Agro Falisco und Amerino, Umbrien-Latium, Italien

Die Via Amerina zu Fuß: auf der alten Straße der Etrusker und Römer

Zwischen dem latischen Agro Falisco und dem umbrischen Amerino bewahrt die Via Amerina Abschnitte römischer Pflasterung, Felsnekropolen und im Tuff verborgene Schluchten. Eine vergessene Konsularstraße, abseits der Touristenrouten, ideal um in Einsamkeit durch die Geschichte zu wandern.

Foto di Agro Falisco und Amerino, Umbrien-Latium, Italien — Die Via Amerina zu Fuß: auf der alten Straße der Etrusker und Römer

Foto: Hans Peter Schaefer, http://www.reserv-a-rt.de (CC BY-SA 3.0) — Wikimedia Commons

Wenige Straßen erzählen so viel Geschichte und werden dabei so wenig begangen wie die Via Amerina. In römischer Zeit angelegt, um das faliskische Gebiet mit Rom zu verbinden und nach Amelia in Umbrien weiterzuführen, folgt sie teilweise noch älteren etruskischen Wegen. Heute ist sie eine Wanderroute, die durch eine überraschende Landschaft aus Tuffschluchten, Wäldern, Felsnekropolen und Abschnitten originaler Pflasterung führt, und dennoch bleibt sie dem großen Tourismus fast unbekannt, überschattet vom nahen Rom und den berühmteren Zielen der Tuscia.

Das archäologische Herz

Das archäologische Herz der Route liegt im Agro Falisco rund um Civita Castellana, das antike Falerii. Hier lassen sich die Überreste von Falerii Novi besichtigen, einer römischen Stadt, von der die Mauern und die monumentalen Tore erhalten sind, mitten im Land eingebettet. Von diesem Gebiet aus dringt die Via Amerina in tiefe Schluchten ein, die typischen Taleinschnitte des vulkanischen Territoriums, wo die alte Straße eingekesselt zwischen moosbewachsenen Tuffwänden verläuft. Auf diesen Abschnitten trifft man auf Felsnekropolen mit in den Stein gehauenen Gräbern und antike Brücken, in einer Atmosphäre, die Archäologie und wilde Natur vereint.

Weiter nach Norden berührt der Weg Orte wie Corchiano, Gallese und Vasanello mit ihren historischen Kernen, um sich dann dem Tiber zu nähern und nach Umbrien aufzusteigen. Auf umbrischer Seite ist das natürliche Ziel Amelia, das antike Ameria, das der Straße den Namen gibt: eine Stadt mit imposanten polygonalen Mauern in vorrömischer Bauweise, zu den ältesten Italiens gehörend. Die Via Amerina zu wandern bedeutet daher, sich zwischen zwei Regionen zu bewegen und Jahrtausende zu durchqueren, von den Etruskern und Faliskern über die Römer bis ins Mittelalter, als diese Route Teil der Korridore war, die Rom mit dem Exarchat verbanden.

Der Weg lässt sich in mehrere Etappen unterteilen und den eigenen Bedürfnissen anpassen: Manche gehen nur die spektakulärsten Abschnitte, wie die Schluchten von Corchiano, andere bewältigen die gesamte Verbindung zwischen Agro Falisco und Amelia. Die Schwierigkeit ist meist mäßig, mit begrenzten Höhenunterschieden, aber manchmal unregelmäßigem Untergrund, besonders in den Schluchten, wo der Boden feucht und rutschig sein kann. Gerade auf diesen eingesenkten Abschnitten wandert man oft völlig allein, in eine Stille getaucht, die nur vom Wasser und den Vögeln durchbrochen wird.

Anreise

Anreise: Der südliche Bezugspunkt ist Civita Castellana, gut mit Rom verbunden und auch über den Bahnhof Orte erreichbar, ein wichtiger Bahnknotenpunkt an den Linien nach Rom, Florenz und Ancona. Auf umbrischer Seite erreicht man Amelia mit dem Auto über die Schnellstraße Terni-Orte. Das Auto bleibt das praktischste Mittel, um die Logistik einer linearen Route zu bewältigen und ein Fahrzeug an einem Ende abzustellen, während die Bahn eine unkomplizierte Annäherung an beide Endpunkte der Wanderung ermöglicht.

Wann gehen

Die beste Zeit reicht vom Frühling bis zum Herbst, insbesondere April, Mai und Oktober. In diesen Monaten sind die Schluchten frisch und schattig, die Vegetation üppig, aber nicht erdrückend, und das Wasser der Bäche macht die in den Tuff eingelassenen Abschnitte noch stimmungsvoller. So vermeidet man die Sommerhitze, die in den Schluchten durch den Schatten zwar gemildert werden kann, aber die offenen Abschnitte anstrengend macht, sowie die Winterfeuchte, die die Untergründe ruiniert. Der geringe Bekanntheitsgrad der Route sorgt dafür, dass man selbst in der touristischen Hochsaison der umliegenden Städte hier nur wenigen Menschen begegnet: Der Massentourismus zieht direkt daran vorbei, ohne es zu bemerken.

Praktische Tipps

Ein praktischer Rat: Trage Schuhe mit guter Griffigkeit und rechne damit, dass einige Abschnitte in den Schluchten schlammig oder von Vegetation überwuchert sein können, besonders nach Regen. Informiere dich im Voraus über den Zustand der Pfade bei den lokalen Vereinen und Gemeinden, die sich um die Aufwertung der Straße kümmern. Und gönne dir langsame Pausen vor den Felsgräbern und Pflasterresten: Die Via Amerina überrascht nicht mit einem einzigen großen Monument, sondern mit der Summe tausender Spuren der Vergangenheit, die entlang des Weges auftauchen.

Praktische Informationen

Qual è il periodo migliore per visitare Die Via Amerina zu Fuß?

Il periodo consigliato è April, Mai e Oktober, quando è meno affollata.

Dove si trova Die Via Amerina zu Fuß?

Die Via Amerina zu Fuß si trova in Agro Falisco und Amerino, Umbrien-Latium, Italien.

Adatto a: Aprile Maggio Ottobre

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