tümpeln zu nähern. Achte auch auf die Öffnungszeiten des Museums von Larderello, die in der Nebensaison variieren können: Ein Anruf oder eine Prüfung vor der Abfahrt erspart dir verschlossene Türen nach der langen Anfahrt.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Langsamer Roadtrip zwischen den Dampfquellen der Colline Metallifere und Larderello?
Il periodo consigliato è April, Mai e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Langsamer Roadtrip zwischen den Dampfquellen der Colline Metallifere und Larderello?
Langsamer Roadtrip zwischen den Dampfquellen der Colline Metallifere und Larderello si trova in Colline Metallifere, Toskana.