Sighișoara: Spaziergang zwischen den Farben der sächsischen Zitadelle in Siebenbürgen
Sighișoara, die farbenfrohste mittelalterliche sächsische Zitadelle Rumäniens, zwischen Türmen, pastellfarbenen Häusern und dem Geburtshaus von Vlad Dracula.
Foto: Kwan Ng (CC BY-SA 4.0) — Wikimedia Commons
Eine bemalte Zitadelle im Herzen Siebenbürgens
Auf einem grünen Hügel im Herzen Siebenbürgens gelegen, ist Sighișoara eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Zitadellen Europas. Ihre Häuser in leuchtenden Farben - ockergelb, salbeigrün, altrosa - blicken auf gepflasterte Gassen, die die Zeit vergessen zu haben scheint. Und doch, anders als in Prag oder Dubrovnik, ist der Massentourismus hier noch nicht angekommen: man kann durch die Mauern aus dem 13. Jahrhundert schlendern und mehr Katzen als Touristen begegnen.
Was man in Sighișoara sehen kann
Die Obere Zitadelle und der Uhrturm
Das pulsierende Herz von Sighișoara ist die Obere Zitadelle (Cetatea), noch immer bewohnt und geschützt von neun der ursprünglich vierzehn Türme. Der imposanteste ist der Uhrturm (Turnul cu Ceas), 64 Meter hoch, erbaut im 14. Jahrhundert. Er beherbergt das Museum für Geschichte, und von seinem Balkon ist der Blick auf die schrägen Dächer und die umliegenden Hügel atemberaubend. Der Mechanismus der Uhr mit seinen Holzfiguren, die sich täglich drehen, ist ein kleines Meisterwerk mittelalterlicher Ingenieurskunst.
Das Geburtshaus von Vlad Dracula
An der Hausnummer 5 des Hauptplatzes steht das Haus, in dem der Überlieferung nach 1431 Vlad III. geboren wurde, der Woiwode, der Bram Stokers Dracula inspirierte. Heute ist es ein Restaurant, aber eine kleine Plakette und das Museum im Obergeschoss erzählen die Geschichte des walachischen Fürsten. Erwartet keine Horror-Attraktion: Sighișoara behandelt die Verbindung mit Feingefühl, ohne ins Kitschige zu verfallen.
Die Überdachte Treppe und die Bergkirche
Hundertfünfundsiebzig überdachte Holzstufen, 1642 erbaut, um die Schüler vor Regen und Schnee zu schützen, führen zur Bergkirche (Biserica din Deal), einem gotischen Juwel des 14. Jahrhunderts. Im Inneren erzählen noch lesbare mittelalterliche Fresken sakrale Geschichten. Der sie umgebende sächsische Friedhof mit seinen schmiedeeisernen Kreuzen ist ein Ort absoluten Friedens.
Die Zunfttürme
Jeder Turm der Ringmauer gehörte einer Handwerkszunft: Schuhmacher, Kürschner, Schneider, Schmiede. Der Schmiedeturm und der Schuhmacherturm sind die fotogensten. Der Rundgang entlang der Mauern bietet unerwartete Ausblicke auf die untere Stadt und die Landschaft.
Was essen
Die siebenbürgische Küche vermischt sächsische, ungarische und rumänische Einflüsse. In der Zitadelle und der unteren Stadt findet ihr:
- Ciorbă de burtă - säuerliche Kuttelsuppe, stärkend und schmackhaft, serviert mit saurer Sahne und Chili
- Mici (oder mititei) - zylindrische Frikadellen aus gemischtem Fleisch vom Grill, das Streetfood par excellence
- Sarmale - Rouladen aus Fleisch und Reis in fermentierten Kohlblättern, begleitet von mămăligă (rumänische Polenta) und saurer Sahne
- Kürtőskalács - der Kaminkuchen ungarischen Ursprungs, ein Zylinder aus Hefeteig, am Spieß gebacken und mit Zucker und Zimt bestreut
Für ein authentisches Erlebnis sucht die Trattoria Casa Joseph Haydn oder das Restaurant im Haus von Dracula auf, das traditionelle Gerichte in einem einzigartigen historischen Kontext serviert.
Anreise
Sighișoara liegt im Herzen Rumäniens, auf halber Strecke zwischen Brașov und Sibiu. Der nächste Flughafen ist der von Târgu Mureș (50 km), bedient von Billigflügen aus Italien (Wizz Air). Alternativ fliegt man nach Cluj-Napoca (160 km) oder Sibiu (95 km). Die Züge verbinden Sighișoara mit Brașov (2,5 Stunden) und Bukarest (5 Stunden), und der Bahnhof liegt wenige Gehminuten von der Zitadelle entfernt. Mit dem Auto durchquert die E60 die Region mit bezaubernden Hügellandschaften.
Wann hingehen
Die idealen Monate sind Mai bis September. Ende Juli findet das mittelalterliche Festival von Sighișoara statt, mit Handwerkern, Fahnenschwingern und Märkten in der Zitadelle: es ist die einzige belebtere Zeit. Für maximale Ruhe wählt Juni oder September, wenn die Tage lang sind und die Farben Siebenbürgens in ihrer vollen Pracht stehen. Der Herbst färbt die Hügel rot und gold, aber die Temperaturen fallen schnell. Der Winter ist streng, aber eindrucksvoll, mit Schnee, der die mittelalterlichen Dächer bedeckt.
In der Umgebung
Sighișoara ist der ideale Ausgangspunkt, um die sächsischen Dörfer Siebenbürgens zu erkunden: Viscri (30 km), Biertan (25 km) und Saschiz sind alle als Tagesausflug erreichbar. Die befestigten Kirchen, UNESCO-Welterbe, sprenkeln eine Landschaft von seltener Schönheit, in der die Zeit wirklich stehengeblieben zu sein scheint.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Sighișoara?
Il periodo consigliato è Mai, Juni, Juli, August e September, quando è meno affollata.
Sighișoara è affollata?
Sighișoara è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Sighișoara?
Sighișoara si trova in Sighișoara, Rumänien.