Pungnaptoseong, die Erdmauern von Baekje zwischen den Wohnblöcken Seouls
In Songpa-gu, Seoul, die Erdmauern von Pungnaptoseong: Hauptstadt des Baekje-Reichs, 1997 auf einer Baustelle wieder ans Licht gekommen.
Foto: en:User:Straitgate (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons
Im Viertel Pungnap-dong, im Bezirk Songpa im Osten Seouls, ragt ein grasbedeckter Erdwall von einigen hundert Metern zwischen Wohnblöcken und Geschäften auf. Nichts weist ihn als außergewöhnlich aus, und doch ist es alles, was von den Mauern von Pungnaptoseong (풍납토성) übrig ist – nationale Historische Stätte und, so vermuten Archäologen, das Herz von Hanseong, der ersten Hauptstadt des Baekje-Reichs. Es ist eine archäologische Stätte mitten im Wohngebiet: Man geht daran vorbei wie an einem etwas vernachlässigten Park.
Das Reich Baekje
Baekje war eines der Drei Königreiche des alten Korea und herrschte von dieser Gegend aus rund fünf Jahrhunderte lang, bis 475 n. Chr., als die Invasion von Goguryeo den Hof zwang, weiter südlich nach Gongju zu ziehen. Die Festung war aus geschichtetem Stampflehm gebaut, einer Technik, bei der Schichten verdichteter Erde übereinandergestapelt werden. Die Mauern zogen sich ursprünglich über mehr als dreieinhalb Kilometer; jüngste Computermodelle schätzen die ursprüngliche Höhe auf rund 11 Meter, nach Umbauten auf über 13 Meter, so viel wie ein fünfstöckiges Gebäude. Die große Han-Flut von 1925 fegte weite Teile des Umrisses hinweg; heute erhalten sind knapp drei Kilometer, mit Spuren der alten Tore auf der Ostseite.
Die Wiederentdeckung
Die Geschichte der Wiederentdeckung ist genau und die Reise wert. Im Januar 1997 startete hier eine Baustelle für eine Wohnanlage. Weil die Kontrollen während der Neujahrsfeiertage lockerer waren, betrat Professor Lee Hyung-goo von der Sun Moon University die Baustelle und bemerkte in einer Aushubgrube Baekje-Keramikscherben. Er meldete den Fund der Kulturgüterbehörde, und die Arbeiten wurden gestoppt. Die anschließenden Grabungen im Gebiet von Gyeongdang legten über zweihundert Gebäudespuren, einen Brunnen, Depots für staatliche Ahnenzeremonien und Strukturen frei, die viele Wissenschaftler davon überzeugen, sich auf dem Areal des Königspalasts zu befinden.
Was zu sehen ist
Was man heute konkret sieht: den erhaltenen Wallabschnitt, einen langen Erdrücken, den man abgehen kann; einige eingezäunte Grabungsbereiche im Viertel; und Infotafeln entlang der Strecke. Die Stätte ist im Freien und frei zugänglich: keine restaurierten Monumente erwarten, sondern lebendige Archäologie zwischen den Häusern. Um das Geläuf einzuordnen, lohnt sich die Kombination mit dem nahen Seoul Baekje Museum, wo ein fast lebensgroßes Schnittmodell die Schichtung der Mauern rekonstruiert. In der Nähe liegt auch Mongchontoseong, die zweite Baekje-Festung, heute im Olympic Park: Zusammen bildeten sie das Verteidigungssystem der Hauptstadt. Ein durch das Falken-Logo von Baekje ausgezeichneter Fußweg verbindet den Pungnap-Markt, das Grabungsgelände von Gyeongdang und weitere Punkte im Viertel.
Anfahrt
Die Anfahrt ist einfach: U-Bahn bis zur Station Cheonho (Linien 5 und 8), Ausgang 10, dann rund 300 Meter zu Fuß, und die Mauern liegen links. Der erste Wall ist praktisch am Ausgang. Bequeme Schuhe, denn der Besuch besteht aus Spaziergängen am Wall und in den Grünflächen. Für das Wetter sind Frühling und Herbst in Seoul am besten: milde Temperaturen und klarer Himmel, weit weg von der schwelend-feuchten Sommerhitze und der trockenen Winterkälte.
Praktische Informationen
Qual è il periodo migliore per visitare Pungnaptoseong?
Il periodo consigliato è April, Mai, September e Oktober, quando è meno affollata.
Pungnaptoseong è affollata?
Pungnaptoseong è una meta molto tranquilla rispetto alle destinazioni più turistiche.
Dove si trova Pungnaptoseong?
Pungnaptoseong si trova in Pungnap-dong (Songpa-gu), Seoul, Südkorea.
Anfahrt
- 🚆 Nächster Bahnhof: 천호 ~1 km Luftlinie
- ✈️ Nächster Flughafen: 서울공항 SSN ~10 km Luftlinie
Punti più vicini in linea d'aria (fonte OpenStreetMap): i tempi reali dipendono dalle strade, spesso di montagna.