Filicudi: die stille Seite der Äolischen Inseln, die nur wenige suchen
Filicudi hat weder den Ruhm Strombolis noch das Mondäne Panareas, aber etwas Selteneres: die Stille, die Zeit und ein unversehrt gebliebenes Fischerdorf.
Foto: Carsten Steger (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Die Äolischen Inseln sind sieben, doch nur drei oder vier tauchen in den mentalen Landkarten der Touristen auf. Filicudi lebt in jener Grauzone zwischen Bekanntheit und Vergessen, und fühlt sich dort ausgesprochen wohl. Sie ist die zweitwestlichste, nahe bei Alicudi, aber mit anderer Morphologie – geschichteter, mit kleinen Weilern, die zum Meer hinabsteigen – und einer weit älteren Geschichte, als man vermuten würde.
Das prähistorische Dorf von Capo Graziano
Auf dem Kap Graziano im Süden der Insel liegen die Reste eines bronzezeitlichen Dorfes, das etwa auf 1800-1400 v. Chr. datiert wird. Die umliegenden Meeresgründe haben Amphoren und Schiffsreste zutage gebracht, die belegen, dass Filicudi ein Transitpunkt im antiken Mittelmeerhandel war. Ein Großteil der Fundstücke wird im Museum von Lipari aufbewahrt, doch auf dem Kap zu stehen – Wind im Gesicht, Meer darunter, Sizilien fern am Horizont – vermittelt einen Sinn für die lange Zeit, den Museen nicht geben können.
Die Grotte des Bue Marino und die Gewässer im Norden
Die Nordküste Filicudis ist aus meereskundlicher Sicht die interessanteste. Die Grotta del Bue Marino – einst von Mönchsrobben besucht, die im Archipel heute ausgestorben sind – ist nur mit dem Boot erreichbar und öffnet sich in der Steilküste wie eine versunkene Kathedrale. Die Meeresgründe um den Scoglio della Canna, eine achtzig Meter hohe Basaltnadel, die nordwestlich der Insel senkrecht aus dem Meer ragt, gehören zu den beliebtesten Tauchspots des Tyrrhenischen Meeres.
Leben im Rhythmus des kleinen Hafens
Der kleine Hafen von Filicudi Porto ist so klein, wie er sein muss: eine Handvoll Boote, ein paar Tische im Freien, die Fischer, die am Nachmittag ihre Netze flicken. Die Trattoria La Sirena serviert den Tagesfang – Silberband alla ghiotta, Krake alla luciana, Bernsteinmakrele aus dem Ofen – zu für das Archipel fairen Preisen (ein Fisch-Hauptgericht liegt bei etwa 16-20 Euro). Die Fähren kommen von Milazzo und Palermo, die Fahrzeiten liegen zwischen drei und fünf Stunden. Im Sommer verkehren auch die Schnellboote von Lipari. Die ausgewogenste Reisezeit ist der September: Das Meer hat noch 26 °C, die Reisegruppen sind ausgedünnt, und die Besitzer der Ferienhäuser sind bereits aufs Festland zurückgekehrt.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Filicudi?
Il periodo consigliato è Mai, Juni, September e Oktober, quando è meno affollata.
Filicudi è affollata?
Filicudi è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Filicudi?
Filicudi si trova in Filicudi, Äolische Inseln, Messina, Italien.