Äolische Inseln, Sizilien, Italien

Langsames Trekking auf Filicudi und Alicudi, den kleinen Äolischen Inseln

Filicudi und Alicudi sind die zwei kleinsten und abgelegensten Inseln des äolischen Archipels, fast ohne Autos und ohne Straßen, wo Maultiere und Saumpfade den Massentourismus ersetzen, der Lipari und Vulcano überfüllt. Eine langsame Reise für alle, die Stille und Wandern suchen.

Foto di Äolische Inseln, Sizilien, Italien — Langsames Trekking auf Filicudi und Alicudi, den kleinen Äolischen Inseln

Foto: Carsten Steger (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons

Die Äolischen Inseln lassen sofort an Lipari, Vulcano und Stromboli denken, mit ihren vollen Fähren und überfüllten Nächten. Doch am westlichen Rand des Archipels gibt es zwei Inseln, die der Massentourismus nie wirklich erreicht hat: Filicudi und Alicudi. Sie sind die entferntesten, die kleinsten, die geologisch ältesten, und gerade ihre Unbequemlichkeit hat sie geschützt. Hier kommt man nicht für das Nachtleben, sondern um zu wandern, in Steinbuchten zu baden und der Stille zu lauschen.

Filicudi

Filicudi ist die zugänglichere der beiden, bleibt aber eine Welt für sich. Vom Hafen Filicudi Porto steigt man zu Fuß zu den verstreuten Weilern an den Flanken der Insel hinauf. Das klassische Ziel ist Capo Graziano, wo sich eines der wichtigsten prähistorischen Dörfer des Mittelmeers befindet, mit den Spuren der Hütten aus der Bronzezeit, die auf das Meer blicken. Eine weitere Wanderung führt nach Pecorini a Mare, einem kleinen Fischerdorf, und dann über Pfade, die die Insel durchqueren, bis ins Valle di Zucco Grande, ein teilweise verlassenes Dorf, das nur zu Fuß erreichbar ist. Vom Meer aus, mit dem Boot, bewundert man den Felsen La Canna, einen aus dem Wasser ragenden Monolithen, und die Grotta del Bue Marino.

Alicudi

Alicudi ist noch extremer. Es ist ein fast perfekter Vulkankegel, und hier gibt es keine echten Straßen: Die einzige Möglichkeit sich zu bewegen ist, die steinernen Treppen und alten Saumpfade hinauf- und hinunterzugehen, während die Maultiere die eigentlichen Transportmittel für Waren und Gepäck bleiben. Man startet am kleinen Hafen und steigt Stufe für Stufe zwischen Trockenmauern und verstreuten Häusern hinauf, bis in die höchsten Lagen, von denen der Blick den gesamten Archipel umfasst. Es gibt außer dem Notwendigsten keine Geschäfte, die Straßenbeleuchtung ist minimal, und nachts füllt sich der Himmel mit Sternen wie an wenigen anderen Orten. Auf Alicudi zu wandern ist eine radikale Entscheidung: Entweder man steigt zu Fuß hinauf oder man kommt nirgendwohin.

Anreise

Zur Anreise braucht man die Fähren und Tragflügelboote, die die Äolischen Inseln mit Milazzo an der Nordküste Siziliens verbinden, dem wichtigsten Ausgangshafen. Filicudi und Alicudi sind die letzten Haltestellen der Fahrten, daher sind die Verbindungen seltener als zu den größeren Inseln: Man sollte die Fahrpläne gründlich studieren und einplanen, dass das Wetter die Abfahrten verändern kann. Auf den Inseln braucht es kein Fahrzeug: Man bewegt sich zu Fuß fort, und für die versteckteren Buchten wendet man sich an die einheimischen Bootsführer, die die Insel vom Meer aus umrunden.

Wann fahren

Die beste Zeit ist der späte Frühling, Mai und Juni, oder der September. In diesen Monaten ist das Meer schon oder noch warm, die Tage sind lang und die Pfade lassen sich ohne die glühende Hitze von Juli und August begehen, wenn die Sonne hart auf die nackten Steine brennt und Schatten rar ist. Vor allem aber kehren die Inseln außerhalb der beiden Hauptmonate zu ihrem natürlichen Rhythmus zurück: wenige Besucher, leichter verfügbare Unterkünfte und dieses Gefühl, am Ende der Welt angekommen zu sein, das im August verloren geht.

Ein praktischer Rat: Vor allem auf Alicudi solltet ihr das Gepäck so packen, als müsstet ihr es die Treppen hinauftragen oder einem Maultier anvertrauen. Ein leichter Rucksack ist mehr wert als ein Koffer. Nehmt Wanderschuhe mit gutem Profil mit, denn die Steinstufen können rutschig sein, eine Taschenlampe für den Abend und ausreichend Wasser für die Wanderungen, da Brunnen entlang der Pfade selten sind. Und lasst in euren Plänen Raum für Unvorhergesehenes: Hier bestimmen Wind und Meer den Rhythmus, und das Warten zu lernen gehört zur Reise dazu. Erwägt auch, mindestens eine Nacht auf jeder Insel zu verbringen und sie nicht als kurzen Abstecher zu behandeln: Erst nach Sonnenuntergang, wenn die Tagesbootsführer abgereist sind, zeigen Filicudi und Alicudi ihr wahres Gesicht, das aus wenigen Lichtern, einfachen Fischgerichten und einer beinahe unwirklichen Ruhe besteht. Wer diese Art von Stille sucht, versteht bald, warum diese beiden kleinen Äolischen Inseln, unbequem zu erreichen und ohne Bequemlichkeiten, zum Rückzugsort derer geworden sind, die sich vom Massentourismus entgiften wollen.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Langsames Trekking auf Filicudi und Alicudi?

Il periodo consigliato è Mai, Juni e September, quando è meno affollata.

Dove si trova Langsames Trekking auf Filicudi und Alicudi?

Langsames Trekking auf Filicudi und Alicudi si trova in Äolische Inseln, Sizilien, Italien.

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Adatto a: Maggio Giugno Settembre

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