Die Domus de Janas von Montessu: die in ein Felsamphitheater geschlagene Nekropole
Im Sulcis birgt ein natürliches Felsamphitheater über vierzig Gräber, die vor fünftausend Jahren gehauen wurden: die Nekropole von Montessu, in Sardinien.
Foto: Gianni Careddu (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Wenige Kilometer nördlich von Villaperuccio, im Herzen des südlichen Sulcis, öffnet sich der Hügel Sa Pranedda wie ein großes Felsamphitheater. In seine Wände schlugen die Menschen des späten Neolithikums über vierzig Grabkammern, die Domus de Janas: die "Häuser der Feen", so der Name, den die sardische Überlieferung diesen geheimnisvollen Hohlräumen gab. Fast symmetrisch entlang der Krümmung der Felswand angeordnet, bilden sie eine der weitläufigsten und wichtigsten vornuraghischen Nekropolen der Insel.
Die Stätte war rund anderthalb Jahrtausende in Nutzung, vom späten Neolithikum bis in die frühe Metallzeit. Beim Wandern zwischen den Gräbern erkennt man verschiedene Räume: manche sind einfache Backofenkammern mit senkrechtem Zugang, andere entfalten sich in mehrere durch Gänge verbundene Räume. Mehrere Domus tragen Namen nach den Ritz- oder Reliefmotiven, die sie schmücken, wie das sogenannte Spiralen- oder das Hörnergrab, Symbole, die mit Glauben und Riten verbunden waren, deren Bedeutung wir heute nur erahnen können.
Das Gelände beschränkt sich nicht auf die Nekropole. Das Tal beherbergt einen größeren archäologischen Park mit auffallend hohen Menhiren und weiteren Zeugnissen, die von einer über Jahrhunderte begangenen heiligen Landschaft erzählen. Die Stille der Ebene, nur unterbrochen vom Wind und den Vögeln, gibt dem Besucher ein Gefühl für die Tiefe der Zeit, das andernorts kaum zu finden ist.
Im Juli 2025 wurde Montessu zusammen mit anderen Stätten der Insel in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen, als Teil des seriellen Guts, das der Kunst und Architektur des prähistorischen Sardinien gewidmet ist. Eine Anerkennung, die mehr Besucher bringen könnte, aber vorerst die Stille des Ortes nicht angetastet hat.
Montessu zu besuchen heißt, sich für ein anderes Sardinien zu entscheiden als jenes der sommerlichen Warteschlangen: kein Gedränge, keine Schlange an den Toren, nur der Fels und die Erzählung derer, die hier vor fünftausend Jahren ihre Toten begruben. Es empfiehlt sich, Öffnungszeiten und Zugangsbedingungen im Voraus zu prüfen, bequeme Schuhe zu tragen und Wasser mitzunehmen, denn Schatten gibt es kaum. Eine kleine Geste des langsamen und bewussten Reisens in einem Winkel der Insel, der Respekt und Aufmerksamkeit verdient.
Anreise
Die Nekropole von Montessu liegt in der Gemeinde Villaperuccio, im Sulcis, im Südwesten Sardiniens. Man erreicht sie mit dem Auto vom Ort aus: Nach dem Ortsausgang folgt man der Provinzstraße Richtung Narcao und biegt nach etwa anderthalb Kilometern der Beschilderung zum archäologischen Park folgend ab. Villaperuccio liegt wenige Kilometer von Carbonia und etwa eine Stunde von Cagliari entfernt; der zuständige Flughafen ist Cagliari-Elmas, während die nächsten Bahnhöfe im Raum Carbonia-Iglesias liegen.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Die Domus de Janas von Montessu?
Il periodo consigliato è April, Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Die Domus de Janas von Montessu è affollata?
Die Domus de Janas von Montessu è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Die Domus de Janas von Montessu?
Die Domus de Janas von Montessu si trova in Villaperuccio, Sardinien, Italien.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: Carbonia Serbariu ~14 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: Aeroporto Militare di Decimomannu Giovanni Farina DCI ~36 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.