Etruskische Vie Cave zwischen Pitigliano, Sovana und Sorano
Im Tuffgebiet der Maremma interna, fern der überfüllten Küste, sind die etruskischen Vie Cave tiefe, in den Fels geschnittene Schluchten, die Pitigliano, Sovana und Sorano verbinden: ein Weg zwischen schwebenden Dörfern und Nekropolen, außerhalb der Saison besonders zauberhaft.
Foto: Ingo Mehling (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
In der südlichsten Ecke der Toskana, wo die Maremma bereits an Latium grenzt, verbirgt sich eine Landschaft, die aus einer anderen Zeit zu stammen scheint. Es ist das Tuffgebiet, ein von tiefen Schluchten durchzogenes Plateau aus vulkanischem Gestein, gekrönt von drei außergewöhnlichen Dörfern: Pitigliano, Sovana und Sorano. Hier haben die Etrusker die Vie Cave hinterlassen, in den Tuff eingeschnittene Wege, manchmal so hoch wie Paläste, vor zweitausendfünfhundert Jahren von Hand gegraben. Fernab der Strände und der bekannteren Thermalbäder bleibt diese Maremma interna wenig besucht, besonders außerhalb des Sommers: Man wandert im kühlen Schatten der Schluchten und hört nur die eigenen Schritte.
Pitigliano
Der natürliche Ausgangspunkt ist Pitigliano, die sogenannte Stadt des Tuffs, ein Dorf, das an einem Felssporn klebt und von Weitem aus dem Felsen selbst zu wachsen scheint. Es lohnt sich, sich in seinen Gassen zu verlieren, das alte jüdische Viertel mit der Synagoge und den in den Tuff gegrabenen Backöfen zu besuchen, die ihm den Namen "Kleines Jerusalem" eintrugen, und sich von den Aussichtspunkten aus seine ganze Silhouette einzuprägen. Von Pitigliano gehen einige der eindrucksvollsten Vie Cave aus, wie die Via Cava di San Giuseppe und jene von Gradone, die in die Schluchten unterhalb des Dorfes hinabführen.
Wenige Kilometer entfernt liegt Sovana, winzig und raffiniert, mit seinem grasbewachsenen Platz, dem Dom und der Kirche Santa Maria. Direkt außerhalb des Ortes erstreckt sich das archäologische Gebiet mit der etruskischen Nekropole: monumentale, in den Fels geschlagene Gräber wie die berühmte Tomba Ildebranda, und gerade hier begeht man eine der beeindruckendsten Vie Cave, wo die Tuffwände hoch über dem Kopf zusammenrücken. Es ist der Ort, an dem man die Verbindung zwischen Etruskern und diesem Stein körperlich versteht – im Gehen.
Sorano
Der dritte Eckpfeiler ist Sorano, senkrecht und wie festgekrallt, überragt von der Festung Orsini und mit Blick auf das Tal des Flusses Lente. Unterhalb des Dorfes finden sich weitere Abschnitte der Vie Cave und die in den Fels gehauenen Höhlensiedlungen, während sich unweit davon, bei der Fraktion San Quirico wenige Kilometer vom Hauptort entfernt, der große archäologische Park von Vitozza erstreckt, die Felsenstadt mit ihren Hunderten von Grotten. Sorano hat eine rauere und stillere Atmosphäre als Pitigliano und ist ein schöner Ort, um am Ende des Tages einzukehren.
Am besten erlebt man das Gebiet, indem man den Besuch der drei Dörfer mit den Abschnitten der Vie Cave abwechselt, die sie verbinden oder in ihrer Nähe beginnen. Viele Wege sind Rundtouren und in wenigen Stunden zu bewältigen, hinab in die kühlen Schluchten und hinauf zu den Aussichtspunkten. Zwischen einer Schlucht und der nächsten besteht die Landschaft aus Wäldern, Weinbergen, Olivenhainen und Tuffvorkommen: ein intimes Land, weit weg von den Klischees der Toskana.
Wie man hinkommt
Es braucht das Auto: Das Tuffgebiet ist weit von Eisenbahnstrecken entfernt, öffentliche Verbindungen sind spärlich. Man kommt von der Maremma-Küste hinauf oder von Süden aus Latium hinauf, über die Straßen, die von Orvieto und vom Bolsenasee nach Sorano und Pitigliano führen. Vor Ort bewegt man sich bequem mit dem Auto zwischen den drei nahe beieinanderliegenden Dörfern.
Wann man hinfahren sollte
Die beste Zeit ist die Zwischensaison: März und April mit grüner Landschaft und ersten warmen Tagen, oder der Oktober, wenn die Wälder sich färben und die Luft klar ist. Es sind Monate, in denen die Vie Cave – kühl und manchmal feucht – mit Genuss begangen werden können und die Dörfer sich von den Sommerbesuchern leeren: Manchmal hat man ganze Schluchten für sich allein. Im Sommer kann die Hitze der Maremma interna intensiv sein, auch wenn die Schluchten Schatten spenden, und die bekanntesten Dörfer füllen sich an Wochenenden.
Ein praktischer Tipp: In den Vie Cave ist der Boden wegen des feuchten Tuffs und des dichten Schattens oft rutschig, trage also Schuhe mit gutem Grip und pass nach Regen besonders auf. Erkundige dich vorab, welche Wege geöffnet und ausgeschildert sind, brich aus den Dörfern mit Wasser und einer Taschenlampe für die dunkleren Passagen auf, und gönn dir mindestens einen Sonnenuntergang über Pitigliano: Der vom warmen Licht entflammte Felsen ist ein Bild, das bleibt.
Praktische Guides
- Wie man nach Pitigliano kommt: praktischer Verkehrsguide
- Pitigliano in zwei Tagen: das kleine Jerusalem, das über dem Tuff schwebt
- Wo man in Pitigliano übernachtet: Tuffsteinnächte zwischen schwebenden Gassen und Maremma-Landschaft
- Wo man in Pitigliano essen kann: etruskische Aromen, jüdische Seele, Maremma-Tafeln
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Etruskische Vie Cave zwischen Pitigliano?
Il periodo consigliato è März, April e Oktober, quando è meno affollata.
Dove si trova Etruskische Vie Cave zwischen Pitigliano?
Etruskische Vie Cave zwischen Pitigliano si trova in Maremma und Tuffgebiet, Toskana.