Centro Histórico, Mexiko-Stadt, Mexiko

Die litauische Synagoge, versteckt im Centro Histórico von Mexiko-Stadt

In der Justo Sierra 71, hinter einer neokolonialen Fassade, die Nachbildung eines Tempels aus Šiauliai: die einzige Sinagoga Histórica Mexikos.

Foto di Centro Histórico, Mexiko-Stadt, Mexiko — Die litauische Synagoge, versteckt im Centro Histórico von Mexiko-Stadt

Foto: linkogecko (CC BY-SA 4.0) — Flickr

Wer die Calle Justo Sierra im Herzen des Centro Histórico von Mexiko-Stadt entlanggeht, läuft leicht an Nummer 71 vorbei, ohne sie zu bemerken. Die Fassade ist neokolonial, schlicht, nicht von den übrigen Häusern der Straße zu unterscheiden. Keine auffällige Schrift, nur ein kleiner Davidstern, in die Holztüren geschnitzt. Dennoch verbirgt sich hinter dieser Mauer eine der ungewöhnlichsten Geschichten der mexikanischen Hauptstadt: die erste Synagoge, die aschkenasische Juden in Mexiko gegründet haben, eröffnet 1941.

Das litauische Innere

Die Überraschung kommt beim Überschreiten der Schwelle. Das Innere ist die getreue Nachbildung eines Tempels aus Šiauliai, einer litauischen Stadt, die im Jiddischen Shavel genannt wurde. Der wichtigste Wohltäter des Projekts stammte aus dieser Stadt und wollte in Tausenden von Kilometern Entfernung den Gebetsraum wiedererrichten, den er gekannt hatte. Das Ergebnis ist ein neuromanischer Saal mit Rundbögen, einer oberen Empore (dem ezrat nashim, den Frauen vorbehalten) und dem Aron ha-Kodesh, dem Schrein, der die Thorarollen aufbewahrte, an der nach Jerusalem gerichteten Wand. Ein Stück baltisches Europa, verpflanzt in ein mexikanisches Viertel.

Das jüdische Viertel

Der Grund, warum diese Synagoge existiert, ist das Viertel selbst. Die umliegenden Straßen — Justo Sierra, Guatemala, Academia, Loreto, Jesús María — bildeten in der Zwischenkriegszeit das sogenannte Barrio de los Inmigrantes, in dem sich die aus Osteuropa und dem Nahen Osten eingewanderten Juden konzentrierten. Kolonialwarenhandlungen, koschere Metzgereien, europäische Bäckereien, Schneidereien, Lernstätten und Gebetshäuser lebten auf wenigen hundert Metern nebeneinander. Mit der Zeit zog die Gemeinde in andere Viertel der Stadt, die Synagoge verlor ihre Gläubigen und blieb jahrzehntelang geschlossen und dem Verfall preisgegeben.

Die Wiederbelebung ist neueren Datums. Nach einer aufwendigen Restaurierung wurde das Gebäude 2009 als Kulturzentrum wiedereröffnet und trägt heute als einziges Bauwerk Mexikos offiziell den Titel Sinagoga Histórica. Es dient nicht mehr als regelmäßiger Kultort: Es ist ein Erinnerungsort, der besichtigt werden kann und die Geschichte der jüdischen Einwanderung im Land erzählt.

Was zu sehen ist

Was wirklich zu sehen ist: der Hauptsaal mit seinem hölzernen Interieur, die Empore, die liturgischen Ausstattungsstücke und ein Ausstellungsbereich, der dem Leben der Gemeinde im Viertel gewidmet ist. Selbstgeführte Besuche sind Sonntag bis Freitag möglich, in etwa von 10 bis 17 Uhr; samstags ist wegen des Schabbat geschlossen. Der Eintritt für den selbstgeführten Besuch ist frei (Spenden sind willkommen). Es werden auch richtige Führungen angeboten, in der Regel am ersten und dritten Sonntag des Monats, sowie ein kostenpflichtiger Rundgang durch das Barrio de los Inmigrantes, der zu den Straßen führt, in denen sich die Läden und Werkstätten der Gemeinde befanden. Vor dem Besuch empfiehlt es sich, Öffnungszeiten und Termine auf der offiziellen Website oder telefonisch zu prüfen, denn an Feiertagen und während der jüdischen Feste finden keine Touren statt.

Anreise

Anreise: Man befindet sich nur wenige Blocks vom Zócalo, dem zentralen Platz, und vom Templo Mayor entfernt. Die nächstgelegene U-Bahn-Station ist Zócalo (Línea 2); von dort sind es fünf bis zehn Minuten zu Fuß nach Osten. Da die Synagoge mitten im Centro Histórico liegt, lässt sie sich gut mit einem Tag im historischen Viertel verbinden, bleibt jedoch abseits der ausgetretenen Touristenpfade: Die meisten Besucher des Zentrums wissen nicht einmal von ihrer Existenz.

Ein praktischer Hinweis: Bringen Sie ein Ausweisdokument mit, denn beim Eingang kann es aus Sicherheitsgründen verlangt werden, und kleiden Sie sich respektvoll, da es sich immerhin um einen mit dem Kult verbundenen Ort handelt.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Die litauische Synagoge?

Il periodo consigliato è März, April, Mai, Oktober e November, quando è meno affollata.

Die litauische Synagoge è affollata?

Die litauische Synagoge è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.

Dove si trova Die litauische Synagoge?

Die litauische Synagoge si trova in Centro Histórico, Mexiko-Stadt, Mexiko.

Anfahrt

  • 🚆 Nächster Bahnhof: Zócalo/Tenochtitlan ~1 km Luftlinie
  • ✈️ Nächster Flughafen: Aeropuerto Internacional de la Ciudad de México MEX ~6 km Luftlinie

Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.

Adatto a: Marzo Aprile Maggio Ottobre Novembre

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