Nationalpark Belluneser Dolomiten, Belluno

Rundweg des Cimonega in den Vette Feltrine

Im Nationalpark Belluneser Dolomiten ist die Cimonega-Gruppe ein abgelegener Winkel der Vette Feltrine, gehütet vom Biwak Feltre-Bodo. Es ist einer der wenigen Orte der Dolomiten, an denen die Einsamkeit wirklich garantiert ist, weit weg von den großen Touristenströmen.

Foto di Nationalpark Belluneser Dolomiten, Belluno — Rundweg des Cimonega in den Vette Feltrine

Foto: The original uploader was Moreno.broccon at Italian Wikipedia. (Attribution) — Wikimedia Commons

Es gibt Dolomiten, die niemand fotografiert. Die Cimonega-Gruppe im Herzen der Vette Feltrine ist eine davon: ein Amphitheater aus strengen und wenig bekannten Gipfeln im Nationalpark Belluneser Dolomiten, fernab der berühmten Ziele im Belluneser Raum. Hier ziehen keine Gruppen durch, es gibt keine Seilbahnen und keine an jeder Ecke ausgestatteten Hütten: Es gibt die Stille, ein paar Biwaks und den nackten Berg. Genau diese Abgeschiedenheit hat die Vette Feltrine aus den Massentourismus-Routen herausgehalten, obwohl sie nicht weit von der venetischen Ebene entfernt sind.

Der Rundweg

Der Bezugspunkt des Rundwegs ist das Biwak Feltre-Bodo, eine kleine, stets offene und unbewachte Struktur im Herzen der Cimonega-Gruppe, am Fuße des Sass de Mura, des charakteristischsten Gipfels der Gegend mit seiner schlanken Form. Die klassische Route ist eine anspruchsvolle Rundtour, die aus den Talböden zu den hohen Scharten hinaufführt, die felsigen Kare unter den Wänden durchquert und das Biwak erreicht, von dem aus man einen der einsamsten Ausblicke der südlichen Dolomiten genießt. Ringsum zeichnen grasige Mulden, versteckte Kare und Gipfel wie der Sass de Mura und die Wände des Cimonega eine Welt für sich.

Aufgestiegen wird gewöhnlich vom Val Canzoi im Feltre-Gebiet, einem grünen und ruhigen Tal mit einem kleinen Stausee, von wo aus die Pfade sich zum Hochgebirge hinaufwinden. Ab dort wird der Weg zunehmend rauer, bis in die felsige Umgebung des Biwaks. Der Rundweg kann so begangen werden, dass man im Feltre-Bodo übernachtet und den Aufwand somit auf zwei Tage aufteilt.

Anreise

Man kommt mit dem Auto aus Feltre und fährt hinauf ins Val Canzoi zu den Parkplätzen, von denen die Wanderung startet. Der öffentliche Nahverkehr ist dünn, das Auto ist praktisch unverzichtbar, um die Einstiege zu erreichen; von dort geht alles zu Fuß weiter.

Die Vette Feltrine bilden das südliche Ende der Dolomiten, jenes, das als erstes auf die venetische Ebene schaut, und die Cimonega-Gruppe ist ihr abgeschiedenster Winkel. Anders als bei den berühmten Gipfeln im nördlichen Belluneser Raum fehlen hier touristische Infrastrukturen komplett: keine Aufstiegsanlagen, keine großen Hütten, kein Dorf zu Füßen der Wände. Das Biwak Feltre-Bodo, in spektakulärer und einsamer Lage, ist oft das einzige Zeichen menschlicher Präsenz auf Kilometern. Beim Aufstieg wechselt man von den Wäldern und Weiden des unteren Tals in die felsige und strenge Umgebung des Hochgebirges, in einer Steigerung, die die physische und mentale Distanz zur Alltagswelt spüren lässt.

Die Schwierigkeit

Der Schwierigkeitsgrad ist hoch: Der Rundweg des Cimonega ist eine Route für erfahrene Wanderer, mit langen Etappen, beträchtlichen Höhenunterschieden und Abschnitten auf steilem Gelände, manchmal wenig markierten Pfaden und ausgesetzten Passagen, die Trittsicherheit erfordern. Es ist kein Ausflug für Familien oder Anfänger: gute Kondition, Orientierungsvermögen und Selbständigkeit sind nötig, denn das Biwak ist eine einfache Struktur ohne Service. Wer im Feltre-Bodo übernachtet, muss alles Nötige selbst mitbringen, einschließlich Verpflegung, Schlafsack und Wasser, da die Quellen in der Höhe unsicher sind.

Wann hinfahren

Die beste Zeit ist der Hochsommer. Juli und August sind die Monate, in denen die Scharten schneefrei und die Alpenwelt am sichersten ist; davor riskiert man Schneereste an den hohen Hängen, danach kommen die ersten Kälteeinbrüche. Auch im August, dem Monat des großen Andrangs auf den berühmten Dolomiten, bleibt die Einsamkeit hier garantiert: Die Vette Feltrine sind kein Postkartenziel und die Rauheit der Wege schreckt den Gelegenheitstourismus ab. Es ist einer der seltenen Orte, an denen man einen ganzen Tag wandern kann, ohne fast jemandem zu begegnen.

Ein praktischer Tipp: Behandle das Biwak mit Sorgfalt und starte komplett autark, mit ausreichend Wasser, Verpflegung, einem guten Schlafsack und warmer Kleidung, denn nachts in der Höhe wird es auch im Hochsommer kalt. Prüfe das Wetter sorgfältig, denn sommerliche Nachmittagsgewitter machen die ausgesetzten Scharten gefährlich, und starte früh am Morgen, um die hohen Abschnitte bei stabilem Wetter zu absolvieren. Verlasse das Biwak sauber und in Ordnung, wie du es vorgefunden hast: In diesen stillen Winkeln der Dolomiten ist der Respekt die Regel, die die Einsamkeit möglich macht.

Praktische Reiseführer für Udine

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Rundweg des Cimonega in den Vette Feltrine?

Il periodo consigliato è Juli e August, quando è meno affollata.

Dove si trova Rundweg des Cimonega in den Vette Feltrine?

Rundweg des Cimonega in den Vette Feltrine si trova in Nationalpark Belluneser Dolomiten, Belluno.

Adatto a: Luglio Agosto

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