Moggio Udinese und das Aupa-Tal: Dolomiten ohne Menschenmassen
Ein geheimes Tal an den Toren der Julischen Alpen, wo die Berge die Erhabenheit der Dolomiten haben, die Wege aber leer sind. Moggio Udinese ist das Tor zu einem vom Tourismus ignorierten Wanderparadies.
Foto: Petar Milošević (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Wenn man an die Dolomiten denkt, wandern die Gedanken zu Cortina, dem Langkofel, den Drei Zinnen und den endlosen Autoschlangen auf den Passstraßen. Doch es gibt eine andere Seite der friaulischen Berge, ebenso spektakulär und fast unbekannt: das Aupa-Tal, das sich hinter Moggio Udinese öffnet, einem alten Ort, der auf einem Felsvorsprung in der Enge des Fella-Tals thront.
Moggio Udinese ist ein Durchgangsort für Reisende, die die Staatsstraße Richtung Österreich befahren, doch fast niemand hält an. Und das ist schade, denn der Ort besitzt einen zurückhaltenden Reiz, der zumindest eine kurze Rast verdient. Die Abtei San Gallo, im 11. Jahrhundert von den Benediktinern gegründet, thront über dem Dorf auf einem Felsen, mit ihrer strengen Fassade und dem Renaissance-Kreuzgang. Im Inneren erzählen Fresken des 15. Jahrhunderts Heiligengeschichten und Martyrien mit einer farblichen Lebendigkeit, die an einem so abgelegenen Ort überrascht. Der Ort darunter bewahrt Steinhäuser mit geschnitzten Portalen und Innenhöfe, in denen im Sommer die Maiskolben für die Polenta getrocknet werden.
Doch das Aupa-Tal, das sich nördlich von Moggio öffnet, ist der wahre verborgene Schatz. Dieses etwa fünfzehn Kilometer lange Gletschertal dringt mit einer Tiefe und Abgeschiedenheit ins Herz der westlichen Julischen Alpen ein, die den Atem rauben. Die asphaltierte Straße endet nach wenigen Kilometern in Dordolla, einem Geisterdorf, in dem die Steinhäuser langsam der Natur zurückgegeben werden. Von hier geht es zu Fuß weiter, entlang der vom CAI markierten Pfade, die zu Almen, Hütten und Gipfeln über zweitausend Meter führen.
Der schönste Pfad des Aupa-Tals führt zum Rifugio Grauzaria (1.250 m), einem vom CAI Moggio verwalteten Stützpunkt, der Schlafplätze und eine hausgemachte Küche bietet, in der die Polenta im Kupferkessel gerührt wird und der Käse von der nahen Alm kommt. Von der Hütte kann man den Monte Grauzaria (1.807 m) besteigen, einen Gipfel mit einem 360-Grad-Panorama auf die Karnischen Alpen, die Julischen Alpen und, an klaren Tagen, die friaulische Ebene bis zum Meer. Der Aufstieg dauert etwa drei Stunden ab der Hütte und ist für Wanderer mit ein wenig Erfahrung geeignet.
Für die Abenteuerlicheren bietet das Aupa-Tal auch den Pfad zur Forra del Vinadia, einer vom Wasser in den Kalkfelsen geschnittenen Schlucht, die eine Landschaft wie ein amerikanischer Canyon en miniature schafft. Der Pfad ist in einigen exponierten Abschnitten mit Fixseilen und Metallleitern gesichert, und die Begehung dauert etwa vier Stunden hin und zurück. Nicht geeignet für Menschen mit Höhenangst, doch die Belohnung ist eine wilde Umgebung, in der das einzige Geräusch das des Wassers ist, das zwischen den Felswänden herabstürzt.
Im Tal bietet Moggio Udinese einen bequemen Ausgangspunkt für die Erkundung der Region. Das Albergo Malattia – der unglückliche Name geht auf den Nachnamen einer örtlichen Familie zurück – ist ein historisches Gasthaus, das authentische Karnische Küche serviert: Cjarsons gefüllt mit Kräutern und Ricotta, weiches Frico mit gelber Polenta, Reh im Salmì mit weißer Polenta. Die Preise sind die der friaulischen Berge – also ein Drittel derjenigen von Cortina bei mindestens gleicher Qualität.
Wer eine weniger anspruchsvolle Wanderung bevorzugt, für den ist der Naturpfad, der den Aupa-Bach von Moggio bis Dordolla begleitet, ein ebener Spaziergang von etwa einer Stunde durch Buchen- und Hainbuchenwälder, mit Rastplätzen am Bach. Im Herbst ist das Laub spektakulär: Die Buchen färben sich rot und golden, während die Lärchen ins leuchtende Gelb übergehen und ein Farbmosaik schaffen, das jedem Wald in Neuengland Konkurrenz macht.
Moggio Udinese erreicht man von Udine in etwa vierzig Minuten über die Staatsstraße des Canal del Ferro oder über die A23 (Udine-Tarvis) mit der Ausfahrt Moggio-Resiutta. Die Lage ist strategisch: Von hier aus erreicht man leicht auch das Resia-Tal – wo eine archaische slawische Sprache gesprochen wird, die weltweit einzigartig ist – und Tarvis mit seinem Bosco di Fusine, dessen smaragdgrüne Gewässer zu den meistfotografierten des Friauls zählen.
Das Aupa-Tal hat nicht den Ruhm der Dolomiten, keine überfüllten Hütten, keine Aufstiegsanlagen. Es hat majestätische Berge, stille Wege, eine Natur, die sich ihre Räume mit der Geduld der Jahrhunderte zurückerobert. Wer die Alpen sucht, wie sie vor fünfzig Jahren waren – wild, authentisch, frei –, findet hier den richtigen Ort.
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Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Moggio Udinese und das Aupa-Tal?
Il periodo consigliato è Juni, Juli, August e September, quando è meno affollata.
Moggio Udinese und das Aupa-Tal è affollata?
Moggio Udinese und das Aupa-Tal è una meta quasi deserta rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Moggio Udinese und das Aupa-Tal?
Moggio Udinese und das Aupa-Tal si trova in Friaul-Julisch Venetien, Italien.
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