Nørrebro, Kopenhagen, Dänemark

Assistens Kirkegård: der Friedhofspark in Nørrebro, wo Andersen und Kierkegaard ruhen

Der monumentale Friedhof von Nørrebro in Kopenhagen: baumbestandene Alleen, die Gräber von Andersen und Kierkegaard, und Einheimische, die hier in der Sonne lesen.

Foto di Nørrebro, Kopenhagen, Dänemark — Assistens Kirkegård: der Friedhofspark in Nørrebro, wo Andersen und Kierkegaard ruhen

Foto: Orf3us / CC BY 3.0 (Wikimedia Commons)

In Nørrebro, dem multikulturellen und lebendigen Viertel Kopenhagens, gibt es ein etwa 20 Hektar großes grünes Rechteck, das gleichzeitig als aktiver Friedhof und als Stadtteilpark dient. Er heißt Assistens Kirkegård und entgeht durchreisenden Touristen fast immer: Wer Kopenhagen besucht, steuert Nyhavn, den Tivoli-Garten oder die Kleine Meerjungfrau an, während man hier vor allem Kopenhagener sieht, die mit dem Fahrrad durch die Alleen fahren, auf einer Bank lesen oder sich an sonnigen Tagen ins Gras setzen.

Die Geschichte

Der Friedhof entsteht aus einem praktischen Grund. Durch königliches Dekret am 26. Mai 1757 gegründet und am 6. November 1760 eingeweiht, sollte er die überfüllten Kirchhöfe des Stadtzentrums entlasten und zunächst die Ärmsten aufnehmen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts, während des sogenannten dänischen Goldenen Zeitalters, wurde er hingegen zu einem modischen Ort: Die Bürger kamen hierher zum Spazierengehen und Picknicken, so sehr, dass Vorschriften nötig wurden, um Essen, Getränke und Musik zwischen den Gräbern einzuschränken. Diese Doppelnatur, Grabstätte und öffentlicher Raum, hat bis heute überdauert.

Wer hier ruht

Der Grund, warum sich der Umweg lohnt, sind die hier bestatteten Persönlichkeiten. In Sektion A, dem ältesten Teil, befindet sich das Grab des Philosophen Søren Kierkegaard und das des Malers Christen Købke. Unweit ruht Hans Christian Andersen, der Autor der Märchen (sein Gedenkstein wurde 1914 nach Frederiksberg verlegt, doch die Grabstätte bleibt hier). Es gibt auch den Physiker Niels Bohr mit seiner Familie, den Wissenschaftler Hans Christian Ørsted, den Maler C.W. Eckersberg und sogar zwei amerikanische Jazzmusiker, die Kopenhagen in den 1950er und 1960er Jahren zu ihrer Heimat wählten: den Saxophonisten Ben Webster und den Pianisten Kenny Drew. Es ist ein Spaziergang, der einen Großteil der dänischen Kultur und einige unerwartete Geschichten aneinanderreiht.

Der Park

Was man beim Gehen sieht, sind lange, jahrhundertealte baumbestandene Alleen, sich rechtwinklig kreuzende Kieswege, mit Moos bedeckte Steingrabmale und weite Wiesen, auf denen das Gras wachsen gelassen wird. Im Frühling und Sommer filtert das Licht durch die Baumkronen und der Ort füllt sich mit Lesern, Familien und Menschen, die einfach die Sonne genießen. Es ist kein verkleideter Park: Ein Großteil des Geländes ist noch ein aktiver Friedhof, mit wöchentlichen Bestattungen und Angehörigen zu Besuch. Das ist wichtig zu bedenken, denn in den zentralen und neueren Bereichen sollte man nicht campieren oder Picknick machen – ein Verhalten, das in den peripheren und älteren Bereichen dagegen toleriert wird.

Anreise

Die Anfahrt ist einfach. Die Adresse lautet Kapelvej 2, 2200 København N. Die Metro M3 (die Ringlinie Cityring) hält am Nørrebros Runddel, an der Nordostecke des Friedhofs; alternativ hält der Bus 5C direkt vor den Eingängen an der Nørrebrogade. Der Zutritt ist kostenlos. Die Öffnungszeiten sind saisonal: von Oktober bis März von 7 bis 19 Uhr, von April bis September von 7 bis 22 Uhr, wenn die langen Sommerabende des Nordens den Besuch besonders angenehm machen.

Ein praktischer Tipp: Am Eingang und online gibt es Karten, die zeigen, wo sich die meistgesuchten Gräber befinden, denn zwischen Alleen und Sektionen kann man sich leicht verlaufen. Rechnet mit ein bis zwei Stunden und verbindet den Besuch vielleicht mit einem Bummel durch die Straßen von Nørrebro, zwischen Cafés, Märkten und volkstümlicher Architektur. Es ist eine der ehrlichsten Möglichkeiten zu verstehen, wie die Kopenhagener das Grün ihrer Stadt wirklich leben.

Praktische Reiseführer für Tivoli

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Assistens Kirkegård?

Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.

Assistens Kirkegård è affollata?

Assistens Kirkegård è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.

Dove si trova Assistens Kirkegård?

Assistens Kirkegård si trova in Nørrebro, Kopenhagen, Dänemark.

Anfahrt

  • 🚆 Nächster Bahnhof: Nuuks Plads ~0 km Luftlinie
  • ✈️ Nächster Flughafen: Københavns Lufthavn CPH ~11 km Luftlinie

Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.

Adatto a: Aprile Maggio Giugno Settembre Ottobre

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