Palmaria, La Spezia, Ligurien, Italien

Palmaria: die autofreie Insel gegenüber den Cinque Terre

Fünf Bootsminuten von Portovenere entfernt liegt Palmaria, die größte und am wenigsten besuchte Insel Liguriens: Meerespfade, Grotten und ein Leuchtturm mit einem der schönsten Panoramen Italiens.

Foto di Palmaria, La Spezia, Ligurien, Italien — Palmaria: die autofreie Insel gegenüber den Cinque Terre

Foto: William Domenichini (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons

Palmaria liegt da, gegenüber von Portovenere, vom Festland durch einen kaum zweihundert Meter breiten Meeresarm getrennt. Und doch bemerken sie fast alle, die die Cinque Terre besuchen, nicht – oder sie sehen sie nur aus der Ferne als malerische Kulisse. Genau das ist ihr unfreiwilliger Wettbewerbsvorteil: so nah an einem der meistfotografierten Orte Italiens zu liegen, dass sie unsichtbar wird.

Eine autofreie Insel im Golf der Dichter

Palmaria hat keine befahrbaren Straßen, nur Pfade. Ihre rund einhundertzehn ständigen Einwohner bewegen sich zu Fuß oder mit dem Boot fort. Durch das Herz der Insel führt ein Rundwanderweg, den man in drei bis vier Stunden bewältigt und der Steineichen- und Seekiefernwälder mit Abschnitten am Meer abwechselt, wo der Blick vom Kap Portovenere bis zur Insel Tino reicht und an klaren Tagen sogar bis nach Korsika. Die prähistorische Grotta dei Colombi hat menschliche Überreste hervorgebracht, die auf ein Alter von 12.000 Jahren datiert wurden, und bewahrt Stalaktiten von seltener Schönheit, die im Rahmen saisonaler Führungen zugänglich sind.

Der Portoro-Steinbruch und die schwarzen Marmore

Unter Architekten und Steinmetzen ist die Insel für den Portoro bekannt, einen schwarzen, golden geäderten Marmor, der seit Jahrhunderten ausschließlich auf Palmaria abgebaut wird. Der Steinbruch ist noch in Betrieb – wenn auch mit reduzierten Mengen – und der Stein landet in repräsentativen Bauten in der ganzen Welt. Bei einem Spaziergang auf der Ostseite trifft man auf die Reste der alten Abbauarbeiten, dunkle Platten, die zwischen der Macchia aufgestapelt liegen.

Anreise und Einkehr

Das Boot von Portovenere braucht fünf Minuten und kostet wenige Euro (die Preise variieren je nach Saison). Im Sommer verkehrt es stündlich. Die Insel hat einen kleinen Anleger – Cala della Fornace – wo man zwei, drei Restaurants mit Terrasse zum Meer findet. Die Speisekarte ist die typisch ligurische: Trofie al Pesto, gefüllte Sardellen, Frittura Mista. Die Preise entsprechen dem regionalen Niveau, also nicht günstig, aber durch die logistische Abgeschiedenheit gerechtfertigt. Die besten Reisezeiten sind April bis Juni und September bis Oktober: Die Schulausflüge im Frühling und die Wochenendtouristen im Sommer sorgen für etwas Andrang, aber nichts, was mit dem Gedränge in Riomaggiore oder Vernazza jenseits des Kaps vergleichbar wäre.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Palmaria?

Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.

Palmaria è affollata?

Palmaria è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.

Dove si trova Palmaria?

Palmaria si trova in Palmaria, La Spezia, Ligurien, Italien.

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Adatto a: Aprile Maggio Giugno Settembre Ottobre

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